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Ausgediente Windkraftanlagen
Sprengen, fällen oder gebraucht verkaufen

Für Offshore-Park müssen Rücklagen gebildet werden

Es ist absehbar, dass der Abbau von alten Windanlagen in den kommenden Jahren rasant zunehmen wird. Doch wie lassen sich die mehr als hundert Tonnen schweren und 160 Meter hohen Mühlen überhaupt auseinandernehmen? „Amateure sprengen die Anlagen oder fällen sie wie einen Baum“, sagt Alexander Brehm, Projektleiter für Großkomponenten bei psm. Das Unternehmen hat sich auf die Wartung, Instandsetzung und den Abbau von Windkraftanlagen spezialisiert. Pro demontierte Anlage stellt die Firma bis zu 30.000 Euro in Rechnung.

Der Rückbau der Himmelstürmer ist nämlich mindestens so aufwendig wie der Aufbau. Mithilfe von zwei Kränen wird jede Anlage Stück für Stück abgetragen. Turbinen, Rotorblätter, Turmhäuser und andere Komponenten aus ausrangierten deutschen Windanlagen sind in Polen, Italien oder Russland heiß begehrt. Am Gebrauchtmarkt lassen sich dafür noch gute Preise erzielen.

Wer Windräder dagegen einfach umkippt, nehme erstens Beschädigungen noch wertvoller Teile in Kauf. Und zweitens, dass Restbestände von Motoröl und Schwermetalle, in den Erdboden gelangen. Noch komplexer ist der Rückbau bei Offshore-Windanlagen. Schließlich müssen dort auch die in den Meeresboden gerammten Stahlpfeiler wieder an Land gebracht werden. Allein der Mehraufwand der dadurch entsteht, dass alle Komponenten ans Festland zurückverschifft werden müssen, ist gigantisch.

So gigantisch, dass die Betreiber von Meerwindparks sogar millionenschwere Rückstellungen für den Abbau der Offshore-Windmühlen vorhalten müssen. Anders als an Land stellt sich die Abbau-Frage bei den Anlagen auf hoher See aber erst in einigen Jahren. Der erste Offshore-Windpark in deutschen Gewässern ging erst 2010 in Betrieb.

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