Google hat zwei neue Dienste gestartet, die weltweite Internet-Nutzerzahlen ausweisen. Yahoo hat unterdessen ganz andere Probleme: mit weiteren prominenten Abgängen. Und Atari
setzt sich mit Zensurwünschen in die Nesseln. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".
Nun steigt Google auch noch in die Medienforschung ein. Mit zwei neuen Diensten bietet der Internet-Multi Werbekunden und Privatleuten die Möglichkeit, Nutzerzahlen von Websites miteinander zu vergleichen. An jedermann richtet sich "Google Trends for Websites". Sogar für einzelne Staaten und einzelne Bundesländer werden dort Internet-Einschaltquoten angezeigt. Zwar gibt es auch Kritik für den neuen Dienst, der ein direkter Angriff auf Platzhirsche wie Nielsen oder comScore ist, doch gerade für große Websites sind die Zahlen durchaus realistisch. Wie Google auf die Zahlen kommt, verrät das Unternehmen nicht genau. Sie kämen aus verschiedenen Quellen und würden nach einem geheimen Algorithmus errechnet. Der zweite neue Dienst, der "Google AdPlanner", richtet sich an Agenturen und Werbungtreibende. Sie bekommen die Nutzerzahlen aus "Google Trends for Websites" noch genauer aufbereitet, erfahren sogar etwas über Altersstrukturen der jeweiligen Besucher. Die Konkurrenz gibt sich noch gelassen, hierzulande z.B. auch AGOF und IVW, doch beobachten wird sie die neuen Google-Dienste bestimmt. Mit einem zweiten Platz hat sich Google schließlich bisher selten zufrieden gegeben.
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Der Brain Drain bei Yahoo nimmt besorgniserregende Formen an. Die neuesten Abgänge aus der Kreativabteilung des Unternehmens sind die Flickr-Gründer Caterina Fake und Stewart Butterfield, sowie der Entwickler des Bookmark-Dienstes del.ico.us, Joshua Schachter. "It has been a very bad time for Yahoo! recently, and things are only getting worse", bilanziert TechCrunch. Außerdem veröffentlicht das Blog eine beeindruckend lange Liste von führenden Yahoo-Mitarbeitern, die in der jüngeren Vergangenheit die Firma verlassen haben. 114 Namen finden sich inzwischen darauf. Mittlerweile gibt es sogar den "yahoorezinr" (Yahoo Resigner), eine lustige Website, auf der Yahoo-Mitarbeiter per Formular automatisch kündigen können.
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Guardian.co.uk berichtet über den Abgang der Flickr-Gründer
TechCrunch vermeldet Joshua Schachters Kündigung
Für internationale Schlagzeilen hat ein Angriff des Videospieleherstellers Atari
auf die Pressefreiheit gesorgt. Mit anwaltlichen Einschüchterungsversuchen wollte das Unternehmen u.a. das deutsche Online-Magazin "4Players" dazu bringen, negative Kritiken zum Horror-Spiel "Alone in the Dark" zu löschen. "4Players" sah sich mit Anschuldigungen konfrontiert, man habe eine illegal heruntergeladene Version des Spiels getestet und auch sonst wären "die Standards, die für Warentests gelten" missachtet worden. Nachdem der "4Players"-Chefredakteur die Aufforderung einer Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung durch Ataris
Anwälte veröffentlicht hatte und weltweit berichtet wurde, ruderte der Spielehersteller zurück. Die Differenzen seien in einem persönlichen Gespräch in beiderseitigem Einvernehmen überwunden worden. Der Fall Atari
ist allerdings nur der Gipfel einer besorgniserregenden Entwicklung: Immer wieder werden von Spieleherstellern Versuche auf Einflussnahme unternommen, nur die wenigsten davon gelangen wohl an die Öffentlichkeit.
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4Players: Atari
kontra Pressefreiheit
href="http://www.heise.de/newsticker/Atari-nimmt-alle-Anschuldigungen-gegenueber-4Players-zurueck
- -/meldung/109981/from/rss09" target="_blank" class="icoWebLinkB"> Atari
nimmt alle Anschuldigungen zurück

