Interessante News von Last.FM: Die Möglichkeit, sich komplette Musikstücke anzuhören sorgt dort für steigende Verkaufszahlen. Auch bei MySpace Music gibt es Neuigkeiten - ebenso wie bei Flickr. Dort ist die neue Video-Funktion an den Start gegangen. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".
Erfolg für Last.FM: Der vor einigen Wochen gestartete Service, viele Musikstücke kostenlos und in voller Länge zu hören hat offenbar den gewünschten Effekt: Nach Unternehmensangaben sind die Download- und CD-Verkäufe über den Partner Amazon um 119 % angestiegen. Zwar hat der Anstieg auch mit einer Vielzahl neuer Last.FM-Nutzer zu tun, doch auch die Alt-Mitglieder haben nach dem Start der neuen Funktion wesentlich mehr Musik über Last.FM gekauft als zuvor. Ein schönes Indiz dafür, dass Fans eben doch bereit sind, für Musik zu bezahlen und sich nicht damit zufrieden geben, alles kostenlos hören zu können.
Internet-Links
» Meldung im Musik-Technologie-Blog Hypebot.com
» Das Blog last100 findet den Last.FM-Erfolg nicht sehr überraschend
Der MySpace-Musik-Download-Shop nimmt Formen an. Nachdem drei der vier Majors dabei sind - einzig EMI ziert sich noch - soll MySpace Music in Kürze starten. Doch das geplante Unternehmen sorgt bereits vor dem Start für Unruhe und Kritik. Grund: Die drei Majors SonyBMG, Universal und Warner sind per Joint Venture direkt an MySpace Music beteiligt. Vor allem die unabhängigen Plattenfirmen sehen darin eine Gefahr und klare Benachteiligung. Nicht nur mangelnde Chancengleichheit wird befürchtet, auch die Tatsache, dass die Majors dann indirekt an der Musik der Indies verdienen, sehen sie als befremdlich an. Zumal der große Erfolg von MySpace bei Musikfans in aller Welt zu großen Teilen den Abertausenden Künstlern und Bands zu verdanken ist, die keinen Vertrag bei einem der Majors haben. Noch laufen Gespräche zwischen den Indies und MySpace Music und wenn das Unternehmen klug ist, wird es sich das Verhältnis zu den unabhängigen Musikmachern nicht zerstören.
Internet-Links
» MySpace Music - 5 Winners & 5 Losers - bei Hypebot.com
» Offener Brief des Indie-Digital-Distributors The Orchard an MySpace Music
Gleich zwei nützliche neue Features hat Foto-Community Flickr an den Start gebracht. Neben der angekündigten Video-Funktion ("Darüber spricht das Netz" berichtete) gibt es nun auch einen "Friend Finder". Sinn und Zweck des Tools: Das eigene E-Mail-Konto lässt sich mit der Flickr-Datenbank vergleichen. So finden sich womöglich Freunde oder Bekannte, von dessen Flickr-Account man noch gar nichts wusste. Die neue Video-Funktion sorgt dagegen für Kritik. Einige Blogger bemängeln die lediglich rudimentären Features, so lassen sich beispielsweise lediglich 90 Sekunden lange Videos hochladen. Doch Flickr will eben keinen YouTube-Konkurrenten aufbauen, sondern seinen Nutzern lediglich ermöglichen, kleine eigenproduzierte Videos auf ihre Flickr-Seiten zu stellen. Mit der Beschränkung auf 90 Sekunden sind größere Verstöße gegen Urheberrechte von vornherein ausgeschlossen. 4.000 Flickr-Nutzer haben sich zudem in einer "No Video on Flickr"-Gruppe zusammengeschlossen. Die etwas bizarr anmutenden Forderungen: "We all joined Flickr because of its dedication to photography and photographers, and we want Flickr to remain true to this dedication. It is our request that this feature and addition to Flickr be removed."
