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Karsten Schwanke zu Paris „Der Klimavertrag ist eine Katastrophe!“

Die Erleichterung ist groß, eine Einigung gefunden: Die Staats- und Regierungschefs verständigten sich in Paris auf eine Begrenzung der Erderwärmung. Doch die Ziele greifen zu kurz, meint Wetter-Experte Karsten Schwanke.
  • Karsten Schwanke
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Der Wetterexperte kritisiert die Vereinbarungen in Paris. Quelle: Pressefoto
Karsten Schwanke

Der Wetterexperte kritisiert die Vereinbarungen in Paris.

(Foto: Pressefoto)

Die Politiker jubeln. Sie applaudieren und atmen hörbar durch: Kein zweites Kopenhagen! Die Angst, erneut zu scheitern, saß so tief, dass auf jeden Fall unterschrieben werden musste. Klar ist es toll, dass 195 Staaten zusammen an einem Tisch sitzen – aber das Klima haben sie nicht gerettet.

Schon heute ist klar, dass wir das Zwei-Grad-Ziel nicht erreichen werden. Wollten wir dies schaffen, dürften wir (bei heutigem Wachstum des CO2-Ausstoßes) noch 13 Jahre weiterhin CO2 ausstoßen und müssten die Emissionen 2028 schlagartig auf Null herunter fahren – unrealistisch!

Die freiwilligen Vorgaben, 1,5 Grad anpeilen zu wollen, sind – gelinde gesagt – weltfremd. Nach heutigem Stand steuern wir auf 3,2 bis 5,4 Grad Erwärmung bis zum Jahr 2100 zu – und wir bewegen uns dabei mit unseren Emissionen eher am oberen Rand.

Und dabei müssen wir gar nicht nach Indien oder China schielen: Deutschland – weltweit geachtetes Vorbild in Sachen Klimaschutz – wird seine freiwillige Vorgabe, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken, mehr als deutlich verfehlen. Braunkohle spielt nach wie vor eine Rolle und soll laut NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nicht angetastet werden – aufgrund der Angst vor Arbeitsplatzverlust. Dass der geistige und zeitliche Horizont von manchen Politikern nur bis zur nächsten Wahl reicht, wird uns und unseren Kindern teuer zu stehen kommen.

Wenn wir realistischerweise versuchen würden, die Erwärmung bei zwei oder 2,5 Grad zu begrenzen, müssten wir heute alles, was möglich ist, anpacken und strenge verpflichtende Vorgaben machen. Sofort und ohne Freiwilligkeit.

Der Autor: Karsten Schwanke ist ein deutscher Meteorologe und Fernsehmoderator. Unter anderem moderiert er die Wetternachrichten im Ersten.

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6 Kommentare zu "Karsten Schwanke zu Paris: „Der Klimavertrag ist eine Katastrophe!“"

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  • Es wird schon einen Grund haben, warum die Einheitsbrei-Gutmenschen und die ihnen vorauseilenden, im Wesentlichen gleichgeschalteten Massenmedien so sehr in ein einheitliches Jauchzen verfallen. Nicht die zusammengeknabberten Prozente machen sie derart glücklich; nein, nein An ihre in die Welt so hinaustrompetenden Storys glauben - zu mindestens nicht die eigentlichen Meinungsmacher - sie ja selbst nicht. Es geht ihnen um die blanke Weltmacht, und die mit ihr einhergehende Verschiebung von unermesslich viel Kapital.

  • Im Laufe der Erdgeschichte gab es schon immer Klimaschschankungen (siehe Eiszeit). Hätte ein Mammut damals so agieren können wie heute, dann gäbe es vielleicht unsere lockig flockige Welt gar nicht...

    Letzlich geht es nur darum das die Dritte Welt weiter alimentiert wird und wir alle ein schlechtes Gewissen haben sollen und der ewige Zahlmeister. Um Klimaschutz effektiv zu betreiben sollte man sich eher ernsthaft Gedanken machen wie die explosionshafte vermehrung der Erdbevälkerung bei zu kommen ist. Weniger Menschen heisst weniger Schmutz.

    Ach ja und ich hoffe dass die Teilnehmer an dieser Konferenz nicht all zu viel Sekt wegen des fulminanten Resultates getrunken haben. Auch da wie auch in Sprudel ist CO2 enthalten.



  • Der Beitrag von Karsten Sxhwanke ist genau so inhaltslos wie die gesamte Klimakonferenz in Paris.
    Warum?
    Als was dort beschlossen wurde, wurde auch wieder sofort von der Rasse Mensch kassiert.
    Wir haben einen jährlichen Geburtenübeschuß von 75 Mio Menschen,die Lebensraum suchen! Der Lebensraum Erde ist aber leider nicht zu vergrößen. Ergo wírd er durch diese Zuwachsraten weiter zerstört.
    D.h. wir Menschen müssen Regeln finden um die Überschußproduktion der Sterberate anzupassen. Bringen wir diese Kraft nicht auf, wird die Natur mit ihren eisernen und grausamen Gesetzen das für uns erledigen. Es ist doch Allgemeinwissen, daß zahlreiche Medikamente ihre Wirkung verloren haben und Krankenheiten, die als ausgerottet angesehen wurden wieder zunehmen. Desweiteren ist die Trinkwasserversorgung weltweit schon heute problehmatisch. Auch wir haben hier schon Probleme

  • @Ott
    Was heißt das jetzt?
    Dass wir aufgrund Ihrer Annahmen nichts zu tun brauchen, weil wir das Klima sowieso nicht ändern können? Oder sollten wir es wenigstens versuchen, in der Hoffnung, dass wir den Temperaturanstieg auf ein Mindestmaß reduzieren können?
    Ich finde Sie machen es sich mit Ihrer Theorie, die ebenso unbewiesen ist, verdammt einfach.

  • - Wenn wir realistischerweise versuchen würden, die Erwärmung bei zwei oder 2,5 Grad zu begrenzen, müssten wir heute alles, was möglich ist, anpacken und strenge verpflichtende Vorgaben machen. -

    Da ist er wieder der "Versuch", der Labor-Versuch, das Modell. Dann zwei oder 2,5 Grad, vielleicht könnte man hinter der Nachkommastelle noch etwas manipulieren?
    Und das im Jahr 2100. Wichtigtuerei?

    Wenn es so schlimm ist, dass manchen Erdbewohnern das Ozeanwasser in das Schlafzimmer läuft, dann kann man nicht mit Rechenmodellen kommen, sondern muss das Haus aufstocken.

  • Lieber Herr Schwanke, als Wetterexperte schätze ich Sie sehr. Ich denke in Ihrer Ausbildung haben Sie den Unterschied zwischen Klima und Wetter kennengelernt. Sie haben auch gelernt, dass die Erde nie ein konstantes Klima hatte, wie man mir weißmachen will. Da gab es doch glatt noch zu historischen Zeiten in Nordafrika soviel Niederschlag, dass es zur Kornkammer Roms avancierte. Genauso gibt es Beweise für fast Gletscher freie Alpen in den letzten 2000 Jahren. Dass der verstärkte Eintrag an CO2 Konsequenzen haben würde, ist nicht zu bestreiten. Wenn der Klimawandel wirklich nur auf den CO2-Eintrag der letzten 200 Jahre zurückzuführen ist, dann gibt es außer der Industrie noch eine zweite Emissionsquelle: Um 1800 hatten wir ca. 0,7 Mrd Menschen, heute 7 Mrd. Und was atmen wir aus? Richtig CO2!

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