Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Elektromobilität Schneller Energieschub für E-Autos

Das Thema Elektroauto bekommt neuen Schwung: Die Ladeinfrastruktur in Deutschland soll deutlich besser und dichter werden. Hunderte Schnellladestationen sind allein an den Autobahnen geplant.
Das Kalkül der Regierung: Wenn die Bürger im Schnitt alle 30 Kilometer an Autobahnen Strom tanken können, lassen sie Vorbehalte gegenüber E-Mobilität fallen. Quelle: dpa
Der neue Porsche Mission E (Elektroauto)

Das Kalkül der Regierung: Wenn die Bürger im Schnitt alle 30 Kilometer an Autobahnen Strom tanken können, lassen sie Vorbehalte gegenüber E-Mobilität fallen.

(Foto: dpa)

KölnDer Tankstopp an der Autobahn soll bald auch mit dem Elektroauto zur Selbstverständlichkeit werden. Bis Ende 2017 will der Raststättenbetreiber Tank & Rast an knapp 400 Standorten Schnellladesäulen aufstellen. Nur noch 20 Minuten brauchen sie, um den Akku eines gängigen E-Autos vollzupumpen. Anfangs soll der Energieschub per Ladekabel sogar kostenlos sein.

Tank & Rast selbst nimmt viel Geld in die Hand: „Wir rechnen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von circa 25 Millionen Euro für Tank & Rast“, sagt Prokurist Andreas Rehm. Als die erste Säule im September an der A9 in Betrieb genommen wurde, kam auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Der Bund bezuschusst die Errichtung der Säulen und die nötige technische Infrastruktur. Das Kalkül der Regierung: Wenn die Bürger im Schnitt alle 30 Kilometer an Autobahnen Strom tanken können, lassen sie Vorbehalte gegenüber E-Mobilität fallen.

Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt: Neben unzureichenden Reichweiten wird bisher vor allem bemängelt, dass Laden unterwegs zu lange dauert. Vier von zehn Befragten befürchten, dass Lademöglichkeiten während der Fahrt oder am Zielort ganz fehlen. Tatsächlich ist die Infrastruktur aber gar nicht so schlecht. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zählte im April Lademöglichkeiten in immerhin 839 Städten und Gemeinden. Die Zahl der Ladepunkte ist seit Mitte 2014 um 800 auf 5.500 gestiegen.

Ein Elektro-SUV, das sogar Biowaffen standhält
Elon Musk vor dem Model X
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Lang mussten Tesla-Fans auf diesen Moment warten. Immerhin um drei Jahre wurde die Präsentation des SUVs Tesla Model X verschoben. Der Stotterstart, den der Elektroautopionier Tesla mit seinem SUV „Model X“ hingelegt hat, wäre wohl den meisten Unternehmen als Unzuverlässigkeit ausgelegt worden, die heftige Kundenproteste ausgelöst hätte.

Tesla Model X
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Bei Telsa ist das anders. US-Medien feiern den elektrischen Stadt-Geländewagen mit den Flügeltüren bereits als „wichtigstes Auto des Jahres“ und die Käufer akzeptieren die jahrelangen Lieferverzögerungen ohne Murren.

Treue Fangemeinde
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Die Firma aus Palo Alto im Silicon Valley, dem kalifornischen Tech-Mekka, hat eine eingefleischte Fangemeinde. Die Verspätungen des schillernden Firmenchefs Elon Musk werden hingenommen wie die künstlerische Freiheit eines Rockstars.

Die Präsentation wird zu Party
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Tesla inszeniert seine Produktpremieren ähnlich wie Apple seine iPhone-Vorstellungen, nur nachts und mit mehr Party-Atmosphäre. Stylische Eleganz im Scheinwerferlicht, das ist auch Dienstagnacht bei der Präsentation des „Model X“ in Teslas Fabrik in Fremont, Kalifornien, angesagt. Knapp eine Stunde, nachdem es losgehen sollte, erscheint Musk auf der Bühne und startet die Show.

Zahlreiche Features
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Der neue SUV bietet allerhand technische Raffinessen und Schnickschnack – zum Teil recht skurrile. So können paranoide Kunden ihren Tesla Model X sogar mit einem Luftfilter-Power-Button ausstatten, der Biowaffen-Angriffe abwehren kann. Hinzubestellt kann auch die Funktion des Turbostarts, durch den der SUV in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde rennt. Die Reichweite einer Batterieladung soll bei etwa 250 Meilen liegen.

Bislang nur für die reiche Kundschaft
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Die Features und der Preis von bis zu 142.000 Dollar bestätigen, dass Tesla wie mit dem bisher einzigen Fahrzeug „Model S“ nach wie vor im Luxusbereich angesiedelt ist. Dabei soll der SUV als familientaugliches Fahrzeug mit drei Sitzreihen durchaus den Anfang der Brücke zum Massenmarkt darstellen.

Erschwinglicher Stromer erst 2018
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Die Ottonormal-Familie, wie Musk sie hier bei der Präsentation vorstellt, dürfte sich das Model X eher nicht leisten können. Diese müssen voraussichtlich bis 2018 warten. Dann will Tesla mit dem „Model 3“ einen erschwinglichen Stromer für die breite Bevölkerung rausbringen. Bedenkt man die Verspätung beim Model X ist dieses Datum aber mit Vorsicht zu genießen.

„Es gibt noch Gebiete, die nicht ausreichend versorgt sind“, sagt Norbert Verweyen, Geschäftsführer von RWE Effizienz - das Unternehmen betreibt hierzulande mehr als 1800 öffentliche Ladepunkte. „Für viele Regionen haben wir als Energieversorger das Henne-Ei-Problem aufgebrochen, indem wir in Vorleistung gegangen sind.“ Nun gehe es darum, den Zugang zu den Säulen zu vereinfachen.

Das Problem bisher: E-Autofahrer schließen meist einen Fahrstromvertrag mit einem regionalen Versorger ab und bekommen nur für dessen Säulen eine Kundenkarte mit Funkchip. Bei anderen Anbietern funktioniert sie nur, wenn die Betreiber untereinander Kooperationen vereinbart haben.

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