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CO2-Reduzierung: Mit Algen gegen den Klimawandel

Die Lagerung von CO2 aus Kohlekraftwerken ist teuer und umstritten. Doch trotz teilweise massiver Proteste gegen das Verfahren - für Politik und Klimaschützer sind die unterirdischen Gas-Speicher die größte Hoffnung im Kampf gegen den Klimawandel. Nun wollen Forscher mit Hilfe von Algen das Klimagas als Rohstoff nutzen.

von Wolf von Berg, Dieter Dürand und Andreas Menn Quelle: Wirtschaftswoche Online
Protest gegen CO2-Lager: Viele Menschen fürchten die unterirdische Einlagerung des Treibhausgases. Quelle: dpa
Protest gegen CO2-Lager: Viele Menschen fürchten die unterirdische Einlagerung des Treibhausgases. Quelle: dpa

Die Idee klingt utopisch: ein 600 Quadratmeter großes Wohnhaus, dessen Fassade mit Wasser gefüllt ist, in dem Abermillionen Mikroalgen schwimmen. Sie ernähren sich von Kohlendioxid (CO2) aus den Abgasen benachbarter Heizungen und produzieren Biomethan. Das wird dann im Mini-Blockheizkraftwerk im Keller verfeuert und versorgt das Haus mit Strom und Wärme.

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Der vermeintlich verrückte Plan soll bald Wirklichkeit werden. Zur Internationalen Bauausstellung (IBA) in Hamburg soll das bewohnbare Algenkraftwerk 2013 realisiert sein. Gespräche mit einem Investor stünden kurz vor dem Abschluss, versichert Karsten Peleikis vom Hamburger Ökobauspezialisten Immosolar, der das Projekt mitentwickelt hat.

Der Applaus der Öffentlichkeit ist den Erfindern des futuristischen Projekts sicher. Ein Haus, das sich selbst mit Energie versorgt und dabei noch klimaschädliches Kohlendioxid vernichtet - so klingen grüne Technik-Träume.

350 Kilometer östlich, im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree an der Grenze zu Polen, sieht die Lage anders aus. Dort eskaliert gerade der Streit ums Klimagas.

Dabei will auch der schwedische Energiekonzern Vattenfall CO2 verschwinden lassen: Jährlich 1,7 Millionen Tonnen Klimagas sollen ab 2015 in einem Braunkohlekraftwerk bei Cottbus aus den Abgasen abgetrennt werden. Carbon Capture and Storage, kurz CCS, nennen Experten das. Ein Teil des CO2 soll via Pipeline ins Oderbruch geleitet und dort in Gesteinsschichten in 1000 Meter Tiefe gelagert werden.

Politik und Klimaschützer unterstützen das Ziel, schwarze Kohle in einen grünen Energieträger zu verwandeln. Für sie sind die unterirdischen Gas-Speicher die größte Hoffnung im Kampf gegen den Klimawandel. Weltweit sind derzeit rund 800 Kohlekraftwerke in der Planung, 26 davon in Deutschland. Gehen sie ohne CCS-Technik ans Netz, gelangen Milliarden Tonnen Treibhausgas zusätzlich in die Atmosphäre. Mit CCS, schätzt die Internationale Energie-Agentur (IEA), ließen sich die weltweiten CO2-Emissionen bis 2050 dagegen um ein Fünftel reduzieren.

  • 08.11.2010, 01:19 UhrAnonymer Benutzer: A. Prenden

    Es ist wirklich traurig das selbst "Klimaschützer" auf solche abstrusen ideen reinfallen. Vorher wird nicht mal überlegt vorhandene Energie einzusparen! Für die grüne Seele ist das aber was schönes und natürlich wieder mal von Steuergeldern vorfinanziert, was sonst, bezahlen muß es eh der Verbraucher und später der gehörnte bürger dem sein boden unter den Füßen versinkt oder sonst was. Al Gore hat wirklich beste Arbeit geleistet und die Kinder werden in der Schule mit dem Müll auch noch "unterrichtet". Zum heulen.....;o(

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