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28.03.2008 
Darüber spricht das Netz

Photoshop kostenlos im Internet

von Jens Schröder

Adobe hat mit Photshop Express eine kostenlose Web-Variante seiner Bildbearbeitungs-Software gestartet. Ebenfalls gratis sind jetzt alle bisher gelaufenen Episoden der Cartoon-Serie "South Park" zu sehen - und YouTube hat ein neues Statistik-Tool für seine Nutzer veröffentlicht. "Darüber spricht das Netz" - jeden Freitag bei "Handelsblatt.com".

Nicht nur für Hundeliebhaber interessant: Die kostenlose Web-Version von Adobes Photoshop Foto: apLupe

Nicht nur für Hundeliebhaber interessant: Die kostenlose Web-Version von Adobes Photoshop Foto: ap

Software-Unternehmen Adobe hat ein kostenloses Bildbearbeitungs-Tool ins Netz gestellt. Mit Photoshop Express können Nutzer ihre eigenen Fotos in ein 2 Gigabyte großes Account laden, sie dort bearbeiten, Alben gestalten, sie der Öffentlichkeit bereit stellen oder in andere Foto-Communities transferieren. Die komplett im Adobe-eigenen Flash-Format programmierte Website ist natürlich kein Ersatz für die mächtige Photoshop-Software, dürfte aber Hobby-Fotografen eine willkommene Hilfe sein. Zudem wird Adobe schon allein von der Marke Photoshop profitieren, um neue Konkurrenten wie Googles Picasa, die erste Schritte in Richtung Bildbearbeitung gegangen sind, zu verdrängen. Die ersten Meinungen aus den bekanntesten Blogs sind recht positiv, gelobt wird vor allem die hübsche Oberfläche und die hohe Geschwindigkeit des Tools. Finanzieren will Adobe sein Photoshop Express im Übrigen mit Premium-Accounts, in denen noch mehr Speicherplatz und Extra-Features enthalten sein sollen. Vorerst befindet sich das Angebot jedoch in einem Beta-Test, die kostenpflichtigen Kontos kommen später hinzu.

Nach und nach lernt die Unterhaltungs-Industrie doch noch, welche Angebote die Nutzer im Internet gern hätten und wie sie davon abgehalten werden können, illegale Dienste zu nutzen. Aktuellstes Beispiel: Medien-Multi Viacom und die South Park Studios, Produzenten der gleichnamigen Cartoon-Serie, haben alle "South Park"-Episoden in guter Qualität ins Netz gestellt. Abrufbar in (fast) aller Welt und komplett kostenlos. Bisher sind insgesamt 170 Folgen gelaufen, neue Episoden der Serie, die gerade in ihrer 12. Staffel zu sehen ist, stehen bereits am Tag nach der US-TV-Ausstrahlung auf der Website bereit. Laut verschiedenen Berichten gibt es lediglich für Nutzer aus englischsprachigen Ländern außerhalb der USA, also z.B. England, Australien und Kanada - rechtebedingte Einschränkungen, in Deutschland lassen sich aber alle Folgen genießen. Viacom hatte bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass man das Netz auf geschickte Weise nutzt: Neben "South Park" sind beispielsweise auch alle Folgen der "Daily Show with Jon Stewart" online verfügbar. Geld verdienen will das Unternehmen mit Werbespots, die in die Streams integriert sind.

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YouTube stellt seinen Nutzern, Partnern und Werbetreibenden ab sofort ein Tool zur Verfügung, mit dem analysiert werden kann, wie viele Leute wann ein selbst hochgeladenes Video angeschaut haben, woher sie kamen und wie populär das Video in bestimmten Ländern ist. Weitere nützliche Funktionen sollen folgen. Besonders für professionelle Videoanbieter, die ihre Clips via YouTube verbreiten und die Werbeindustrie, die YouTube als Reklame-Plattform nutzt, dürfte YouTube Insight, so der Name des Dienstes, wichtige Erkenntnisse über ihre Zuschauerschaft und potenzielle Zielgruppen liefern. Verfügbar ist das Tool aber auch für ganz normale Nutzer.

Internet-Links

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Mehr im Schnelldurchlauf

Weitere Themen der Woche im Schnelldurchlauf:

Die » Interview-Aussagen des SonyBMG-Chefs Rolf Schmidt-Holtz, der Konzern denke über einen Musik-Abo-Service für mobile Geräte nach, hat weltweit für Schlagzeilen in den Blogs gesorgt. Das allgemeine Echo ist dabei aber verhalten bis negativ: Schmidt-Holtz nenne keinen Zeitplan, keine echten Details, keine weiteren Partner und sage, der Dienst solle auf allen Geräten funktionieren - was technisch nicht machbar ist, so einige Blogger.

Das Web-Magazin » Portfolio.com berichtet in einem langen Stück über den kriselnden Video-Anbieter Joost, dass noch in diesem Jahr eine Browser-basierte Version des Dienstes starten soll. Bisher mussten Nutzer eine Software installieren, um über Joost Videos anzuschauen - eine zu große Hürde für ein breites Publikum.

In den USA haben die Umsätze mit Bannerwerbung 2007 erstmals die der Radiowerbung übertroffen. 7,6 Prozent der Werbegelder in Höhe von mehr als 64 Milliarden US-Dollar wurden laut den » Marktforschern von TMS in Banner und andere visuelle Internet-Werbeformen gesteckt, ins Radio flossen nur noch 7,2 Prozent. Im Vergleich zu 2006 legte das Internet um einen Marktanteilspunkt zu. Das meiste Geld wird aber weiterhin im nationalen Fernsehen verdient: 32,0 Prozent - nach 31,5 Prozent im Jahr 2006. Größte Verlierer sind der Statistik zufolge das Lokalfernsehen und Tageszeitungen.

Google experimentiert auf seinen Suchergebnis-Seiten offensichtlich mit Video-Werbespots. Bei der Suche nach Begriffen wie "phones" oder "smart phones" ist in der amerikanischen » Google-Version derzeit ein Spot für das Blackberry zu sehen. Er wurde von Google allerdings sehr dezent eingebaut und wird erst nach einem Klick auf "Watch commercial" sichtbar. Weitere Werbespots werden sicher folgen.

Der neue Service Sliderocket, mit dem sich Präsentationen à la Powerpoint herstellen lassen, befindet sich in einer geschlossenen Beta-Phase und sorgt bereits für Begeisterungsstürme in » Teilen der Blogszene. Der Dienst stecke voller nützlicher Funktionen, sei sehr leicht zu bedienen und perfekt designt. Zwar sei Sliderocket noch kein echter Powerpoint-Killer, im Netz setze das Angebot aber neue Maßstäbe. Offiziell starten soll Sliderocket im Juli, finanzieren will man sich damit, dass die erstellten Präsentationen nur im Netz abrufbar sind, Offlinefunktionen kosten Geld.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Youtube-Commercial und Gaga-Link

Youtube-Commercial der Woche:

Werbung und Realität - immer wieder ein hochkochendes Thema. Mit welchen Hochglanzbildern für Lebensmittel geworben wird und wie die Produkte in der Realität aussehen, zeigt das deutsche Kunstprojekt Pundo3000.com - einen kleinen Vorgeschmack gibt es in » folgendem Clip:

Der Gaga-Link der Woche:

YouTube hat seine jährlichen Video Awards verliehen. In 13 Kategorien - von Comedy bis Politics wählten die Nutzer ihre Favoriten. Wir zeigen Ihnen aber lieber den - überaus würdigen - » Sieger in der Kategorie "adorable":
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