Fair produzierte Handys, Alternativen zum Akku und kleine Solaranlagen für unterwegs. Die Grüne Bewegung hat auch im Bereich nachhaltige Gadgets für Schwung gesorgt. Einige innovative Beispiele. Mehr…
Der niederländische Mobiltelefonhersteller Fairphone hat seine Pre-Order-Kampagne für "faire Handys" gestartet. In den nächsten vier Wochen sollen die ersten 3.000 Mobiltelefone "fair" produziert werden. Wenn die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich ist, werden die ersten Handys im Herbst dieses Jahres an Käufer in ganz Europa ausgeliefert. Das erste Mobiltelefon von Fairphone wird konfliktfreie Mineralien, Zinn und Coltan aus der Demokratischen Republik Kongo enthalten und in einem Werk hergestellt, in dem ein eigens eingerichteter Fonds die Verteilung ordentlicher Löhne unter den Arbeitern sicherstellt. Fairphone will dabei Transparenz über seine Stückliste, Kostenaufschlüsselung und Hauptlieferanten bieten. Das Handy wird mit Dual-SIM-Funktion, einem austauschbaren Akku und einem WLAN-fähigen Betriebssystem ausgestattet sein. Unter Berücksichtigung der vollen Lebensdauer des Produktes ist Fairphone bestehenden E-Schrott-Recycling-Programmen beigetreten, hat ein Handy-Rückkaufprogramm eingeleitet und bietet Ersatzteile aller wichtigen Komponenten über seine Vertriebskanäle an.
Mit Changers können die Nutzer ihren Strom ganz einfach selber machen. Die ersten beiden Geräte des Starter-Kits sind der Solar-Akku „Kalhuofummi“ und das Solarmodul „Maroshi“. Das Solarmodul lässt sich einfach an einem Rucksack anbringen. Die Sonnenenergie wird in Strom umgewandelt und direkt in dem Akku gespeichert. Das kleine Gerät misst auch den Wert der eignen Energieproduktion und die damit verbundenen CO2-Speicherung. Er speichert die Daten und ordnet sie einer User-ID zu. Die Werte lassen sich dann im Changers-Account oder auf Facebook und Twitter hochladen.
Elektronische Lesegeräte sind enorm sparsam, aber nach ein paar tausend geblätterten Seiten geht auch dem Kindle von Amazon die Batterie leer. Wer sich den Gang zur Steckdose sparen möchte, kann seinen eigenen grünen Strom für den E-Reader herstellen: Das Solar Lighted Cover des US-Anbieters SolarFocus lädt tagsüber Sonnenstrom in eine eingebaute Batterie, die wiederum nicht nur den Kindle mit Strom versorgt, sondern auch eine eingebaute LED-Leselampe für die Nacht.
Die Idee, über eine Solarzelle das eigene Smartphone zu laden, haben die Designer KyuhoSong und Boa Oh ganz neu verpackt. Ihre Idee basiert auf einer runden Solarzelle, die unter einem Saugnapf angebracht ist. Mit dem lässt sich das Gerät einfach an ein Fenster anbringen. Die Rückseite des kreisrunden Geräts in den Farben weiß/grün bietet lediglich zwei Löcher, eben wie eine Steckdose. Dort hinein kann man dann auch jeden handelsüblichen Stecker schieben. Die Solarzelle auf der Rückseite versorgt dann den Verbraucher am anderen Ende, vorausgesetzt die Sonne hinter dem Fenster scheint.
Im Inneren der Fenster-Steckdose steckt eine Batterie mit 1000 Milliampere Leistung. Genug also, um das Handy mal ein wenig aufzuladen, für größere Stromfresser wie den Laptop reicht das Gerät allerdings nicht. Dazu ist auch die Solarzelle viel zu klein. Dennoch ist das Konzept beeindruckend: Zum einen sieht es wirklich gut aus, zum anderen ist es sehr einfach zu bedienen. Wann die kabellose Solarsteckdose allerdings auf den Markt kommt, ist bisher nicht bekannt, ebenso wie der Preis.
Nie wieder Akku leer: Mit dem Solar Changer Kit des US-Anbieter Voltaic haben Nutzer elektronischer Geräte immer ihr eigenes Kraftwerk dabei. Das Solarpanel speist einen Akku, der genug Leistung für Laptops, Tablets und Handys bereitstellen kann.
Heizen leicht gemacht: Die App Tado auf dem Smartphone erkennt ohne Zutun ob deren Besitzer als Letzter das Haus verlässt. Daraufhin sendet die App ein Signal an das Heizungsthermostat, worauf die Temperatur nach unten geregelt wird. Macht sich der Tado-Besitzer wieder auf den Weg nach Hause, wärmt sich die Wohnung auf die Wunschtemperatur auf. Auch nachts reagiert die App und reguliert die Temperatur wieder nach unten. Besonders charmant: Tado ist schlau. So lernt die Technik in den ersten Tagen wie schnell sich die Wohnung abkühlt und wie sich die Sonneneinstrahlung auf die Innenraumtemperatur auswirkt.
Das Sunrocket ist ein tragbarer Heißwasser-Kessel und eine 500 ml fassende Thermosflasche. Mit Hilfe einer Vakuum-Röhre, an der Solar-Panels angebracht sind, wird Sonnenenergie gebündelt. Diese erwärmt das Wasser in der Flasche. Die perfekte Alternative für Camper.
Dem myFC PowerTrekk genügt ein Löffel voller Wasser um den Handyakku mit frischer Energie zu versorgen. Dabei funktioniert das System ähnlich wie das einer Batterie: Unterschiedliche chemische Ladungen werden getrennt. Wenn man sie reagieren lässt, sie also zusammenführt, entsteht Energie. Das System erzeugt also Energie mittels einer Brennstoffzelle. Die Aufgabe der Ladungen übernimmt beim Powertrekk auf der einen Seite das Wasser, auf der anderen Seite ein kleiner Behälter mit einer Chemikalie. In einem grünen Gefäß von der Größe eines Brillen-Etuis werden die zwei Ladungen zusammengeführt, Energie fließt und der Handyakku lädt sich auf. Das System der Firma PowerTrekk soll bald auf den Markt kommen, jedoch zunächst in den USA und dort auch mit einem stolzen Einführungspreis von 229 US-Dollar (rund 175 Euro).
Bild: Pressebild
Solar-Tastatur
Drahtlos-Tastaturen sind praktisch, aber nicht unbedingt umweltfreundlich – alle paar Monate fallen ein paar leere Batterien für den Abfall an. Anders bei der Solar-Tastatur K760. Die Tastatur des schweizerischen Computerzubehör-Herstellers Logitech speist Sonnenlicht in einen eingebauten Akku. So müssen die Batterien nie gewechselt werden. Einmal Sonnetanken reicht angeblich für drei Monate Nutzung.
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