Energie + Technik

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Stromspeicher-Start-Up : „Sie verlassen die CO2-produzierende Welt“

Seit sechs Jahren hat das Stromspeicher-Start-Up Younicos keinen Gewinn gemacht, in diesem Jahr will es die schwarze Null erreichen. Wenn sein Modell Erfolg hat, könnte das Unternehmen Deutschland vor Blackouts schützen.

Szene in einem Umspannwerk: Damit der Strom auch im weiteren Verlauf der Energiewende zuverlässig fließt, müssen Speicher ausgebaut werden. Quelle: dapd
Szene in einem Umspannwerk: Damit der Strom auch im weiteren Verlauf der Energiewende zuverlässig fließt, müssen Speicher ausgebaut werden. Quelle: dapd

Berlin In Berlin-Adlershof bietet sich ein Bild, das so treffend die derzeitige Entwicklung auf dem Strommarkt zeigt, als sei es zu diesem Zweck inszeniert worden. Die Experimentierhalle des Stromspeicher-Startups Younicos ist nur schwer zu finden. Sie wird verdeckt von den riesigen Büroräumen von Solon, ein Solarmodulhersteller der ersten Stunde.

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Frisch und modern sticht das Solon-Gebäude hervor neben all den anderen Zweckbauten in dem kleinen Gewerbegebiet. Das kunstvoll geschwungene Dach ist zugepflastert mit Photovoltaik-Panelen. Younicos hat dagegen noch nicht einmal ein Firmenschild, erst wenn man an den schicken Solon-Büros vorbeigeht, gelangt man zur Experimentierhalle des Unternehmens.

Bisher war das Zeitalter der Solarfirmen. Doch je weiter die Energiewende fortschreitet, desto wichtiger werden Stromspeicher. Die Zukunft gehört Firmen wie Younicos, auch wenn sie bisher wenig sichtbar sind.

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Der Grund: Sonne und Wind produzieren nicht so kontinuierlich und berechenbar Strom wie konventionelle Energieerzeuger, etwa Kohle-, Atom-, oder Gaskraftwerke. Die deutsche Stromversorgung ist aber auf diese kontinuierlichen Kraftwerke ausgelegt. Wenn etwa zur sonnenreichen Mittagszeit besonders viel Solarstrom produziert wird, überfordert das das System, denn Strom muss immer verbraucht und kann nicht einfach in die Luft geleitet werden. So werden absichtlich etwa Windräder ausgeschaltet oder Stromerzeuger müssen sogar dafür Geld bezahlen damit ihnen der Strom abgenommen wird.

Wie in einer Raumschiff-Zentrale

Nach dem erfolgreichen und rasanten Ausbau der Erzeugungskapazitäten von Wind- und Solarkraft ist es daher jetzt nötig, die Stromspeicher auszubauen. Younicos geht davon aus, dass bis zu einem Anteil von 60 Prozent erneuerbaren Energien zunächst der Ausbau von sogenannten Kurzzeitspeichern ausreicht, also Speicher, die Strom nur tageweise vorhalten. Zurzeit hat Deutschland laut Bundesumweltministerium einen Jahresanteil von rund 23 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch. Wenn seine Rechnung aufgeht, hat Younicos also noch lange Zeit, die Energiewende zu nutzen.

Energie-Technik

Über eine Brücke hinter der Solon-Zentrale gelangt man zur Halle des Unternehmens, auf der Eingangstür steht die vollmundige Ankündigung: „Sie verlassen den CO2 produzierenden Sektor dieser Welt.“ Drinnen sieht es aus wie in der Kommandozentrale eines Raumschiffes. In einem abgetrennten Raum rattert ein kleiner Dieselstromgenerator, davor simulieren neun Mini-Umspannwerke die realen Bedingungen, unter denen Strom produziert und weitergeleitet wird. Die Batterien, die wichtigsten Teile der Testanlage, ruhen in rund sieben Meter hohen, grauen Schränken. Und über all dem schwebt eine Brücke, die zu einer halbrunden Galerie führt.

  • 21.05.2013, 16:03 Uhrwhisky


    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.

  • 21.05.2013, 16:08 Uhrvandale

    Meines Erachtens wäre es sehr wünschenswert wenn sich die EU bei der Stromerzeugung nicht an religiösen Illusionen, sondern an den Bedürfnissen von Mensch und Wirtschaft orientiert.

    Vandale

  • 21.05.2013, 16:14 Uhrvandale

    Wenn man sich die Mühe macht den Artikel zu lesen dann stösst man auf heisse Luft. Ein ökosozialistisch orientierter Journalist mit Geisteswissenschaftlichem Hintergrund ist sicherlich von Schildern mit "Sie verlassen die CO2 produzierende Welt", einem Raumschiff Enterprise Cockpit, begeistert.

    Das Batterien theoretisch geeignet sind die Schwankungen der Oekostromerzeugung zu glätten ist nicht neu. Allerdings meine ich, dass es kaum die teuren Li-Ionen Batterien sein werden. Die Vorliebe für Li-Ionen Batterien entstammt wahrscheinlich der Oekowelt in der Kosten egal sind solange sich die Subventionssätze beliebig erhöhen lassen.

    Es ist schade um die Zeit. Ein wenig Inhalt wäre nicht schlecht gewesen.

    Vandale

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