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28.11.2008 
Darüber spricht das Netz

Kommt 2009 das Microsoft-Handy?

von Jens Schröder

Microsoft könnte nach verschiedenen Berichten bereits Anfang 2009 in den Handy-Markt einsteigen und damit Apple und Google Konkurrenz machen. Unterdessen halten die Terroranschläge in Bombay das Netz in Atem und eine gescheiterte Twitter-Übernahme durch Facebook sorgt für Gesprächsstoff. – „Darüber spricht das Netz“ – jeden Freitag bei „Handelsblatt.com“.

Dreht sich demnächst auch bei Microsoft alles ums Handy? Foto: dpaLupe

Dreht sich demnächst auch bei Microsoft alles ums Handy? Foto: dpa

Apple verkauft Telefone, Google hat eins entwickelt, wer fehlt da eigentlich noch? Richtig, Microsoft. Doch das könnte sich das bald ändern. Laut verschiedenen Berichten soll der Software-Gigant bereits im Januar oder Februar ein eigenes Smartphone vorstellen. Jim Goldmann von CNBC behauptet z.B., aus sicheren Quellen gehört zu haben, dass Microsoft mit Hilfe der vor einigen Monaten erworbenen Tochter Danger Inc, einen Telefon-Ableger der MP3-Player-Reihe Zune entwickelt. Danger Inc. hatte in der Vergangenheit unter anderem das in den USA populäre Sidekick-Telefon hergestellt.

Vorgestellt werden könnte das unter dem Projektnamen „Pink“ laufende MS-Telefon entweder bei der Consumer Electronic Show im Januar oder der 3GSM-Konferenz im Februar. Nach anderen Berichten soll auch Technik des Chipherstellers Nvidia eine Rolle bei der Neuentwicklung spielen. Skeptiker schreiben zwar, dass Microsoft kein eigenes Telefon auf den Markt bringen könne, da man damit Lizenzkunden des Windows-Mobile-Betriebssystems verärgern würde, doch im Blog „Silicon Alley Insider“ werden dieser Skepsis einige gewichtige Argumente entgegengesetzt: Das Geschäft mit einem eigenen Telefon, einem zugehörigen Software-Shop und dem zusätzlichen Suchmaschinen-Traffic könnte die schwindenden Windows-Mobile-Umsätze locker ausgleichen.

Internet-Links

Die Terror-Anschläge von Bombay halten das Netz in Atem. Und wie bei ähnlichen Großereignissen der jüngeren Vergangenheit spielen auch diesmal die neuen Medienformen eine starke Rolle. Bevor das Fernsehen und die journalistischen Internet-Medien erste Berichte lieferten, waren Twitter-Nutzer längst informiert. Breaking-News-Dienste und indische Augenzeugen berichteten als erste über den Kurzmitteilungsdienst. Kure Zeit später gab es erste Bilder bei Flickr und Videos bei YouTube. Euphorisch sprechen die einen nun wieder von einer Medien-Revolution, skeptisch die anderen von schlechten Quellen, denen man nicht immer vertrauen könne.

„Forget CNN“ bloggte Michael Arrington von „TechCrunch“ und behauptete überzeugt, dass er in solchen Fällen nur noch Twitter anschalte, statt Nachrichten-TV-Sender. Richtig liegt Arrington damit, dass Twitter zu einer wichtigen Quelle für Breaking News geworden ist. Nirgends können Nachrichten so schnell und kompakt für ein großes Publikum verbreitet werden, wie dort. Aber: Für komplexe Zusammenhänge, die über kurze Fakten hinausgehen, taugt Twitter nicht. Hier sind Fernsehsender und professionelle journalistische Websites, denen man mehr vertrauen kann, weil sie eine langjährige Tradition haben, weiterhin die Nummer 1 und Twitter, Flickr und Co. allenfalls eine Ergänzung.

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