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11.04.2008 
Darüber spricht das Netz

Kostenlose Musik sorgt für steigende Umsätze

von Jens Schröder

Interessante News von Last.FM: Die Möglichkeit, sich komplette Musikstücke anzuhören sorgt dort für steigende Verkaufszahlen. Auch bei MySpace Music gibt es Neuigkeiten - ebenso wie bei Flickr. Dort ist die neue Video-Funktion an den Start gegangen. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".

Last.fm freut sich über steigende VerkaufszahlenLupe

Last.fm freut sich über steigende Verkaufszahlen

Erfolg für Last.FM: Der vor einigen Wochen gestartete Service, viele Musikstücke kostenlos und in voller Länge zu hören hat offenbar den gewünschten Effekt: Nach Unternehmensangaben sind die Download- und CD-Verkäufe über den Partner Amazon um 119 % angestiegen. Zwar hat der Anstieg auch mit einer Vielzahl neuer Last.FM-Nutzer zu tun, doch auch die Alt-Mitglieder haben nach dem Start der neuen Funktion wesentlich mehr Musik über Last.FM gekauft als zuvor. Ein schönes Indiz dafür, dass Fans eben doch bereit sind, für Musik zu bezahlen und sich nicht damit zufrieden geben, alles kostenlos hören zu können.

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Der MySpace-Musik-Download-Shop nimmt Formen an. Nachdem drei der vier Majors dabei sind - einzig EMI ziert sich noch - soll MySpace Music in Kürze starten. Doch das geplante Unternehmen sorgt bereits vor dem Start für Unruhe und Kritik. Grund: Die drei Majors SonyBMG, Universal und Warner sind per Joint Venture direkt an MySpace Music beteiligt. Vor allem die unabhängigen Plattenfirmen sehen darin eine Gefahr und klare Benachteiligung. Nicht nur mangelnde Chancengleichheit wird befürchtet, auch die Tatsache, dass die Majors dann indirekt an der Musik der Indies verdienen, sehen sie als befremdlich an. Zumal der große Erfolg von MySpace bei Musikfans in aller Welt zu großen Teilen den Abertausenden Künstlern und Bands zu verdanken ist, die keinen Vertrag bei einem der Majors haben. Noch laufen Gespräche zwischen den Indies und MySpace Music und wenn das Unternehmen klug ist, wird es sich das Verhältnis zu den unabhängigen Musikmachern nicht zerstören.

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Gleich zwei nützliche neue Features hat Foto-Community Flickr an den Start gebracht. Neben der angekündigten Video-Funktion ("Darüber spricht das Netz" berichtete) gibt es nun auch einen "Friend Finder". Sinn und Zweck des Tools: Das eigene E-Mail-Konto lässt sich mit der Flickr-Datenbank vergleichen. So finden sich womöglich Freunde oder Bekannte, von dessen Flickr-Account man noch gar nichts wusste. Die neue Video-Funktion sorgt dagegen für Kritik. Einige Blogger bemängeln die lediglich rudimentären Features, so lassen sich beispielsweise lediglich 90 Sekunden lange Videos hochladen. Doch Flickr will eben keinen YouTube-Konkurrenten aufbauen, sondern seinen Nutzern lediglich ermöglichen, kleine eigenproduzierte Videos auf ihre Flickr-Seiten zu stellen. Mit der Beschränkung auf 90 Sekunden sind größere Verstöße gegen Urheberrechte von vornherein ausgeschlossen. 4.000 Flickr-Nutzer haben sich zudem in einer "No Video on Flickr"-Gruppe zusammengeschlossen. Die etwas bizarr anmutenden Forderungen: "We all joined Flickr because of its dedication to photography and photographers, and we want Flickr to remain true to this dedication. It is our request that this feature and addition to Flickr be removed."

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