World Wide Web: Vor 25 Jahren wurde die WWW-Idee geboren

 

World Wide Web
Vor 25 Jahren wurde die WWW-Idee geboren

Aus einer „vagen, aber spannenden“ Idee wurde eine beispiellose technologische Revolution: Am Kernforschungszentrum CERN entwickelte ein junger Informatiker vor 25 Jahren eine bahnbrechende Erfindung.
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San FranciscoVor einem Vierteljahrhundert war das World Wide Web nur eine Idee, die ein junger britischer Informatiker am europäischen Kernforschungszentrum CERN ungefragt zu Papier brachte. „Vage, aber spannend“ - so lautete die erste Reaktion, die Tim Berners-Lee von seinem Chef auf seinen am 12. März 1989 präsentierten Vorschlag erhielt. Berners-Lee schwebte ein Informationsmanagement-System vor, das den Datenaustausch unter Forschern vereinfachen sollte. Damit schuf er die Grundlage für das heutige Internet, das die Kommunikation von Milliarden Menschen revolutioniert hat.

Die Kollegen am CERN in der Nähe von Genf hätten das Projekt zunächst allerdings „komplett ignoriert“, sagt Marc Weber vom Museum für Computergeschichte im kalifornischen Silicon Valley. Schließlich habe Berners-Lee sein Arbeitsumfeld aber vom Nutzen des Systems überzeugen können, indem er das Telefonverzeichnis des CERN online gestellt habe.

Das World Wide Web war längst nicht die einzige Erfindung, um Computer miteinander zu vernetzen. Das US-Militär lancierte bereits 1969 den Internet-Vorläufer Arpanet, an den allerdings nur Forschungszentren angeschlossen waren. Privathaushalte in den USA konnten in den 80er Jahren über CompuServe online gehen, Frankreich baute das Minitel-Netzwerk auf. Auch die Bundespost in Deutschland versuchte sich mit dem Bildschirmtext, kurz Btx, an einem Onlinedienst. Das World Wide Web sei anfänglich „ein echter Außenseiter“ gewesen, sagt Weber.

Das Revolutionäre am WWW war der simple Datentransfer mit einem universellen Übertragungsstandard. Alle Webseiten konnten unabhängig vom Computersystem über das gleiche Adressformat angesteuert werden. Zum Navigieren im Internet genügten Klicks auf elektronische Querverweise, sogenannte Hyperlinks. Vor allem verfolgte Berners-Lee aber keine Geschäftsinteressen: Der Vater des heutigen Internets wollte eine offene und kostenlose Infrastruktur für den freien Austausch von Informationen schaffen.

Berners-Lee entwickelte seine Idee mit einem Kollegen weiter: Es entstanden der erste Browser - ein Programm zum Surfen im Netz - und die Homepage des CERN als erste Website. Doch die Nutzung dieses ersten Browsers war auf wenige Wissenschaftler beschränkt, und WWW-Server waren zunächst nur in Physikinstituten und deren Forschungslabors zu finden.

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Für Bill Gates war das WWW „nur ein Hype“

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