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16.12.2007 
Darüber spricht das Netz

Die Games-Branche boomt wie nie

von Jens Schröder

Neue Rekordzahlen befügeln die Videospielebranche: In den USA wachsen die Umsätze um 52 Prozent, in Deutschland um 25 Prozent. Unterdessen tritt Microsoft in den Kampf der Online-Office-Anwendungen ein, während Googles Angriff auf die Wikipedia für geteilte Meinungen sorgt. "Darüber spricht das Netz" - jede Woche bei handelsblatt.com.

Halo 3 - hier die Figur "Master Chief" bei der Präsentation - ist das erfolgreichste Videospiel des Jahres. Foto: dpaLupe

Halo 3 - hier die Figur "Master Chief" bei der Präsentation - ist das erfolgreichste Videospiel des Jahres. Foto: dpa

Neue Rekordzahlen überall. Videospiele werden international immer mehr zu der Freizeitbeschäftigung, für die die Menschen das meiste Geld ausgeben - und damit zur Paradebranche der Unterhaltungsindustrie. Allein im November wurden in den USA 2,63 Mrd. US-Dollar mit den Games umgesetzt - unglaubliche 52 Prozent mehr als 2006. Mit 13,12 Mrd. Dollar liegen die Umsätze von Januar bis November bereits über denen des gesamten Jahres 2006 - und der durch das Weihnachtsgeschäft besonders starke Dezember kommt noch hinzu. Passend dazu haben die US-Marktforscher der NPD Group herausgefunden, dass inzwischen 63 Prozent der US-Bürger Videospiele spielen. Games verkaufen sich inzwischen sogar besser als DVDs. "Halo 3", das erfolgreichste Videospiel des Jahres verkaufte in den USA mehr Exemplare als die stärkste DVD "Shrek 3" - und das trotz des wesentlich höhreren Preises.

Am meisten profitieren konnte von diesem Boom über das ganze Jahr gesehen Nintendo. Mit der Wii-Konsole und dem tragbaren Nintendo DS setzten die Japaner frühzeitig auf Spiele für jedermann - und nicht so sehr auf Nachschub für Hardcore-Gamer wie aufwändige 3D-Shooter oder komplizierte Rollenspiele. Für Deutschland liegen zwar noch keine genauen Zahlen vor, doch auch hierzulande dürfte das Jahr 2007 abseits der populistischen Killerspieldiskussion signifikante Anstiege für die Branche bringen. Eine Prognose des BVS (Bundesverband des Spielwareneinzelhandels) für das Jahr 2007 sprach im November von einem Umsatzplus für Videospiele und Konsolen von etwa 25 Prozent auf etwa 1,2 Mrd. Euro.

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