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Arabisches Masdar: Siemens erprobt neues Stromnetz in Öko-Wüstenstadt

Siemens will neue umweltfreundliche Techniken in der arabischen Wüste testen. Der Elektrokonzern Siemens kommt mit seinen umweltfreundlichen Technologien bei der Entwicklung der arabischen Ökostadt Masdar verstärkt zum Zuge. Es soll die weltweit erste klimaneutrake Stadt entstehen.

Siemens-Chef Peter Löscher präsentiert ein Modell der Ökostadt Masdar. Sein Konzern soll bei der Errichtung der klimaneutralen Stadt eine Schlüsselrolle spielen. Quelle: dpa
Siemens-Chef Peter Löscher präsentiert ein Modell der Ökostadt Masdar. Sein Konzern soll bei der Errichtung der klimaneutralen Stadt eine Schlüsselrolle spielen. Quelle: dpa

HB MÜNCHEN/ABU DHABI. Der Elektrokonzern Siemens will gemeinsam mit dem arabischen Emirat Abu Dhabi die Ökostadt Masdar-City weiterentwickeln. Am Dienstag schlossen Siemens und das Emirat dafür eine strategische Partnerschaft, wie das Unternehmen mitteilte.

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Die High-Tech-Stadt in der Wüste, an der seit 2006 gebaut wird, soll eine Art "Brutkasten" für die neuesten Technologien auf dem Sektor der erneuerbaren Energien werden.

Für die Führung der staatlichen Masdar ist bei diesem Deal nicht nur wichtig, dass der Münchner Konzern ihr mit seinem Know-How helfen kann, ihr Versprechen von einer CO2-neutralen Stadt einzulösen. Die Araber spekulieren auch auf die Sogwirkung, die der Name Siemens entfalten könnte. Denn die Münchner haben gleichzeitig beschlossen, ihre Nahost-Zentrale, die bisher auf mehrere Standorte verteilt gewesen war, mittelfristig nach Masdar-City zu verlegen. Siemens bekommt in der Zukunftsstadt außerdem die Möglichkeit, neue Technologien wie etwa das intelligente Stromnetz (Smart Grid) direkt im regulären Leben einer Stadt zu testen.

"Masdar ist ein globaler Pionier bei grünen Technologien", erklärte Siemens-Chef Peter Löscher. "Wir sind stolz, uns als strategischer Partner an diesem wegweisenden Projekt zu beteiligen." Über die Partnerschaft hatte das Handelsblatt am Dienstag bereits vorab exklusiv berichtet. Siemens will dort unter anderem ein innovatives Stromnetz kombiniert mit moderner Gebäudetechnik errichten. Beide Partner wollen zudem gemeinsam im Bereich grüner Technologien forschen und entwickeln. Über finanzielle Details vereinbarten sie Stillschweigen.

Siemens werde hier in den kommenden Jahren aber einen "signifikanten Betrag" investieren, sagte ein Siemens-Sprecher auf Nachfrage.

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