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Klimaschutz: „CO2 lässt sich ohne Gefahr speichern“

Die Einlagerung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Untergrund ist hierzulande umstritten. Im Interview spricht der Geowissenschaftler Michael Kühn über Möglichkeiten und Gefahren der Klimaschutz-Technik.

Am Pilotstandort Ketzin, 40 km westlich von Berlin, werden seit 2004 die im Untergrund ablaufenden Prozesse der CO2-Injektion und -Ausbreitung erforscht. Quelle: dpa
Am Pilotstandort Ketzin, 40 km westlich von Berlin, werden seit 2004 die im Untergrund ablaufenden Prozesse der CO2-Injektion und -Ausbreitung erforscht. Quelle: dpa

HeidelbergHerr Doktor Kühn, war es für Sie ein Schock, als der Bundesrat vor wenigen Wochen die Technologie zur Einlagerung von CO2 (CCS=Carbon Capture and Storage)vorerst als Klimaschutzmaßnahme ablehnte?

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Unsere momentane Forschung beeinflusst diese Entscheidung nur indirekt. Die großen Demonstrationsprojekte, die aus meiner Sicht nun eigentlich anlaufen sollten, werden nun aber ausgebremst.

An unserem Forschungsstandort zur CO2-Speicherung im brandenburgischen Ketzin haben wir bislang sehr gute Ergebnisse erzielt und zeigen, dass nun auch konsequenterweise die nächste Phase mit größerem Maßstab kommen muss. Dafür benötigen wir in Deutschland den entsprechenden gesetzlichen Rahmen, den die Bundesregierung schaffen muss.

Das bedeutet, dass Sie vorerst keinen Versuch in industrieller Größenordnung angehen können?

In Deutschland jedenfalls nicht. Allerdings liefen derart große Kohlendioxideinlagerungen nicht mehr unter der Führung der Wissenschaft, wie dies in Ketzin der Fall ist. Vattenfall in Ostbrandenburg oder RWE in Schleswig-Holstein wollen oder wollten die CCS-Technologie in industriellen Projekten testen. Diese laufen dann unter deren Federführung und Finanzierung, würden von uns aber auch eng mit wissenschaftlichen Projekten begleitet.

Von welchen Größenordnungen kann man bei den Demonstrationsprojekten eigentlich sprechen?

Vattenfall möchte meines Wissens 2015 in Jänschwalde in Brandenburg ein Demonstrationskraftwerk mit 300 bis 400 Megawatt Leistung in Betrieb nehmen, das die Wirtschaftlichkeit von CCS unter Beweis stellen soll. Die erwarteten rund 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid, die dieses Braunkohlekraftwerk pro Jahr ausstößt, sollen abgeschieden und unterirdisch eingelagert und gespeichert werden.

Haben Sie Bedenken, dass Ihr Forschungsprojekt irgendwann nicht weiter finanziert wird, weil diese Technologie politisch nicht gewollt ist?

Das Für oder Wider zu CCS ist eine gesellschaftliche und politische Diskussion, in der entschieden werden muss, in welche Richtung wir gehen wollen. Momentan befinden wir uns mit unseren Forschungsarbeiten zur CO2-Speicherung – in Ketzin und andernorts – weltweit in einer führenden Position.

Diese würden wir verlieren, wenn sich Staat und Gesellschaft gegen die Technologie entscheiden. Für die notwendige Entscheidungsfindung stellen wir alle Ergebnisse zur Verfügung, die wir mit einem Pilotstandort wie Ketzin erzielen können.

Bevölkerung und Politiker befürchten, dass das unsichtbare, geruchlose Kohlendioxid doch aus der Erde austreten könnte und dann die Menschen vor Ort und das Klima schädigt: Wie groß sind die Gefahren tatsächlich?

Jede Technologie – gleich welcher Art –, hat Chancen und auch Risiken. Und diese Risiken müssen bewertet werden. Deshalb benötigen wir dringend eine sachbasierte Diskussion. Ohne eine umfangreiche geologische Erkundung an einem bestimmten Standort lassen sich diese Risiken aber nicht bewerten.

Energie-Technik

Es gibt gute Beispiele natürlicher Kohlendioxidlagerstätten, in denen sich zu fast 100 Prozent CO2 befindet. Diese Speicher machen deutlich, dass es möglich ist, das Gas in bestimmten Gesteinsstrukturen über geologisch lange Zeiträume zurückzuhalten. Andernfalls würden wir dort heute kein Kohlendioxid mehr finden. Die Natur zeigt uns also, dass es dauerhafte Speicher gibt.

Auf der anderen Seite existieren auch natürliche CO2-Quellen – etwa in der Toskana, in Kalifornien oder der Eifel in Deutschland. Dort lernen wir, wo die geologischen Gegebenheiten nicht geeignet sind, einen CO2-Speicher anzulegen. Am Ende muss der Erkundungs- und Genehmigungsprozess sicherstellen, dass nur dort eingelagert wird, wo keine Gefährdung für Mensch oder Umwelt vorliegt. 

  • 07.02.2012, 21:56 UhrAnonymer Benutzer: Alarmistenende

    Hört denn der Schwachsinn mit dem CO2 überhaupt nicht mehr auf?!

    Allein die Fruchtfliegen auf unserem Globus produzieren die 100fach Menge an CO2 wie die gesamte Menschheit.

    CO2-Atmung Drosophila:

    Emission/Std. : 5 Mikroliter/Std. = 1,09 x 10-2 Liter CO2/Saison (1/2 Jahr) x 10^20 = 1,09 x 10^18 Liter CO2

    = 2,14 x 10^12 Tonnen CO2/Saison!!!!

    Die komplette anthropogene CO2-Emission der Erde wird vom IPCC auf ca. 22 x 10^9 Tonnen/Jahr geschätzt. Dies ist 1% der Insektenatmung!

  • 28.11.2011, 19:29 UhrAnonymer Benutzer: Heini

    Vollkommen sinnlos ist die Speicherung von CO2. Es ist kein Treibhausgas! Ausserdem wird es seit einem Jahrzehnt auf dem Globus kälter. Jeder halbwegs klar denkende Mensch kann den Unsinn erkennen, aber jahrelange Konditionierung hat Ängste hervorgerufen, die Realität wird kaum noch wahrgenommen.
    Die Medien machen hier fleissig mit, nur das privat finanzierte Institut EIKE macht eine Ausnahme. Hier sollte sich jeder schlaumachen.

  • 28.11.2011, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: AlexanderBerg

    Direkte Wasserstofferzeugung mit Wasser und Sonne: Hydrosol.

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