Energie + Technik

Special

So kann die Energiewende gelingen

_

Baubeginn 2015: Kongo plant größtes Wasserkraftwerk der Welt

Im Kongo soll das größte Wasserkraftwerk der Welt, der Grand-Inga-Staudamm, entstehen. Vertreter des zentralafrikanischen Landes und ihre Partner aus Südafrika einigten sich am Wochenende in Paris darauf, dass der Startschuss für den Bau des Mega-Projektes im Oktober 2015 fallen wird.

Der Drei-Schluchten-Staudamm in China während der Bauphase im Jahr 2003: Das Projekt im Kongo soll fast doppelt so groß werden. Quelle: ap
Der Drei-Schluchten-Staudamm in China während der Bauphase im Jahr 2003: Das Projekt im Kongo soll fast doppelt so groß werden. Quelle: ap

Addis Abeba/KinshasaMit einer Leistung von 40 000 Megawatt soll das kongolesische Kraftwerk in Inga im Westen des Landes fast doppelt so groß werden wie der gigantische Drei-Schluchten-Staudamm in China. Es könnte in Zukunft die Hälfte des afrikanischen Kontinents mit Energie versorgen, teilten die Verantwortlichen nach dem Treffen mit.hluchten-Staudamm in China. Es könnte in Zukunft die Hälfte des afrikanischen Kontinents mit Energie versorgen, teilten die Verantwortlichen nach dem Treffen mit.

Anzeige

Erneuerbare Energien

Die Demokratische Republik Kongo und Südafrika hatten 2012 einen Vertrag geschlossen über gemeinsame Studien zur Durchführbarkeit des Projektes. Die Länder wollen den Staudamm nun in mehreren Phasen errichten. Bereits nach Abschluss des ersten Bauabschnitts soll die Leistung bei 4800 MW liegen. Südafrika wird mit einer Abnahmemenge von 2500 Megawatt einer der Hauptabnehmer des entstehenden Stroms sein. Die Vorüberlegungen für das Inga-Projekt reichen bis in die siebziger Jahre zurück.

Um die Ausführung des Projektes bewerben sich den Angaben zufolge Interessenten aus China, Spanien, Korea und Kanada. Insgesamt wird der Bau Schätzungen zufolge rund 80 Milliarden US-Dollar (62 Milliarden Euro) kosten. „Den Traum gibt es schon seit 40 Jahren, jetzt wird Grand Inga Wirklichkeit“, hieß es in der Mitteilung.

  • 27.05.2013, 15:20 Uhrdoc_johnny

    Selbst, wenn die Transmutation nie funktionieren sollte, macht es dann etwas aus, wenn die so schlimm strahlenden Brennstäbe 250.000 Jahre strahlen oder 250.100 ?

    Wenn es wirklich sooo schlimm sein sollte, dann ist es doch wohl egal, ob wir noch einmal 100 Jahre Kernenergie nutzen und - sollten die 'Erneuerbaren' je wirtschaftlich sein - dann auf diese umsteigen.

    Der unverantwortliche Panikaustieg kostet jährlich mehr, als die Renaturierungskosten in Fukushima. Aber nein, dort sind ja "zehn tausende" Gestorben.

    Das ganze Land ist von den Öko Kommunisten derartig Gehirn gewaschen, dass sachliche, physikalisch wirtschaftliche Argumente grundsätzlich nicht verstanden werden. Wen wundert's in einem Land, in dem technische Fragestellungen von fachfremden und unwissenden Ethikkommisionären entschieden werden.

  • 21.05.2013, 17:23 Uhrklerik

    Super. In einem Land, in dem in der Hauptstadt bei Regen immer wieder Menschen sterben, weil sie aus Versehen in ein Pfütze getreten sind, in der ein offenes Stromkabel lag.

    Wer soll den Strom nutzen? Im Kongo sicher niemand.
    Im Ausland? will man sich auf das Abenteuer einlassen, dass der KOngo einem den Saft abdreht?

    Viel Spass.

  • 21.05.2013, 10:30 UhrMobius

    Oh, je die ewig-gestrigen Energiegroßkonzerne haben wieder ihre Trolle ins Forum geschickt:

    Zerlegen wir mal den größten Quatsch:
    a) Genutzte Brennstäbe sind sehr wohl hochradioaktiv und zwar, man schaue sich mal den Isotopenmix an, locker 250 Tsd. Jahre. Das Zeug ist so hochradioaktiv, dass der Geigerzähler an einer Kastorenhülle immer noch extrem ausschlägt - Absorption ist nämlich ein statistischer Effekt, eine einfache Möglichkeit der Abschirmung verweise ich als Physiker ins Reich der Sagen&Legenden.

    b) Das Problem bei der Asse ist, dass niemand weiß was passieren wird. Für eine Rückholung spricht, dass möglicherweise später bis zu einige hundert qkm leicht radioaktiv verseucht sind - als nicht betroffener kann man da natürlich gut argumentieren. Gegen eine Rückholung sprechen die immensen Kosten und der unsichere Ausgang.

    c) Das Märchen von dem unnützen Wind-/Solarstrom. Man lasse sich durch Fakten auf EEX.COM (inkl. Transparency-Seite) und ENTSOE überzeugen. Die Fakten sprechen hier eine sehr klare Sprache. Wie das Speichern von überschüssigem Öktostrom im europaischen Verbund funktioniert kann man sich sehr gut auf SWISSGRID anschauen.

    d) Bei der Wahl der Stromerzeugung sollte man die günstigste Möglichkeit wählen. Hier sollte endlich auf die ganze Schönrechnerei verzichtet werden. Erneuerbare Energien haben gewiss Nachteile, teilweise noch die hohen Kosten insb. bei Solarstrom. Solarstrom benötigt noch erhebliche Investitionen in die Weiterentwicklung, ist heute noch teuer. Leider wird Atomstrom jährlich, seit ca. 40 Jahren, mit ca. 10 Mrd. EUR gefördert - größter Posten ist hier die kostenlose staatliche Versicherung von Atomgroßunfällen. Was haben bisher Endlagerung, Standortzuschüsse, Steuerersparnisse nicht noch zusätzlich gekostet? Leider wird sowas immer gerne von den Ewig-gestrigen vergessen.

    Fazit: Klar haben erneuerbare Energien Nachteile. Nur gegenüber den Nachteilen von Atom&Kohle brauchen sie sich wohl kaum zu verstecken.

  • Die aktuellen Top-Themen
Europäischer Erfinderpreis 2013: Festakt für die besten Erfinder der Welt

Festakt für die besten Erfinder der Welt

Sechs Antworten auf bohrende Fragen unserer Zeit: In Amsterdam ist der Europäische Erfinderpreis verliehen worden. Unter den Gewinnern ist der Tüftler, der die Grundlage für Tablets geschaffen hat.

Europäischer Erfinderpreis 2013: LCD-Erfinder für sein Lebenswerk geehrt

LCD-Erfinder für sein Lebenswerk geehrt

Das Europäische Patentamt hat die Gewinner des Erfinderpreises 2013 bekannt gegeben und herausragende Tüftler für ihren Beitrag zu gesellschaftlicher Entwicklung, Wohlstand und technologischem Fortschritt gewürdigt.

Gejagte Jäger: Tiger weiter vom Aussterben bedroht

Tiger weiter vom Aussterben bedroht

Wilderei und illegale Abholzung lassen die Zahl der Tiger weltweit schrumpfen. Auch zweieinhalb Jahre nach einem Krisengipfel fällt die Bilanz nüchtern aus. Der weltgrößten Raubkatze droht weiter das Aussterben.