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Containerfrachter Marco Polo: Super-Schiff kommt nach Hamburg

Die „Marco Polo“, das weltgrößte Containerschiff, ist auf dem Weg nach Hamburg. Sie wird am Mittwoch erstmals in Deutschland festmachen. Von dort läuft das Schiff nach China – und bald wieder zurück nach Deutschland.

Die „Marco Polo“ bei der Durchfahrt des Suezkanals am 2. Dezember. Quelle: AFP
Die „Marco Polo“ bei der Durchfahrt des Suezkanals am 2. Dezember. Quelle: AFP

HamburgContainerschiffe sorgen im Hamburger Hafen normalerweise für wenig Aufmerksamkeit. Die "Marco Polo" aber wird nur schwer zu ignorieren sein: Aufgerichtet wäre der stählerne Gigant, der am Mittwoch erstmals die Elbe befahren wird, mit 396 Metern Länge höher als das berühmte Empire State Building in New York. 16.020 Standardcontainer (TEU) kann das derzeit größte Containerschiff der Welt an Bord nehmen. Würden sie auf Lkw geladen, ergäbe allein die Fracht dieses Schiffes eine Fahrzeugschlange von 132 Kilometern. Das entspricht in etwa der Strecke Hamburg-Bremen auf der Autobahn.

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Riesenfrachter wie die "Marco Polo" der französischen Reederei CMA CGM sind das vielleicht greifbarste Symbol für die Globalisierung und die Ausweitung des Welthandels. Die Größe der Containerschiffe, die mit Konsumartikeln, Autoteilen oder Unterhaltungselektronik pausenlos zwischen Asien, Nordamerika und Europa pendeln, ist regelrecht explodiert.

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Galten Mitte der 90er Jahre Schiffe mit einer Kapazität von 7000 TEU als groß, sind heute Pötte für die doppelte Menge üblich. Auch die 16.000 TEU der am 5. November in Dienst gestellten "Marco Polo" sind nur eine Zwischenstation. 18.000-TEU-Schiffe werden schon gebaut.

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"Vor zehn Jahren hat keiner dieses Schiffsgrößenwachstum vorhergesehen", sagt Florian Marten, Sprecher der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), an deren Terminal am Burchardkai die "Marco Polo" mit dem blauen Rumpf bei ihrem ersten Deutschlandbesuch anlegt. Innerhalb weniger Stunden wird sie sich auf den Rückweg machen - via Bremerhaven, Malta und die Vereinigten Arabischen Emirate nach China, in die Riesenhäfen von Ningbo, Hongkong und Shenzhen, alle unter den Top Sechs der Welt. Dann beginnt ihre Rundreise nach Hamburg von vorne.

  • 11.12.2012, 14:38 Uhrhamburger_jung

    also mal ganz einfach: Linienschiffahrt bedeutet eben nicht Waren 2-3 mal rund um den Erdball zu transportieren.

    2-3mal und noch mehr mal wird es dauern, bis man sich Gedanken darüber machen möchte, wie Leben (Rilke) ineinandergreifen kann, kaum dass es gelebt...

  • 11.12.2012, 14:25 Uhrpaulalbert

    wie war das doch noch mal mit dem turmbau zu babel ?
    irgend wann wirden auch hier grenzen gesetzt, wie damals die sprachenvielfalt, so wird vielleicht die natur ein würtchen mitreden. es ist doch schon stupid genug, dass man alles und jedes 2-3 mal rund um die ganze erde transportieren muss, bis es bei endverbraucher ankommt.

  • 11.12.2012, 14:07 Uhrhamburger_jung

    Nee
    heute heißt das: desto Container desto Schiff.
    Ischa auch bannig das Teil.

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