
KÖLN. Das Warten auf die gepfefferte Stromrechnung verliert den Schrecken. Künftig warnt das iPhone schon mitten im Monat, was da auf einen zukommt. Eine Anwendung des Kölner Start-ups Green Pocket stellt die Transparenz her und gibt obendrein individuelle Tipps, wo Einsparpotenziale liegen.
Unternehmenssprecher Torben Pfau erklärt: "Am Monatsanfang stellen Sie eine Budgetgrenze für ihren Energieverbrauch ein. Unsere Software meldet dann per Web-Portal, über ein Wandgerät oder per iPhone-Applikation, wann diese Grenze erreicht ist." Bald solle es auch möglich sein, den Stromverbrauch einzelner Geräte auszulesen.
Auch Wetterdaten fließen ein
Schon heute können Verbraucher stundengenau ihren Strom-, Wasser- und Gasverbrauch am Handy überprüfen, wenn ihr Versorger mit Green Pocket kooperiert. Das Programm errechnet neben den entstehenden Kosten den CO2-Ausstoß des Haushalts. Bei der Hochrechnung der Verbrauchsdaten berücksichtigt das Programm auch äußere Einflüsse wie beispielsweise Wetterdaten. Die Anwendung vergleicht den eigenen Verbrauch mit dem anderer Nutzer.
Seit einem halben Jahr bietet die IT-Firma den Energieversorgern dieses Programm an, damit die es in ihre Webseite einbinden können oder ihre Kunden mit entsprechenden iPhone-Applikationen versorgen. Ein großer Kölner Energieversorger gehört zu den Pilotkunden, die Partnerschaft mit einem weiteren großen Versorger wird nach Unternehmensangaben in Kürze bekanntgegeben.
"Der Gründung im Juni 2009 ging eine halbjährige Marktbeobachtung voraus", sagt Pfau. Hinter dem Zehn-Mann-Unternehmen steckt als Mutterfirma der Kölner Inkubator Schwetje Digital. Hier gilt: Pro Jahr will man zwei bis drei neue Internetfirmen als Mehrheitsgesellschafter ins Leben rufen.
Im Februar wurde als Geschäftsführer bei Green Pocket Thomas Goette bestellt, der kurz zuvor noch das Rankingportal "woobby" gegründet hatte. Die Technik für Green-Pocket-Anwendungen sei erprobt, Know-how sei vorhanden. Der Chef der Muttergesellschaft, Michael Schwetje, hat einst das Börsenportal Onvista mitgegründet.
Der Zeitpunkt für eine gute Visualisierungssoftware im Energiesektor ist günstig: Seit Jahresbeginn müssen Versorger Neubauten bei Vertragsabschlüssen mit digitalen Stromzählern, sogenannten Smart Metern, ausstatten. Damit können die Verbraucher ihre Nutzungsgewohnheiten besser überprüfen.
gute Alternative: Strom-cockpit App für das iPhone vom co.met GmbH
Hallo Leute,
die App ist zwar ne nette Grafik aber mehr nicht.
ist als wenn man Powerpoint veröffentlicht :).
Aber es geht auch anders: schaut mal im App-Store unter "Energie Cockpit". Da ist eine App, die wirklich jetzt schon nutzbar ist. Sei es durch die Eingabe von werten, aber auch schon real verbunden mit dem Stromzähler.
Das Ding ist von der enexoma AG und die bietet schon Smart Metering mit Eurem Stadtwerk an. ist echt super. Einfach bei denen melden (info@enexoma.de) und los gehts :)
Also nix mit "nur grafik und werbung" ... sondern real schon heute :)
Lieben Gruss,
Markus
Nach einem kurzen Gespräch mit Green Pocket auf der EWorld bin ich durchweg enttäuscht. Es gibt nur statische Demos von der App, das Unternehmen macht nur wage Aussagen und im bezug auf Datenschutz gibt es null Know-How. Mir tuen die zukünftigen Partner jetzt schon leid.
4 Kommentare
Alle Kommentare lesen