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Umwelt
Wie der Klimawandel die Gesundheit belastet

Das Schadenspotenzial für Gesellschaft, Wirtschaft und Natur steigt – das beweist eine deutschlandweite Studie der Bundesregierung. Stürme, starker Regen und Hochwasser, aber auch Trockenheit oder Hitzewellen nehmen zu.

Die Folgen des Klimawandels werden sich künftig in Deutschland verstärkt bemerkbar machen. Stürme, starker Regen und Hochwasser, aber auch Trockenheit oder Hitzewellen nehmen zu – was die Schäden für Gesellschaft, Wirtschaft und Natur in die Höhe treibt.

Das zeigt eine Vulnerabilitätsanalyse, die das Bundesumweltministerium gemeinsam mit 16 Bundesbehörden und - institutionen sektorübergreifend erstellt hat. Vulnerabilität meint die mögliche Verwundbarkeit Deutschlands durch den Klimawandel.

Die Zunahme der Anzahl heißer Tage ist das deutlichste Klimasignal, so die Botschaft der Studie. Mit möglicherweise erheblichen Auswirkungen für das deutsche Gesundheitssystem, weil die Hitzebelastung auf eine alternde Gesellschaft trifft. „Da rasen zwei Züge aufeinander zu“, so Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes, „der Klimawandel und der demografische Wandel.“

Infrastrukturen, die sehr große Sachwerte darstellen, können vor allem durch Extremwetterereignisse wie das Elbhochwasser 2013 schwer beschädigt werden. Erwartet wird auch eine Zunahme hitzebedingter Schäden an Straßen und Schieneninfrastruktur. Weitere Folgen sind Ernteausfälle oder eine erhöhte Waldbrandgefahr.

Das zeige, dass „wir bis 2050 nicht nur die Dekarbonisierung erreichen müssen“, also die Abkehr von fossilen Rohstoffen, sagte die parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, „sondern Deutschland auch klimasicher machen müssen“. Die Erkenntnisse der Studie will die Regierung nutzen, mögliche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln.

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