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Milliardenplan: Stadtwerke attackieren Stromriesen

Nach dem beschleunigten Atomausstieg wollen die 900 Stadtwerke ihre Chance nutzen. Mit einem Milliardenprogramm wollen die kommunalen Versorger den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall entgegentreten.

Bei der Stromversorgung wollen die Stadtwerke den Energieriesen entgegentreten. Quelle: dpa
Bei der Stromversorgung wollen die Stadtwerke den Energieriesen entgegentreten. Quelle: dpa

München„Die kommunalen Unternehmen haben heute einen Anteil von zehn Prozent an der Stromerzeugung. In den nächsten 10 bis 15 Jahren wollen wir den Anteil in Deutschland auf 25 Prozent mehr als verdoppeln“, kündigt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), in der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) an.

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Es gehe um zweistellige Milliardeninvestitionen in neue fossile Kraftwerke und Erneuerbare Energien wie Windparks, sagt Reck. Damit fordern kommunale Versorger die angeschlagenen Stromriesen endgültig heraus. „Wir stehen vor einer Ära der Stadtwerke“, sagt Reck. Harte Kritik übt der Verbandschef am Kurs der Bundesregierung bei der Energiewende: „Bisher kann ich noch keinen Plan für diesen Umbau erkennen, den bleibt die Bundesregierung schuldig.“ Um dem Kompetenzgerangel zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu begegnen, müsse die Regierung einen eigenen Posten schaffen. „Deutschland braucht einen Energieminister“, fordert Reck.

  • 26.12.2011, 13:23 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Die Stadtwerke betätigen sich als Wegelagerer zu Lasten der Gesellschaft und zugunsten der eigenen Kasse und der Positionen für verdiente Politiker.

    Bisher dominierte die sog. Konzessionsabgabe. Diese Abgabe wurde den Stromkonzernen in Rechnung gestellt wenn diese Stromnetze auf dem Gebiet der Gemeinde errichteten und betrieben. Die Versorger stellten natürlich wiederum diesen Betrag mit Zuschlag den Kunden in Rechnung.

    Mit der Bildung von Stadtwerken kann man eine eigene Organisation schaffen, unbedeutende und bedeutende Posten schaffen und den Kunden direkt eine Rechnung stellen. Meines Wissens ist dies für die Kunden selten günstiger. Die Stadt generiert höhere Einnahmen.

    Vandale

  • 24.12.2011, 10:23 UhrEnergieelite

    Womit wollen die Stadtwerke ihr Vorhaben bewerben ?
    Wir schaffen Windparks die keiner haben will ,die Strom erzeugen den keiner bezahlen kann ,wodurch der allgemeine Strompreis so stark steigt das die Energiekosten keiner mehr aufbringen kann außer H4 Empfänger und Energieeliten .

    Wer mir die Frage stellt wo mein Strom herkommen soll bekommt zur Antwort aus Atomkraftwerken , die sie mir auch vor die Haustür stellen können ,wir kennen nicht nur den Strahlentod und ewig lebt keiner !!!

  • 22.12.2011, 10:44 UhrAdamSchmitz

    Und wieder ein kleiner Schritt in Richtung Staatssozialismus: Stadtwerke sind bekanntlich durchseucht von lokalen Politsternchen, die dort auf ihren verdienten Pöstchen sitzen. Wenn Stadtwerk jetzt stärker in die Energieversorgung einsteigen, heisst das nicht unbedingt mehr Wettbewerb (das wäre ja schön), sondern zusätzliche Posten für verdiente lokale Parteigenossen.

    Für den Bürger aber auf jeden Fall: Höhere Strompreise!

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