Der Superjet 100 war die große Hoffnung der russischen Luftfahrtbranche. Doch der erste nach dem Zerfall der UdSSR in Russland entwickelte Passagierflieger machte vor allem durch Pannen und einen Absturz von sich reden. Mehr…
Der Superjet 100 des Flugzeugherstellers Suchoi galt als große Hoffnung der russischen Luftfahrtindustrie. Das Mittelstreckenflugzeug hat Platz für bis zu 100 Passagiere und kann Entfernungen zwischen 3200 und 4620 Kilometern zurücklegen. Zuletzt machte es allerdings vor allem negative Schlagzeilen.
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Der Superjet 100 ist ein zweistrahliges Regionalverkehrsflugzeug in Tiefdecker-Ausführung. Die Maschinen sollen in Russland die noch zahlreich eingesetzten Tupolew Tu-134 und Jakowlew Jak-42 ersetzen.
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Von Anfang an war der Superjet 100 aber auch für den westlichen Markt konzipiert. Dafür wurde unter anderem im Jahr 2001 ein Kooperationsvertrag mit dem amerikanischen Flugzeugbauer Boeing geschlossen.
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2006 bestellte Aeroflot als Erstkunde 30 Maschinen. Der Erstflug des Superjet 100 erfolgte im Mai 2008. 2011 führte Aeroflot den ersten Passagierflug durch.
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Im März 2012 musste die russische Fluggesellschaft dann jedoch schwerwiegende technische Probleme mit dem neuen Superflieger einräumen. Laut Aeroflot konnte nur ein Viertel der Maschinen im Flugbetrieb eingesetzt werden.
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Als Ursache der Schwierigkeiten wurden fehlende Ersatzteile und die Unzuverlässigkeit einzelner Komponenten angeführt. So musste ein Flug abgebrochen werden, weil sich die Klappen des Bugfahrwerks nicht schlossen.
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Auch ein Absturz mit Dutzenden Toten überschattete die Geschichte des Superjet 100: Im Mai 2012 prallte eine mit 45 Insassen besetzte Maschine bei einem Demonstrationsflug über Indonesien gegen einen Vulkan. Alle Menschen an Bord kamen ums Leben.
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Nach Auswertung von Flugschreiber und Stimmenrekorder wurde die Katastrophe auf menschliches Versagen zurückgeführt: Der Pilot hatte offenbar Kollisionswarnungen seiner Bordsysteme ignoriert.
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Erst vor wenigen Tagen musste die russische Luftfahrt erneut einen Rückschlag für ihr Prestigeobjekt hinnehmen: Wegen eines defekten Triebwerks musste ein Superjet 100 in der Ukraine notlanden müssen. Bei dem Flugzeug mit mehr als 90 Menschen an Bord war vor der Ankunft in der Schwarzmeer-Stadt Odessa ein Motor ausgefallen. Alle Insassen der aus Moskau kommenden Maschine blieben unverletzt.
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Doch trotz aller Negativschlagzeilen, auf der aktuellen Luftfahrtschau in Le Bourget bei Paris gehört der Superjet 100 zu den Publikumsmagneten.
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