Zum Zukunft der Energie Special von Handelsblatt Online

Verleihung der Energy Awards
„Mach, was nie jemand vor dir gemacht hat“

Ballonfahrer und Solarflieger: Bertrand Piccard wurde als „Energizer of the Year“ geehrt. Die Energy Awards sind eine Innovations-Schau. Häuser produzieren Energie – und der Strom für das E-Auto fließt aus der Laterne.
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BerlinDer Prediger für die Energiewende. Diese Rolle nimmt Bertrand Piccard an diesem Abend ein. Sein hoch geschlossenes schwarzes Hemd passt optisch dazu – doch Piccard ist alles andere als nur ein Herr der mahnenden Worte. Der Schweizer ist ein Macher und ein Abenteurer: 1999 schaffte er die erste Nonstop-Weltumrundung im Ballon, im kommenden Jahr soll sein ausschließlich mit Sonnenkraft angetriebenes Flugzeug „Solar Impulse“ einmal um die Erde fliegen.

Piccard ist ein Energiewende-Pionier und wurde als solcher am Donnerstag bei der Verleihung der Energy Awards in Berlin ausgezeichnet. Der 56-Jährige nahm den Sonderpreis als „Energizer of the Year“ entgegen – und erklärte, warum es ihm so wichtig ist, es ohne fossilen Treibstoff um die Welt zu schaffen: „Wir brauchen die erneuerbaren Energien, aber wenn wir die Energie weiter so verschwenden, werden sie nicht ausreichen.“

Bei seinen Projekten trieben ihn nicht die Weltrekorde an. „Mach etwas zuerst, was nie jemand vor dir gemacht hat“, sagte Piccard. „Dann kann dich niemand jemals besiegen.“ Das gelte nicht nur für seine spektakulären Projekte, sondern auch in Politik und Wissenschaft.

Etwas zuerst machen – dazu hatten sich das Handelsblatt und General Electric entschlossen, als sie die Energy Academy initiierten. Einmal im Jahr werden von dem Think Tank, dem mittlerweile 200 Experten angehören, die Energy Awards verliehen. Nach der Premiere im vergangenen Jahr glückte nun im Berliner Museum für Kommunikation auch die zweite Auflage der Preisverleihung.

„Die Energy Academy ist in kurzer Zeit eine Marke geworden“, freute sich Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. Stephan Reimelt, Chef der deutschen Energiesparte von General Electric, erinnerte daran, bei allen organisatorischen Fragen der Energiewende die Innovationen nicht zu vergessen.

„Hochburg der Innovationen muss Deutschland bleiben“, so Reimelt. Große Innovationen konnten die rund 300 Gäste der Awards im Anschluss an die eröffnenden Worte erleben. In fünf Kategorien wurden die Gewinner ausgezeichnet.

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„Mach, was nie jemand vor dir gemacht hat“

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Wenn Straßenlaternen zu Zapfsäulen werden

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