Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Sicherheit beim Klimagipfel
Paris im Ausnahmezustand – schon wieder

Bei Klimakonferenz droht das Klima in den Hintergrund zu rücken: Tausende Polizisten sind im Einsatz, um das Konferenzgelände zu sichern. Ein erneuter Anschlag ist zwar unwahrscheinlich – doch ein Restrisiko bleibt.

ParisEin Klima der Angst herrscht nach der blutigen Anschlagsserie in Paris – und auf den Uno-Klimagipfel in der französischen Hauptstadt hat das gewaltige Auswirkungen. Mit massiven Sicherheitsvorkehrungen will die französische Regierung verhindern, dass es bei der Großkonferenz neue islamistische Attacken gibt.

Tausende Polizisten werden im Einsatz sein. Besonders große Sorge herrscht vor der offiziellen Eröffnungszeremonie: Denn dann nach dem Beratungsauftakt der Delegationen am Sonntagabend versammeln sich am Montag fast 150 Staats- und Regierungschefs auf dem Konferenzgelände.

Mit ernster Miene stellte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch die verschärften Sicherheitsmaßnahmen für den Klimagipfel vor. „Im Kontext einer sehr großen Bedrohung hängt der Erfolg des Klimagipfels auch von der optimalen Sicherung der Veranstaltung ab“, sagte der Minister und versprach „maximale“ Sicherheitsvorkehrungen.

2800 Polizisten sollen das riesige Konferenzgelände in Le Bourget nördlich von Paris sichern – vor den Anschlägen war noch von rund 1500 Polizisten und Feuerwehrleuten die Rede gewesen. 8000 Polizisten werden zudem an Frankreichs Grenzen im Einsatz sein. Frankreich hatte bereits am 13. November im Vorfeld des Klimagipfels vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt – nur Stunden bevor die Attentäter von Paris zuschlugen.

Schon vor diesem schwarzen 13. November standen Sicherheitsfragen bei der Klimakonferenz ganz oben. Seit den Anschlägen auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt im Januar herrscht im Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe.

Mit dem Blutbad am Freitag vor zwei Wochen mit 130 Toten hat sich die Lage noch einmal dramatisch verschärft. Staatschef François Hollande hat für ganz Frankreich den Ausnahmezustand ausgerufen, der auch die kommenden drei Monate gelten wird.

Besonders heikel wird der kommende Montag. Denn zum Auftakt der Beratungen fliegen 147 Staats- und Regierungschefs nach Paris, unter ihnen US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Präsident Xi Jinping. Den Sicherheitsbehörden bereitet das Zusammenkommen dieser hochkarätigen Politiker auf engem Raum gewaltiges Kopfzerbrechen.

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