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05.06.2007 

Auch die TV-Sender nutzen das Breitband-Internet dazu, ihr Programm an den Mann oder die Frau zu bringen. Foto: dpaLupe

Auch die TV-Sender nutzen das Breitband-Internet dazu, ihr Programm an den Mann oder die Frau zu bringen. Foto: dpa

Programm und Sehgewohnheiten ändern sich rasant

Wenn internationale Marken bisher ein globales Publikum erreichen wollten, erforderte das mit internationalen TV-Werbeeinschaltungen enormen Aufwand. Im Breitband-Zeitalter wird es nun möglich, aus einer weit größeren Zahl von Networks gezielt und direkt Partner zu wählen, mit denen ein spezifisches und globales Publikum zu finden ist.

Internet-Conoisseure wie Nike platzieren darum seit Jahren Spots und Videos auf diversen Webportalen, um neue Zielgruppen zu erreichen: 12 bis 14-Jährige tendieren zu Youtube, MTV.com oder Joga.tv, während sich 18 bis 35-Jährige ambitionierte Hobbyläufer eher vom traditionellen Fernsehen inspirieren lassen.

Keine Überraschung daher, dass sich Programm und Sehgewohnheiten dementsprechend rasant ändern: Produktionsbudgets schrumpfen, Inhalte werden kürzer, flexibler, reaktiver und weichen zunehmend vom TV-Angebot ab: Erfolgreiche US-Shows wie "Prom Queen", "Lonely Girl 15" und "The Burg" erreichen ein Millionenpublikum ohne nennenswerten Werbeaufwand und ausschließlich durch die Kraft von Mundpropaganda.


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Wie kam die sogenannte Breitband-Video-Revolution nun eigentlich zustande? Der größte Schub kam aus den Großraumbüros, wo eine neue Generation von PCs mit schnellen Prozessoren und Flash Playern, vernetzt durch effiziente Modems und rasante DSL-Anschlüsse auf die Ankunft von Videofiles geradezu wartete.

Ohne untätige Büropausen hätte sich die virale Welle nie so schnell verbreitet. Sind wir doch mal ganz ehrlich: Wer liest denn noch Zeitung im Büro, wenn Videos auf CNN, New York Times Video und Comedy Central und nicht zuletzt Youtube warten?

Während die Filmstudios noch auf Internetdownload-Lösungen warteten, simulierten Videoplayer von Adobe bereits gekonnt die ersten Clipabspielstationen. Globale Internetportale wie Yahoo und AOL spielten ihre erste Milliarde Videoclips lange bevor einst innovative Fernsehkanäle wie MTV und CNN begannen, Breitbandkanäle einzurichten.

Als 2005 die ersten mehrspurigen Internet TV-Kanäle aus dem Boden schossen, wusste pötzlich jeder, wo es langging: Traditionelle Fernsehstationen, Internetportale, Musiklabels, Printmagazine, Museen, Autohersteller und unabhängige Programmbetreiber stürzten sich gleichzeitig in diese neue Form des Direkt-Vertriebs von Videoinhalten.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Ausschließlich die Brands zählen

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