Ohne Virenschutz sollte niemand online gehen. Private Nutzer können auf kostenlose Virenprogramme zurückgreifen, doch neben der herkömmlichen Schutzsoftware gibt es sogar Programme, die vor Schädlingen schützen – bevor Dateien aus dem Netz geladen werden. Eine sinnvolle Ergänzung für herkömmliche Produkte.
Viren, Würmer, Trojaner: Aus dem Netz droht bekanntlich so manches Unheil. Darum ist ein solider Virenschutz unverzichtbar, zumindest auf Windows-Rechnern. Der Handel bietet Dutzende von Virenschutzprogrammen, die für relativ wenig Geld virtuelle Schädlinge abwehren, Spyware enttarnen oder Phishing-Attacken abblocken. Doch es gibt auch einige kostenlose Lösungen. Sie sollen dafür sorgen, dass auch private Nutzer ihre Rechner schützen.
Die vielleicht bekannteste Schutzsoftware ist „Antivir“ vom deutschen Softwarehersteller Avira, die jeder unter » www. avira.de auf den PC laden kann. Einmal installiert, bietet die „Personal-Edition-Classic“ einen durchaus soliden Virenschutz für Privatnutzer. Das Programm kennt alle aktuellen Viren und Würmer und spürt diese auf Knopfdruck auf der Festplatte auf. Hat Antivir Schädlinge gefunden, kann sie diese auch unschädlich machen.
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Antivir erkennt mitunter auch auffälliges Verhalten und bemerkt, wenn sich Viren oder Würmer im Speicher festsetzen sollten. Die Bedienung von Antivir ist komfortabel, das Programm arbeitet recht schnell. Allerdings ist der Schutz nicht umfassend. So erkennt Antivir zum Beispiel weder per E-Mail eintrudelnde Schädlinge, da der Posteingang nicht überwacht wird, noch verhindert die Software, dass der eigene PC selbst Viren oder Würmer per E-Mail verschickt. Auch Spyware wird nicht erkannt.
Diese und andere durchaus sinnvolle und nützliche Funktionen sind der kostenpflichtigen Version vorbehalten. Das ist nicht zu kritisieren, man muss es nur wissen. Die kostenlose Version von Avira leistet zweifellos ordentliche Arbeit und eignet sich hervorragend, um einen Rechner auf virtuelle Schädlinge zu untersuchen, Rundumschutz, wie man das von einigen Kaufprogrammen gewohnt ist, wird aber nicht geboten.
Ein anderer Virenscanner zum Nulltarif ist Bitdefender. Die so genannte Free Edition gibt es unter » www.bitdefender.de. Anders als Antivir verfügt Bitdefender allerdings nicht über eine deutschsprachige Benutzeroberfläche, überzeugt dafür aber durch exzellente Erkennungsraten.
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein praktisches Plugin.
Auf der Suche nach kostenlosen Virenschutzprogrammen bin ich aber auch über ein praktisches Plugin gestoßen, das Viren und Würmer und Dateien aufspürt, noch bevor sie auf dem eigenen Rechner landen. Eine charmante Idee, denn was erst gar nicht im PC ankommt, das kann auch keinen Schaden anrichten.
Das kostenlose Plugin „Dr. Web Antivirus Link Checker“ wird in den Browser integriert. Unter » lifehacker.com gibt es die nötige Erweiterung für Internet Explorer, Firefox und Opera. Einmal installiert, verfügt das Kontextmenü des Browsers über die zusätzliche Funktion „Scannen mit Dr. Web“. Wer nun eine Datei sicher aus dem Web laden möchte, klickt den gewünschten Link mit der rechten Maustaste an und wählt die Scann-Funktion des Sicherheitsprogramms. Dieses überprüft dann automatisch, ob der Inhalt des Links in Ordnung ist. Das wird direkt im Web vom Netzrechner erledigt – also ohne die zu Daten auf den eigenen PC zu holen.
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Der Dr.-Web-Rechner erhält die Adresse des zu prüfenden Inhalts, holt die Datei ab und lässt die üblichen Testverfahren darüber laufen. Gibt es keine Beanstandung, erklärt das System die Datei für „clean“. Diese lässt sich dann wie üblich herunterladen. Anderenfalls gibt es einen Warnhinweis. Die Idee ist so gut, dass ich mich frage, wieso die Hersteller von Virenschutzprogrammen noch nicht darauf gekommen sind. Denn das wäre zweifellos eine gute Ergänzung für die einschlägig bekannten Schutzprogramme.


