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16.05.2008 
Strategien

Effektives CO2 Management

von Edeltraud Günther, Martin Nowack und Gabriel Weber, TU Dresden

Durch den Klimawandel entstehen Risiken für Unternehmen durch veränderte Ökosysteme aber auch durch zunehmende klimapolitische Maßnahmen. Die entscheidende Frage dabei: Wie können die verschiedenen Stakeholder in das CO2 Management involviert werden?

DRESDEN. Eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des CO2 Managements ist der Einbezug des gesamten Unternehmens. Doch wie kann Unterstützung der Belegschaft für ein proaktives Klimahandeln erreicht werden? Ein guter Weg ist beispielsweise die Mitarbeiterausbildung. So führt der Handelskonzern Karstadt spezielle Mitarbeiterschulungen durch, um Verbrauchern fachgerechte Auskünfte zur Energieeffizienz von Produkten zu geben.

Diese Initiative wurde von der Deutschen UNESCO im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. In den USA gewährt der Suchmachinenbetreiber Google Mitarbeitern, die sich für ein Hybrid-Auto entscheiden einen Investitionszuschuss von bis zu 5000 Dollar. In Europa schenkte Google seinen Mitarbeitern ein Fahrrad. Solche Aktivitäten dienen dem Klimaschutz und erhöhen gleichzeitig die Attraktivität des Unternehmens für neue Mitarbeiter. Für viele Absolventen ist die soziale und ökologische Verantwortung ein wichtiges Kriterium bei der Wahl zukünftiger Arbeitgeber.

Neben dem Einbezug von Mitarbeitern ist auch das Bekenntnis zu einer bestimmten Klimapolitik besonders aussichtsreich. Hierfür können die Entscheider zunächst abwägen, welche Folgen mögliche Klimapolitiken auf das Unternehmen haben. So bietet beispielsweise der Emissionshandel für viele Banken neue Geschäftsoptionen. Im Sinne einer erfolgreichen Klimastrategie sollten sich die Unternehmen zum Beispiel mit Hilfe der Szenario-Technik die verschiedenen Politikoptionen bewusst machen und entscheiden, welche am meisten der eigenen Geschäftsstrategie nützt.

Ziel vieler Unternehmen ist es, bei Gesetzgebungsprozessen beteiligt zu sein. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei der Energiekonzern Vattenfall ein. Einerseits war der schwedische Staatskonzern aktiv an der Gründung an Klimainitiative Combat Climate Change beteiligt. Andererseits berät Vattenfall-Chef Josefsson die Bundesregierung im Politikfeld Klimaschutz.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Externe Beziehungen

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