Schlecht schnitten auch die norwegischen Tunnel ab. Dies werde allerdings dadurch relativiert, da sie in der Regel wenig befahren sind, dadurch ein geringeres Unfallrisiko bestehe und Norwegen nach Japan die weltweit meisten Straßentunnel habe. Entsprechend hoch seien die Nachrüstungskosten.
Als Skandal wertete der ADAC, dass bei einem tödlichen Unfall im italienischen San-Martino-Tunnel im vergangenen September der Betreiber erst durch Handy-Anrufe von Autofahrern von den schrecklichen Geschehnissen erfahren habe. Besonders erfreulich sei das Abschneiden des Schweizer San-Bernardino-Tunnels. 1999 noch durchgefallen, wurde er für 240 Millionen Schweizer Franken modernisiert und konnte nun die Bestnote „sehr gut“ einheimsen.
Um die ab 2014 geltenden europäischen Mindeststandards für die Tunnel-Sicherheit zu erfüllen, müssten sieben Milliarden Euro ausgegeben werden - 570 Millionen davon in Deutschland.
Binnen zehn Jahren hat der ADAC mit seinen Partnern 325 Tunnel getestet, 40 davon in Deutschland.