Internet-Links
» ReadWriteWeb berichtet über den neuen Friend Fiender
» Positive Flickr-Video-Kritik bei TechCrunch
» Ausführlicher Bericht bei Webware
» Das Wired-Blog underwire schreibt über die Revolte der Flickr-Video-Gegner
Lesen Sie weiter auf Seite 2: Der Schnelldurchlauf
Weitere Themen der Woche im Schnelldurchlauf:
Nochmal MySpace: Das zu Rupert Murdochs News Corp gehörende Unternehmen hat einen Vertrag mit dem » Rechtehändler Shine Group - geführt von Murdoch-Tochter Elizabeth - geschlossen. Der Vertrag sieht vor, die von MySpace produzierten Fernsehserien in alle Welt zu verkaufen. Ob dieser Versuch, Internet-TV ins normale Fernsehen zu bringen, ein großer Erfolg wird, bleibt abzuwarten. In den USA sind die MySpace-Serien wie "Quarterlife" im herkömmlichen Fernsehen teilweise dramatisch gefloppt.
Ein neues an einer US-Universität entwickeltes » Komprimierungsverfahren könnte den Konsum von Musik ein weiteres Mal revolutionieren: Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Musikdateien auf ein Tausendstel normaler MP3s zu verkleinern. Auf einen 80 Gigabyte großen iPod würden dann 20 Millionen Songs passen. Zum Vergleich: Amazon bietet in seinem Download-Shop derzeit nicht einmal 5 Millionen Songs an.
Software-Hersteller » Adobe , der zuletzt bereits mit der Online-Version der Bildbearbeitung Photoshop für Schlagzeilen sorgte, hat ein weiteres neues Produkt veröffentlicht: den Adobe Media Player. Das Tool, derzeit verfügbar für Windows-Rechner und Macs, spielt Videos ab und soll die Nutzer über Partnerkanäle ständig auf neue Clips stoßen. Zu den Partnern gehören derzeit u.a. CBS, MTV und Universal. Die Nutzer können den Player aber mit Hilfe von RSS-Feeds auch selbst mit neuen Kanälen bestücken. Zwar gibt es bereits ähnliche Tools, teilweise auch mit besserem Konzept (z.B. Miro), doch der Name Adobe wird sicher trotzdem für viele Nutzer sorgen.
Peinlicher Vorfall beim Musik-Major SonyBMG. Die französische Tochter des Unternehmens wurde » verschiedenen Berichten zufolge dabei ertappt, raubkopierte Software auf ihren Servern zu benutzen. Aufgeflogen ist das, als ein Mitarbeiter der IT-Abteilung beim Softwarehersteller PointDev eine von Raubkopierern genutzte Lizenznummer angab. Für ein Unternehmen, das eine weltweite Kampagne gegen Piraterie führt, kann es wohl kaum etwas Peinlicheres geben.
Eine Gewinnspanne von 13 Millionen Prozent wünscht sich wohl jeder Geschäftsmann. Der Software-Entwickler Chris Clark hat diesen traumhaften Gewinn mit einem Geschäft erzielt: Er verkaufte die Domain » Pizza.com, die er vor 14 Jahren für die Gebühr von 20 US-Dollar registriert hatte für traumhafte 2,6 Millionen Dollar. Über den Käufer ist derzeit noch nichts bekannt.
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Youtube-Commercial der Woche:
Okay, wir geben zu: ein echter Werbespot ist das folgende Video nicht. Doch wir wollten Ihnen den momentan im halben Internet verlinkten Ausschnitt aus der Serie "South Park" dennoch nicht vorenthalten. In ihm gibt es ein überaus amüsantes Wiedersehen mit einigen der größten » YouTube-Sternchen der vergangenen Monate und Jahre:
Der Gaga-Link der Woche:
Böses, böses Internet. Vor einigen Jahren hätte sich folgender Fußballer nach » dieser Aktion zwar in seiner ungarischen Heimat nicht mehr blicken lassen können, doch heutzutage lacht die ganze Welt über ihn:


