Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Deutscher Lebensstil schadet der Umwelt
Klimasünder Single

Die hohe Zahl an Single-Haushalten ist laut Umweltbundesamt ein massiver Energiefresser und damit schlecht fürs Klima. Zwar sinkt der klimabelastende Fleischkonsum – doch das reicht nicht.

BerlinDas Umweltbewusstsein wächst zwar, doch mit ihrem Lebensstil belasten die Deutschen Umwelt und Klima immer noch stark. Ein Energiefresser ist nach Angaben des Umweltbundesamtes die hohe Zahl von Single-Haushalten. Inzwischen lebt in rund 40 Prozent aller Häuser und Wohnungen ein Mensch alleine. Das bedeutet oft mehr Platz für den Einzelnen, was mit mehr Aufwand für Strom und Heizung verbunden ist.

Je mehr Haushalte es gibt, desto mehr Konsumgüter wie Autos, Waschmaschinen, Kühlschränke und Computer werden angeschafft. Deren Herstellung hat ebenfalls negative Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Wie aus einer am Dienstag verbreiteten Broschüre des Amtes hervorgeht, stieg die Zahl der Autos zwischen 1995 und 2013 an - von 494 auf 537 Autos pro 1000 Einwohner.

Auch in punkto Nahrungsmittelproduktion liegt aus Sicht der Behörde Einiges im Argen. Der Fleischkonsum ist zwar zwischen 2000 und 2013 von 2,8 Millionen Tonnen auf 2,6 Millionen Tonnen pro Jahr gesunken. Das ist gut ist für den Klimaschutz, da beim Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel weniger Treibhausgase ausgestoßen werden als in der Nutztierhaltung. Doch gleichzeitig stiegen die Fleischexporte von 0,8 Millionen Tonnen auf rund drei Millionen Tonnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%