Trends der Funkausstellung
Alles völlig smart

Riesige Bildschirme fürs Wohnzimmer, kleine Bildschirme fürs Handgelenk: Auf der Ifa in Berlin ist Elektronik in allen Größen zu sehen. Ohne Vernetzung geht dabei wenig. Was Sie über den Technikzirkus wissen müssen.
  • 0

BerlinAls die Ifa noch Internationale Funkausstellung hieß, ging es um Farbfernsehen, Fernbedienungen und Flachbildschirme. Heute lässt sich die Messe wegen des internationalen Publikums nur noch Ifa nennen – und es geht dort um sämtliche Geräte, die irgendwie funken: Smartphones, Tablets und Smartwatches, aber auch Waschmaschinen, die sich aus der Ferne steuern lassen. „Die Internetfähigkeit der Geräte ist mittlerweile ein entscheidendes Kaufkriterium“, sagt Timm Hoffmann vom Hightech-Branchenverband Bitkom. 

Die Messe illustriert den Medienwandel, der sich gerade abspielt: „Das Fernsehgerät verliert das Monopol, andere Geräte gewinnen an Bedeutung“, sagt Bitkom-Experte Hoffmann. Mit dem Smartphone hat jeder einen Bildschirm in der Tasche, dank Youtube, Maxdome und Mediatheken sind die Filme und Serien auch immer dabei. „Verbraucher können ihre Inhalte jederzeit überall sehen“, sagt Hoffmann. Das klassische Fernsehen, bislang ebenfalls immer ein großes Thema auf der Ifa, werde mit der Zeit immer unwichtiger. Auch die Musikbranche krempelt das Streaming um.

Vom Smartphone bis zum Smart Home, vom Fernseher bis zur Zahnbürste: Die wichtigsten Trends der Messe im Überblick.

Die Ifa kann ihre Herkunft nicht verleugnen, Fernseher sind immer noch ein großes Thema. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die Bildschirme werden immer größer. Katzenvideos von Youtube und den „Tatort“ kann man auch auf dem Tablet gucken – um einen Mehrwert zu bieten, wollen die Hersteller das Wohnzimmer zum Heimkino machen. Dabei soll auch die ultrahohe Auflösung helfen, Ultra-HD oder 4K genannt. Was am Messestand beeindruckend aussieht, könnte zu Hause indes enttäuschen: Es gibt noch wenig Inhalte in der hohen Auflösung.

Als weiteres Verkaufsargument führen Samsung, LG und neuerdings auch Loewe geschwungene Bildschirme ins Feld – die leichte Krümmung, so meinen die Hersteller, sorge für einen besseren Betrachtungswinkel und ziehe den Zuschauer mehr ins Bild. Erste Reaktionen darauf sind indes durchwachsen. Ob die Krümmung was bringt, liegt wohl im Auge des Betrachters.

Smartphones und Tablets sind für viele Nutzer bereits unverzichtbare Begleiter – und sie sorgen inzwischen für mehr Umsatz als Fernseher. Da wundert es nicht, dass die Ifa zu einer halben Mobilfunkmesse geworden ist. So stellte Samsung am Mittwoch schon das Galaxy Note 4, die neue Version seines Riesen-Smartphones, vor. Sony nutzt Gerüchten zufolge die Bühne, um das neue Spitzenmodell Xperia 3 zu präsentieren, womöglich auch ein wasserfestes Tablet. Und Microsoft will offenbar neue Lumia-Smartphones zeigen.

Kommentare zu " Trends der Funkausstellung: Alles völlig smart"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%