Welche Stadt nutzt neue Technologien, um bürgernäher, intelligenter und umweltfreundlicher zu werden? Ein IT-Marktforschungsunternehmen hat Deutschlands „smartesten“ Städte gekürt. Mehr…
Karlsruhe in Baden-Württemberg erreicht im Smarter-Cities-Ranking des IT-Marktforschungsunternehmens IDC den zehnten Platz von insgesamt 52 untersuchten Städten mit mehr als 150.000 Einwohnern. IDC untersucht dabei, wie gut Städte Technologien einsetzen, um die Herausforderungen für Städte im 21. Jahrhundert zu bewältigen und dabei Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und die Verringerung von Co2-Emissionen in den Mittelpunkt stellen.
Besonders gut schnitt Karlsruhe im Bereich Smart Government ab (Platz sechs). Dabei bewerteten die IDC-Experten vor allem, welche Möglichkeiten der Online-Beteiligung die Stadtverwaltung ihren Bürgern bereitstellt und welche Priorität die Stadtverwaltung der Umweltschutzpolitik einräumt. Zu sehen ist das Karlsruher Schloss vom Karlsruher Schlossgarten aus fotografiert.
Quelle: dpa
Den neunten Platz erreichte die mittelfränkische Stadt Nürnberg. Am besten schnitt die Stadt in Bayern im Bereich Smart Mobilty ab (Platz sieben). In der Kategorie werteten die Experten aus, wie viele Ladestationen für Elektrofahrzeuge in der Stadt verfügbar sind. Gerade in diesem Bereich wurden große Diskrepanzen zwischen den untersuchten Städten deutlich. Die Spitzenreiter dieser Kategorie nahmen allesamt an Modellprojekten teil. Allerdings verfügten nur noch 7,7 Prozent der 52 untersuchten Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern über gar keine Ladestationen.
Quelle: dpa
Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart erreichte beim IDC-Ranking den achten Platz. Besonders gut schnitt die Stadt in den Bereichen Smart Government und Smart Mobility ab. Stuttgart gehört zu den Modellregionen der Elektromobilität.
Quelle: dpa
Nicht nur der Süden ist im Städte-Ranking stark: Bremen erreichte Platz sieben. Dabei erreichte die Hafenstadt im Bereich Smart Services sogar den ersten Platz. Dabei wurden öffentliche Sicherheit, Notfalldienste und fortschrittliche Dienstleistungen bewertet. So wurde beispielsweise untersucht, ob die Stadt ihren Bürgern unter der zentralen Behördennummer 115 behilflich ist.
Quelle: dpa
Nordrhein-Westfalens größte Stadt Köln erreichte Platz sechs im Ranking der smartesten Städte. Besonders stark schnitt die Domstadt in den Kategorien Smart Goverment (Platz zwei) und Smart Services (ebenfalls Platz zwei) ab.
Quelle: dpa
So richtig zufrieden dürfte die Stadt am Rhein mit der Platzierung dennoch nicht sein - denn Erzrivale Düsseldorf liegt mit Platz fünf knapp vor Köln. Gut schnitt die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens vor allem bei den Smart Services und den Smart Buildings ab (jeweils Platz fünf).
Beim Faktor Smart Buildings bewertete IDC vor allem die Effizienz und Qualität von Gebäuden in einer Stadt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sind über 40 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland auf die Gebäudeversorgung, mit einem großen Anteil der Wärmeerzeugung privater Haushalte, zurückzuführen.
Quelle: dapd
Bayerns Landeshauptstadt München erreichte den vierten Platz. Die Bayern stehen vor allem im Bereich Smart Buildings (Platz zwei) besonders gut da.
Quelle: AP
Arm aber sexy? Vor allem auch smart: Deutschlands Bundeshauptstadt Berlin erreichte im IDC-Städte-Ranking die Bronzemedaille. In den Kategorien Smart Government und bei den Smart Buildings reichte es sogar für Gold - dort ist Berlin auf Platz eins.
Quelle: dapd
Silber geht an Deutschlands Bankenhauptstadt Frankfurt am Main. Besonders stark ist die hessische Main-Metropole im Bereich Smart Mobility, wo sie den zweiten Platz erreichte.
Quelle: dpa
Als mit Abstand smarteste Stadt Deutschland kürte IDC Hamburg. Besonders gut schnitt die Hansestadt im Bereich Smart Energy & Environment ab, wo sie auf dem ersten Platz landete. In der Kategorie zählten Kriterien wie intelligente Verteilungsnetze, erneuerbare Energien sowie Umweltmanagement. Indizien für eine positive Bewertung der „Smartness“ in diesem Bereich waren beispielsweise ein niedriger Energieverbrauch der städtischen Industrie gemessen an deren Bruttowertschöpfung oder eine geringe Menge an produziertem Hausmüll pro Kopf in der Stadt.
Aber auch unter allen weiteren Kategorien - Smart Government, Smart Mobility, Smart Energy & Environment, Smart Buildings und Smart Services - erreichte Hamburg eine Platzierung unter den ersten zehn der insgesamt 52 untersuchten Städte.
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