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CO2-Speicherung: Der Traum von der sauberen Kohle

Bund und Länder kommen beim Gesetz zur CO2-Speicherung nicht voran. Deshalb ist fraglich, ob Deutschland je ein klimafreundliches Kraftwerk bekommt. Mit der Technik verbinden sich Hoffnungen auf eine klimafreundliche Zukunft – und auf Milliardengeschäfte für deutsche Anlagenbauer.

Greenpeace-Aktivisten, die gegen Kohlekraftwerke demonstrieren: Der Traum von sauberer Kohle. Quelle: dpa
Greenpeace-Aktivisten, die gegen Kohlekraftwerke demonstrieren: Der Traum von sauberer Kohle. Quelle: dpa

BERLIN. Noch vor ein paar Monaten sah es so aus, als würde Deutschland beim Zukunftsthema Kohlendioxidspeicherung Fortschritte erzielen. Ein Gesetz, das die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid („Carbon Capture and Storage“, kurz CCS) regelt, galt im Spätsommer als beschlossene Sache. Doch mittlerweile wachsen in der Politik und bei den Energieversorgern die Zweifel, ob es mit der gesetzlichen Grundlage für die Technik jemals etwas wird. Ohne Gesetz jedoch kann CCS nicht zum Einsatz kommen. Der Vattenfall-Konzern, der sich zum Wegbereiter der Technik in Deutschland aufschwingen wollte und die einzige Demonstrationsanlage in Deutschland plant, verliert zunehmend die Freude an dem Thema.

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Mit der CCS-Technik verbinden sich Hoffnungen auf eine klimafreundliche Zukunft – und auf Milliardengeschäfte für deutsche Anlagenbauer. Organisationen wie die Internationale Energieagentur prognostizieren für die nächsten Jahrzehnte einen weltweit stark wachsenden Kohleverbrauch. Länder wie China und Indien haben zwar die erneuerbaren Energien für sich entdeckt. Um jedoch der wachsenden Stromnachfrage ihrer Milliardenbevölkerung und der Wirtschaft Herr werden zu können, bauen sie auch in großer Zahl neue Kohlekraftwerke. Die Folgen fürs Klima sind verheerend. Gelänge es, die Schwellenländer von CCS zu überzeugen, wäre das ein Fortschritt im Klimaschutz.

„Ohne CCS-Technik sind ehrgeizige Klimaschutzziele nicht erreichbar. Wir müssen die Technik bei uns vorführen können, um andere davon zu überzeugen“, sagt Thomas Bareiß (CDU), energiepolitischer Koordinator der Unionsfraktion. Das Thema habe für den Industriestandort Deutschland hohe Priorität. In der Branche heißt es, der Stillstand bei der Gesetzgebung sei „verstörend“. Man habe wachsende Zweifel an der Entschlossenheit der Regierung. Endloses Warten sei nicht zumutbar und wirtschaftlich nicht zu vertreten.

Die Ursache für die Verzögerung ist in den Bundesländern zu suchen, die einem CCS-Gesetz im Bundesrat zustimmen müssen. Als Lager für das schädliche CO2 kommen etwa salzwasserführende Sandsteinschichten oder ehemalige Erdgasfelder in Frage. Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wo es viele solcher möglichen Lagerstätten gibt, wollen die Speicherung auf ihrem Territorium aber nicht zulassen, weil sie Zweifel haben, ob sich das Kohlendioxid auf Dauer sicher im Erdreich halten lässt.

  • 20.01.2011, 15:11 UhrAnonymer Benutzer: CO2- Speicherung ist grosser Blödsinn !

    Der Einfluss der Sonnenprotuperanzen (SP) ist um den Faktor 100 grösser als die zur Zeit herrschenden CO2-Einflüsse ! (auf der Sonne herrscht eine Oberfächentemperatur von durchschnittlich 5500 °C; im inneren der Sonne herrschen 20-Millionen °C; treten Eruptionen auf, herrschen örtlich sehr grosse Temperatur- Schwankungen ! Die beeinflussen die Abstrahlung auf die Erde mit dem Faktor T hoch 4 .).

