Das Blog "Silicon Alley Insider" listet im "SAI 25"-Ranking ab sofort die wertvollsten Internet-Start-Ups auf. Erste Gewinner: Facebook, Wikipedia und Craiglist. Unterdessen wurde der religiöse YouTube-Klon GodTube mit einem großen Geldsegen bedacht und in den USA wurden die jährlichen Webby-Awards verliehen. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".
Henry Blodget, Mitbegründer des populären Technik-Wirtschaftsblogs "Silicon Alley Insider", hat eine neue Spielerei gestartet: In der regelmäßig aktualisierten "SAI 25"-Liste führt Blodget ab sofort die wertvollsten Start-Ups der Netz-Branche auf. Natürlich ist es schwierig, nicht an der Börse gehandelte Unternehmen zu bewerten, doch Spaß machen solche Listen dennoch immer wieder. Auf Platz 1 der "SAI 25" steht Facebook, von Blodget mit einem Wert von 9 Milliarden US-Dollar bewertet, dahinter folgen Wikipedia (7 Milliarden Dollar) und Craigslist (5 Milliarden). Wie theoretisch die Zahlen sind, zeigt der Wert der Wikipedia, hinter der ja weder ein Unternehmen noch irgendwelche kommerziellen Interessen stehen. Und wie immer bei solchen Listen, die sich nicht auf harte Fakten berufen, entsteht eine hitzige Diskussion über Sinn und Unsinn. Weitere international bekannte Firmen im Ranking sind Firefox-Hersteller Mozilla (4 Milliarden Dollar), LinkedIn (1,3 Milliarden) und Second-Life-Entwickler Linden Lab (1,1 Milliarden).
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Ist das die neue Internet-Blase, die unaufhörlich wächst? YouTube-Klon GodTube, der sich auf christliche Videos spezialisiert hat, bekommt vom Hedge-Fond GLG Partners eine Finanzspritze von unglaublichen 30 Millionen US-Dollar. Der Wert der Plattform wurde demnach mit 150 Millionen Dollar beziffert. Zwar haben die Marktforscher von Compete GodTube im August 2007 als Video-Website mit den höchsten Nutzerzuwächsen benannt, doch seitdem gingen die Nutzerzahlen zurück und stagnieren seit Jahresbeginn. Ob neben dem eventuellen kommerziellen Potenzial womöglich auch politische Gründe eine Rolle bei der Finanzspritze gespielt haben, bleibt ungeklärt. Investor GLG will sich nicht zu der neuen Beteiligung äußern.
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"The only award show for Internet sites that matters", hat die "Los Angeles Times" geschrieben. Und ganz so Unrecht hat sie damit wohl nicht, den kein Internet-Preis wird im Netz so beachtet wie der Webby-Award, der am Dienstag in über 70 Kategorien verliehen wurde. Zu den populärsten Gewinnern gehören Al Gore, David Bowie und Prince, die jeweils Webbys für ihr Lebenswerk bekommen haben, sowie Late-Night-Moderator Stephen Colbert als "Person of the Year". Als bestes politisches Blog wurde die "Huffington Post" ausgezeichnet, in der Community-Kategorie siegte Flickr, bestes Magazin wurde "National Geographic" und als beste News-Website wurde die "New York Times" geehrt.
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» Die komplette Liste aller Kategorien, Nominierten und Gewinner
» Mashable blickt auf die Gewinner in den Social-Media-Kategorien
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Weitere Themen der Woche im Schnelldurchlauf:
Wie erwartet hat das neue Videospiel "Grand Theft Auto IV" (GTA IV) einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Allein am ersten Tag wurden laut Hersteller » Take Two Interactive weltweit 2,6 Millionen Exemplare des Spiels verkauft - ein Umsatz von etwa 300 Millionen US-Dollar. In der ersten Woche kamen 6 Millionen Exemplare zusammen, ein Wert von 500 Millionen US-Dollar.
Spielzeug-Hersteller » Lego entwickelt ein eigenes Multiplayer-Internet-Game. Im "Lego Universe" können sich Mitspieler mit selbst erstellten Legofiguren in Umgebungen der echten Welt aufhalten, miteinander kommunizieren, Gebäude aus virtuellen Legosteinen erbauen und vieles mehr. Mit anderen Worten: Ein Second Lego.
Nach Google
Earth und Google
Sky plant der Internet-Multi nun auch » Google
Ocean. Gemeinsam mit angesehenen Experten entsteht derzeit ein Tool, das dieselben Funktionen bieten soll, die von Google
Earth und Google
Sky bekannt sind. Nutzer können sich die Topographie der Ozeane anschauen, bestimmte Ort unter Wasser entdecken und vieles mehr. Wann Google
Ocean veröffentlicht wird, steht allerdings noch nicht fest.
Twitter will den aufkommenden Spam auf der Plattform ab sofort damit bekämpfen, Accounts von offensichtlichen Spammern ohne Warnung zu löschen. Durch die steigende Popularität des Dienstes hatte sich das Problem mit Nutzern, die » Twitter nur für nervende und aufdringliche Werbung nutzen, deutlich verstärkt.
Das grandiose » Internet Archive hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Auf einer Extra-Seite des Angebots, das hauptsächlich existiert, um Websites zu konservieren, indem sie in regelmäßigen Abständen Kopien der Seiten auf eigenen Servern ablegt, wurde das Live-Programm der TV-Sender ABC, BBC, CBS, CNN, Fox und NBC vom 11., 12. und 13. September 2001 abgelegt - den Tagen des 9/11-Dramas also. Nichts ist eindrucksvoller, als die Berichterstattung im Original noch einmal miterleben zu können.
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Youtube-Commercial der Woche
Die Fußball-EM naht, da stehen natürlich auch alle großen Sportartikelhersteller mit neuen Werbespots parat, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Der erste Sieger im Internet steht bereits fest: Guy Ritchies » Werbefilm für Nike wurde in dieser Woche weltweit massiv in den Blogs verlinkt.
Der Gaga-Link der Woche
Was wäre die Welt ohne Menschen mit zu viel Freizeit. Ohne sie würden wir beispielsweise nie in den Genuss von zirkusreifen Kunststücken wie denen im » folgenden Film kommen. Aber Vorsicht: Nicht nachmachen, das ist nur etwas für professionelle Anzieher:

