
HEIDELBERG. Die Nacht wurde zum Tag in den letzten Jahrzehnten. Überall illuminieren Behörden wie Privatleute mit Straßenlaternen, Denkmalbestrahlung, Leuchtreklame und gleißenden Skybeamern ihre Städte. „In den letzten 30 Jahren nahm die nächtliche Beleuchtung rapide zu, denn mehr Licht ist mit Werten wie Wohlstand, Sicherheit oder Modernität besetzt. Und durch die Globalisierung leben wir mehr und mehr in einer 24-Stunden-Gesellschaft. Das erreichen wir durch künstliches Licht“, erklärt der Berliner Leibniz-Forscher Franz Hölker, der die negativen Folgen der zunehmenden Beleuchtung erforscht.
So sehen wir heute kaum noch Sterne am Firmament, weil riesige Lichtdome über Berlin, Schanghai oder New York aufragen. „Das Licht wird zwar immer punktuell abgestrahlt, aber durch Staub und andere Partikel in der Luft gestreut und breit verteilt. Das hellt den Nachthimmel gleichmäßig auf, und wir schaffen uns eine künstliche Dämmerung“, beschreibt Axel Schwope vom Astrophysikalischen Institut Potsdam das Ende der Dunkelheit.
Schon Ende der 1990er Jahre berichteten die beiden Astronomen Pierantonio Cinzano und Fabio Falchi von der Universität Padua, dass nur noch ein Prozent der Menschheit den freien Blick auf die Milchstraße genießen kann. Die große Mehrheit sieht dagegen allenfalls noch einige sehr helle Sterne - der Rest verschwindet in der Lichtverschmutzung.
Macht Licht krank?
Was einige Menschen vielleicht nur als ästhetisches Problem wahrnehmen, hat ernsthafte Konsequenzen: Licht lockt Zugvögel in tödliche Irre, verbrennt Milliarden Nachtfalter und stört die innere Uhr der Menschen. „Mangelnder Schlaf schwächt das Immunsystem, und damit erhöht sich die Anfälligkeit für Krankheiten“, sagt der Schlafforscher Till Roenneberg von der LMU München.
Eine Studie des israelischen Mediziners Itai Kloog von der Universität Haifa aus dem Jahr 2008 legt sogar nahe, dass der Mangel an Dunkelheit manche Krebsarten fördert: In den hellsten Regionen Israels lag das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um mehr als 70 Prozent höher als in den dunkelsten. An diesen einfachen Zusammenhang glaubt Rönneberg allerdings nicht: „Viel Licht weist auf eine industrialisierte Gesellschaft und städtisches Leben hin. Damit verbunden sind viele andere Einflussfaktoren, die Krebs auslösen können wie erhöhte Luftverschmutzung.“
ich will hier mal zwei Stichworte in den Kreis werfen:
- Schmetterlingseffekt
- explodierende Gesundheitskosten
natürlich ist der Uhrumstellwahnsinn nicht der alleinige Faktor. Aber: ist ja nett, dass nach 50 Jahren Forschung endlich mal zugegeben wird, dass ewiges Rumstellen an der inneren Uhr krank macht. Mich macht das wesentlich kaputter als eine Fernreise, da kommt mir wenigstens der Tag-Nachtrhythmus von außen zu Hilfe.
Also: weg mit dem englischen Schwachsinn, das spart Energie und macht gesünder, ein klares Sparprogramm das wirkt und fast nichts kostet!
Wenn alles so einfach wäre…
Man braucht keine neue Technik, sondern ein GESETZ.
Dem Privatmenschen wird in seiner Privatwohnung verboten, mit Glühlampenlicht zu beleuchten, er muss im fahlen Licht von Leuchtstoffröhren sein Leben fristen weil er sonst angeblich zu wenig zur CO2 Reduktion beiträgt,
aber die Gewerbetreibenden, die dürfen holzen was das Zeug hält, mit extrabilligem Gewerbestrom, mit zigtausenden Watt direkt ins Auge der Autofahrer oder in den Himmel. Dabei ist die beleuchtung komplett überflüssig, niemand kann gelockt von den Werbetafeln einkaufen weil die Geschäfte nachts geschlossen sind, daher muss UNbEDiNGT (schon alleine damit die Regierung ein winziges bischen glaubwürdig werden kann) die beleuchtung von Geschäften VERbOTEN werden, die nicht geöffnet haben.
Das brauvht deutlich mehr CO2 für deutlich weniger Nutzen.
Aber lieber ärgert die Regierung ihr Volk und verhätschelt ihre Amigos.
SPERRT SiE ALLE EiN!
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