US-Blog TechCrunch sorgt mit der Idee eines ultra-einfachen Internet-Computers für Aufsehen, Amazon sorgt mit dem Ausfall seines S3-Dienstes für Verärgerung und Google sorgt mit dem Launch von Knol für Diskussionen. „Darüber spricht das Netz“ – jeden Freitag bei „Handelsblatt.com“.
Werden die Blogger von TechCrunch jetzt auch noch zu Hardware-Entwicklern? Die Idee klingt zumindest gut und hat für viel Aufsehen und Tausende Blog-Kommentare gesorgt: Gemeinsam mit interessierten Lesern, die dazu beitragen wollen, soll ein extrem einfach zu bedienender Computer entwickelt werden, auf dem lediglich der Browser Firefox und das Kommunikations-Tool von Skype laufen sollen. Ohne lästigen Bedienungsaufwand, einschalten und lossurfen. Das „Web Tablet“ soll so groß und dünn sein wie ein MacBook Air, über einen Touchscreen wie ein iPhone verfügen und möglichst nur 200 Dollar kosten. Angesichts des gigantischen Feedbacks und der spannenden Diskussion wäre es sehr erstaunlich wenn das „Web Tablet“ nicht direkt oder zumindest durch einen von der TechCrunch-Idee inspirierten Hardware-Hersteller Wirklichkeit werden würde. Angesichts der Erfolge von EEE PC, iPhone und iPod Touch wäre ein solcher Computer wohl ein sicherer Verkaufs-Hit.
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Ein Ausfall des „Amazon Simple Storage Service“ (S3) hat vor einigen Tagen viele Web-Services und Start-Ups für mehrere Stunden ausgeschaltet. S3 bietet aufstrebenden Entwicklern und Internet-Firmen für sehr wenig Geld Serverplatz und Bandbreite. Unter den Kunden, die S3 nutzen befinden sich beispielsweise Twitter, Plurk, Posterous.com, Smugmug.com und Slideshare.net. All diese Dienste fielen stundenlang aus oder hatten Probleme. So lagert Twitter z.B. alle Nutzerporträts auf den Amazon-Servern. Während des Ausfalls war Twitter somit sehr textlastig und sorgte für Fehlermeldungen. Amazons Versprechen der Ausfallsicherheit konnte also nicht gehalten werden – hitzige Diskussionen und verärgerte Kunden folgten.
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Für viele Diskussionen in den internationalen Blogs sorgte natürlich auch der Launch von Googles neuem Wikipedia-Angreifer Knol, in dem jedermann Artikel zu allen möglichen Themen veröffentlichen kann (Handelsblatt.com berichtete). Die ersten Meinungen sind nicht allzu euphorisch. Zwar wird die Tatsache gelobt, dass - anders als in der Wikipedia – geschriebene Artikel nicht von beliebigen Menschen verschlimmbessert warden können – andererseits sehen viele Blogger Knol nur etwas abfällig als “Wikipedia-for-cash project” an. Zudem geht man davon aus, dass Tausende Spammer und Suchmaschinen-Optimierer schon daran sitzen, Knol für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zumindest für Google könnte sich Knol aber auszahlen, denn, so “Mashable”: „Meanwhile, Knol could still be a huge traffic generator for Google and steal visitors from Wikipedia if it’s integrated in search results – something Google has not been shy about doing with other properties like YouTube.”
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