Smartwatches auf der Ifa
Die Angst vor Apple

Die Elektronikhersteller zeigen auf der Ifa zahlreiche neue Smartwatches. Die Konzepte sind noch nicht ausgereift, Samsung, LG und Co wollen erstmal lernen – bevor Apple kommt.
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Menschen mit Forschergeist können derzeit ein interessantes Experiment beobachten. Die Versuchsanordnung lautet so: Wie kann man einen Computer auf die Größe einer Uhr schrumpfen? Und wie lassen sich trotz dieser schmalen Maße viele nützliche Funktionen einbauen – bei einem modischen Design?

Das Labor ist die Ifa: Auf der weltgrößten Elektronikmesse, die heute in Berlin für das Publikum öffnet, präsentieren zahlreiche Hersteller Smartwatches. Samsung und Sony, LG und Asus wollen einen neuen Markt schaffen, bevor Apple es tut – der iKonzern, bei der Konkurrenz mit seinem Gespür für massentaugliche Produkte gefürchtet, wird wohl in der kommenden Woche ein ähnliches Gadget vorstellen. Ob die Verbraucher sich begeistern lassen, ist allerdings längst nicht ausgemacht (siehe Info-Kasten).

Die meisten Produkte, die es bislang zu kaufen gibt, haben noch eklatante Schwächen: hakelige Bedienung, kurze Akkulaufzeit, klobiges Design. „Wir sind noch in der Steinzeit der tragbaren Elektronik“, sagt Ben Wood, Analyst beim britischen Marktforscher CCS Insights. „Firmen wie Samsung und LG versuchen verzweifelt herauszufinden, wie das beste Design und die besten Nutzungsszenarien aussehen.“ Dass fast im Monatsrhythmus neue Modelle auf den Markt kommen, sieht der Experte als eine Strategie: Versuch und Irrtum.

Mit den intelligenten Uhren ist es wie vor einigen Jahren mit den Tablets: Der große Nutzen wird nicht deutlich. Es ist vielleicht praktisch, bei neuen E-Mails oder Anrufen eine diskrete Mitteilung aufs Handgelenk geschickt zu bekommen, aber es geht auch ohne.

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