    Energie- Gesamtkonzept für die bRD

    Autokunden kaufen seit Jahrzehnten Öko-Autos mit Niedrigstverbräuchen in großen Stückzahlen: Mercedes A-Klasse, VW Fox und Golf, Opel Corsa, Ford Fiesta, bMW Mini, Smart ForTwo, Audi A3 und weitere. Diese Autos haben alle bei der verfügbaren Ökomotorisierung unter 5l Verbrauch im NEFZ-Zyklus (entspricht 120g CO2).

    Wenn diese sparsamen Autos allerdings im Stau stehen, emittieren sie fast doppelt so viel CO2 (statt 120g etwa 200g CO2). Der Verkehr hat sich seit 20 Jahren in der bRD nahezu verdoppelt, das Strassennetz ist jedoch kaum gewachsen und wir erleben täglich landesweite Stausituationen. Sollte dann nicht zuerst der aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen entstandene Dringlichkeitsplan für den Ausbau des Fernstrassennetzes in der bRD umgesetzt werden, damit der Verkehr wieder fliesst?

    Elektroautos mit ihrem in der Gesamtenergie- Wandlungs- und Übertragungs-Kette begründeten schlechteren Gesamtwirkungsgrad (ca. 20% bis max. 35% im Vergleich zum Otto- und Dieselmotor mit ca. 45% bis 48%) sollten nur in emissionssensiblen Citybereichen zulässig sein.

    An der Gesamt- CO2- Emission weltweit haben KFZ einen Anteil von weniger als 15% (laut bMU). Der Anteil der CO2-Emission bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken mit fossilen Kraftstoffen beträgt mehr als das Dreifache (laut bMU). Sollten wir dann nicht schnellstmöglich auch in der bRD wieder zur CO2- freien Kernenergie, in der wir mal Technologieführer in Leistung und Sicherheit waren, als Zieltechnologie zurückkehren?

    Die schnellstmögliche Rückkehr zur Kernenergie in der bRD ist allein schon aus Wettbewerbsgründen notwendig, da dies in allen führenden industrienationen (USA, Canada, Japan, Russland, China etc.) weltweit bereits geschieht. Der in Deutschland von der “Links-Grünen-Laien“-Politik eingeschlagene Weg der mittelfristigen Abschaltung unserer KKWs führt aus Gründen der stark eskalierenden Energiekosten in kurzer Zeit zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit in der bRD bei der Herstellung aller energieintensiven industrieprodukte und Konsumgüter. Die Folgen für die Arbeitsplätze in Deutschland wären verheerend.

    Es führt kein Weg am raschen Ausbau neuer, mit höchsten Sicherheitsstandards ausgestatteten KKWs vorbei. Die Lagerung verbrauchter Kernbrennstäbe in Castor- (cask for storage and transport of radioactive material) -behältern, die z. b. mit einem langfristig nutzbaren Tauschkonzept für strahlengeschädigte behälterwände ausgestattet sind, ist eine von mehreren sinnvollen Möglichkeiten. Auch ein weltweit betriebenes Endlagerprojekt, das über einen internationalen Gemeinschaftsfonds aller Nutzer finanziert werden könnte, ist hier zielführend. Dafür sollte sich die deutsche bundesregierung endlich einsetzen.

    Wäre es nicht noch ökologischer, die dann länger verfügbaren fossilen Kohlenstoffressourcen ausschliesslich für den mobilen Verkehr (KFZ, Flugzeuge und Schiffe) und für Produkte der Kohlenstoffchemie (Kunststoffe, Medikamente etc.) zu reservieren, da es hier keine brauchbaren Alternativen gibt, statt diese ökofeindlich bei der Stromerzeugung in Großkraftwerken oder bei der Wärmeerzeugung in Heizanlagen zu verbrennen?

