Vernetztes Heim
Schlaues Notfallsystem macht Wohnen sicherer

Viele Menschen wünschen sich, auch im hohen Alter noch selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können. Ein neues Notfallsystem soll ihnen das Leben in der eigenen Wohnung künftig erleichtern.
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DüsseldorfAlleinstehende Senioren leben riskant: Nach einem Sturz liegen sie oft mehrere Stunden am Boden, bevor ihre missliche Lage entdeckt wird. Trotz dieses Risikos wollen viele ältere Menschen so lange wie möglich in den gewohnten vier Wänden bleiben und selbstbestimmt leben. Wie das Statistische Bundesamt ermitteln, teilen 70 Prozent der Senioren diesen Wunsch.

Notrufsysteme weisen nur bedingt einen Ausweg aus diesem Konflikt. Einen Hausnotruf etwa, auch Funkfinger genannt, können die Senioren nicht immer auslösen – weil sie das Gerät nicht bei sich tragen, bewusstlos oder verletzt sind. Am Körper getragene Sensoren wiederum reagieren mitunter schon auf schnelle Handbewegungen und sind daher anfällig für Fehlalarme. Im Boden eingebaute Sensoren erkennen zwar Notfälle, sie lassen sich jedoch nur mit einem hohen baulichen und finanziellen Aufwand installieren.

Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) haben jetzt eine preiswerte Alternative entwickelt. Ihr System Safe@home besteht aus Sensorboxen, die ähnlich wie Rauchmelder an der Decke installiert werden. Sie registrieren, wenn eine Person stürzt oder Hilfe benötigt. Erkennt eine Box eine Notsituation, so informiert sie die Alarmeinheit in der Wohnung, die CareBox. Diese ruft unverzüglich Helfer herbei.

Das System arbeitet mit optischen und akustischen Hochleistungssensoren, die Position und Lage einer Person sowie ihre Bewegungen innerhalb eines Raums ermitteln. Anhand dieser Werte erkennt die Technologie binnen Sekunden Stürze und identifiziert Reglosigkeit, wenn es über einen bestimmten Zeitraum keine Bewegungen mehr feststellt.

Auch auf Hilferufe reagiert das System. „Um einen Fehlalarm auszuschließen, wird der Bewohner zunächst von der CareBox angerufen. Eine Computer-Stimme fragt ihn nach seinem Befinden. Indem er antwortet, löscht er den Alarm. Nimmt er den Anruf nicht entgegen, identifiziert das System den Notruf als solchen“, erläutert Marius Pflüger, Wissenschaftler am IPA in Stuttgart. In diesem Fall werden Angehörige, Nachbarn oder Pflegekräfte informiert.

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Kommentare zu " Vernetztes Heim: Schlaues Notfallsystem macht Wohnen sicherer"

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  • Ob ich in Zeiten der Totalüberwachung durch unsere amerikanischen "Freunde" und der Unterstützung dieser Spionage durdch die eigenen Machthaber eien Kamera in die Wohnung bauen würde ist sehr fragwürdig.
    bekannt ist heute, dass man eine Handykamera unbemerkt abktivieren kann, das Mikrofon ebenfalls.
    Ob man nun noch zusätzliche Überwachungsmöglichkeiten installieren muß??

    Manchmal ist weniger mehr!

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