Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Umweltpolitik
Wie dreckig ist China?

In China schnürt der Smog den Menschen den Atmen ab. Nun will der Umweltsünder zum grünen Vorreiter werden. Vor dem Klimagipfel in Paris setzt sich Peking ambitionierte Ziele. Der Härtetest steht aber noch bevor.

PekingChina plant eine grüne Zukunft. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt soll auf einen nachhaltigen Wachstumspfad geführt werden. Die Umwelt soll geschützt und Ressourcen nicht mehr bedingungslos ausgebeutet werden. Das ist ein nobler Plan, und die Regierung hat bereits einige Schritte in die richtige Richtung unternommen. Aber die größte Belastungsprobe für Peking steht noch aus.

China hat sich vom Turbowachstum der vergangenen Jahre verabschiedet. „Neue Normalität“ nennt Präsident Xi Jinping das neue Modell. Mindestens 6,5 Prozent soll die Volksrepublik in den kommenden fünf Jahren wachsen, hat Xi angekündigt. Das ist deutlich weniger als in den Jahren zuvor, aber die Volksrepublik ist auch ein größeres Land und Wachstum lässt sich nur schwer über lange Zeit auf so hohem Niveau halten.

Wichtig ist jedoch die Frage, wie Peking reagiert, falls das Wachstum deutlich unter die Marke von 6,5 Prozent fallen sollte. Hier geht es nicht nur um Konjunkturprogramme. Sondern es geht auch um die Frage, wie wichtig eine ökologische Wende im Verhältnis zu wirtschaftlichem Wachstum ist. Hält die Zentralregierung ihre strengen Umweltvorschriften aufrecht, wenn das den Verlust vieler Arbeitsplätze bedeuten sollte?

In chinesischen Regierungskreisen wird diese Frage seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Schon jetzt wollen manche Wirtschaftsstrategen die Umweltvorschriften aufweichen, um China die Anpassungsphase nach dem Turbowachstum zu erleichtern.

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Wie dreckig ist China?

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Smogrekord in Shenyang

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