  • 10.01.2011, 09:55 UhrAnonymer Benutzer: Klaus Ermecke

    CO2 ist ein harmloses Gas, und es ist die Grundlage unserer Nahrungskette. Oder nicht?
    Nein, die Aussage gilt nur, wenn man CO2 in natürlicher Verdünnung betrachtet. Atemluft enthält beim Ausatmen 4 Prozent CO2, hundertmal so viel wie die Atmosphäre, die man zuvor eingeatmet hatte. Nur weil die eingeatmete Luft viel weniger CO2 enthält, funktioniert die Atmung überhaupt. Aber wenn man hochkonzentriertes CO2 einatmet, kehrt sich der Gasaustausch in der Lunge um. 15 Sekunden in einer hochangereicherten CO2-Atmosphäre reichen, um das bewußtsein zu verlieren, und nach 70 Sekunden ist der Mensch unter diesen Umständen hirntot. Wenn also nahezu 100-prozentiges CO2 unter einem extremen Druck von 200 bar in die Erde gepreßt wird, dann ist die Frage, was passiert, wenn es austritt. Verdünnt es sich sofort auf ein harmloses Niveau? Leider ist diese Frage zu verneinen. Wird eine CO2-Kaverne aus irgendeinem Grunde undicht, dann strömt wegen des ungeheuren Drucks Gas sehr schnell aus, wobei es sich ausdehnt und infolge dessen extrem auskühlt. Es bildet sich also ein "CO2-See" am boden, der jedes tierische und menschliche Leben in kürzester Zeit auslöscht. ich möchte gern von den Herausgebern des Handelsblatts wissen, ob man diese Folgen bedacht hat, oder ob man sie wenigstens jetzt bedenkt!

    Die angebliche Klimawirkung des CO2 ist im Übrigen ein Märchen. Nachlesen kann man das hier: http://www.ke-research.de/downloads/klimaretter-1-3.pdf.

  • 09.01.2011, 17:31 UhrAnonymer Benutzer: Reiner Vogels

    Das Scheitern von CCS ist ein geradezu lehrbuchhaftes beispiel dafür, dass staatliche planwirtschaftliche Eingriffe in die Marktwirtschaft fast immer zum Desaster führen. Dass sogar das Handelsblatt solche Eingriffe verteidigt, zeigt für mich schmerzlich, wie sehr selbst im Handelsblatt Regierungstreue klares ordnungspolitisches Denken verdrängt hat.

    Kein Vorstand eines Unternehmens, das sich ohne staatliche Hilfe im Markt behaupten müsste, wäre auf die idee gekommen, auch nur einen Cent in CCS zu investieren. Jeder Unternehmensführer hätte gewusst, dass

    1. CCS die Energie verteuert und den Verbrauch an brennstoffen drastisch steigert, was die Kosten explodieren lässt,

    2. die unterirdische Lagerung von verflüssigtem CO2 unter hohem Druck mit einem untragbaren Sicherheitsrisiko verbunden ist, da jedes Leck, das bei Windstille auftritt, dazu führen kann, dass im näheren Umkreis flächendenkend alles nichtpflanzliche Leben in Sekunden den Erstickungstod stirbt,

    3. der Klimaalaarmismus, der von den Auftragswissenschaftlern des iPCC und in Deutschland des PiK verbreitet wird, bis auf den heutigen Tag keinerlei wissenschaftlichen beweis vorlegen kann und dass die Entwicklung des realen Wetters auf der Erde (seit 1998 keine Erwärmung, der 2. strenge Winter auf der Nordhalbkugel in Folge) die Katastrophensezenarien längst widerlegt hat.

    Aber man wollte das schnelle Geld machen: Mit staatlicher Hilfe ein Problem vorgaukeln, das gar nicht besteht, und dann dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau die Chance geben, die technischen Gegenmittel (CCS-Anlagen) zur verkaufen.

    Nach dem Scheitern von Kopenhagen und Cancún jedoch ist klar, dass diese Spekulation nicht aufgeht. Regierung und einschlägige industrie haben alles auf eine Karte gesetzt und verloren. Ein Lehrstück für das Versagen der staatlichen Planwirtschaft und die Überlegenheit der Marktwirtschaft!


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