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Studie: Öko-Energien spülen Milliarden in die Kassen der Kommunen

Neue Argumente für Verfechter von Öko-Strom: Der Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen spült Milliardensummen in die Kassen der Kommunen. Das ist das Ergebnis der ersten systematischen Studie zur regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien.

Windpark in Mecklenburg-Vorpommern: 6,6 Mrd. für die Kassen der Kommunen. Quelle: dpa
Windpark in Mecklenburg-Vorpommern: 6,6 Mrd. für die Kassen der Kommunen. Quelle: dpa

HB BERLIN. Der starke Ausbau der Stromerzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen spült den Kommunen immer mehr Geld in die Kassen. In der ersten systematischen Erhebung wird die regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien in Deutschland auf 6,6 Mrd. Euro für das Jahr 2009 beziffert.

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Die der Nachrichtenagentur dpa vorliegende Zusammenfassung der Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Zentrums für Erneuerbare Energien der Universität Freiburg (ZEE) taxiert die Wertschöpfung durch Windkraft auf 2,1 Mrd. Euro, durch Photovoltaik auf 2,4 Mrd. und durch Biogasanlagen auf 500 Mio. Euro.

Neue Gewerbesteuereinnahmen, die Verpachtung von Flächen für die Ökostrom-Erzeugung sowie neue Arbeitsplätze und damit ein höherer Einkommenssteueranteil sind die wichtigsten Vorteile. Die Kommunen profitieren dabei von der starken staatlichen Subventionierung der Öko-Energien.

Insgesamt kann eine Kommune mit 75 000 Einwohnern und einem Ausbau der erneuerbaren Energien im Bundesdurchschnitt laut der Studie rund drei Mio. pro Jahr an Wertschöpfung generieren. Davon entfallen mehr als eine Million Euro auf Photovoltaik, auf den Bereich Windenergie sogar fast 1,2 Millionen. Hier gibt es etwa 200 000 Euro durch Pachteinnahmen, wenn die Flächen im Besitz der Kommune sind.

Auch das Bundesumweltministerium bestätigt die hohe Wertschöpfung durch die Ökoenergien. Demnach betrug 2009 die Wertschöpfung durch Investitionen und Betrieb 37,5 Mrd. Euro und lag damit um fast ein Viertel über dem Wert von 2008 - unbeachtet bleiben hierbei die langfristigen Effekte für die Kommunen.

Die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien erstellte Kommunen-Studie soll Anfang September offiziell präsentiert werden.

Inmitten der Debatte um längere Laufzeiten von Atomkraftwerken und angesichts erheblichen Drucks der Atomlobby auf die Bundesregierung zeigen die Ergebnisse, dass Kommunen von der Umstellung auf eine eigene Energieversorgung in der Regel stark profitieren können.

Sollte es bis 2020 wie von der Branche erwartet einen Ökoenergie- Anteil von 28,7 Prozent (Strom, Wärme, Kraftstoffe) geben, könnten laut Studie bis zu 12,3 Mrd. Euro pro Jahr in den Kommunen an Wertschöpfung erreicht werden. "Die Ergebnisse belegen eindrucksvoll die bereits gegenwärtig hohen ökonomischen Wertschöpfungen in Kommunen, die aus der Förderung der EE-Anlagen und der Ansiedelung von Unternehmen gegeben sind", heißt es im Fazit der Studie.

Viele regionale Energieversorger verlangen von der Bundesregierung einen Verzicht auf längere Laufzeiten für Kernkraftwerke, da im Vertrauen auf den Atomausstiegsbeschluss viel Geld in die Umstellung auf eine Versorgung aus erneuerbaren Energien investiert wurde.

  • 25.08.2010, 02:20 UhrAnonymer Benutzer: Andreas

    Herr Ermecke,
    in Deutschland reden immer weniger von wenigen Menschen über einen rein freien Markt. Die gesetzlichen bestimmungen wurden eingeführt, weil eine Wende in der Energieversorgung durch die Energieversorger nicht zu erwarten war. Eine befürchtung, die sich angesichts der gegenwärtigen politischen Auseinandersetzung, zu der ich auch die Petition der Petenten zähle, bewahrheitet. Machen Sie so weiter, und wir zeigen dann unser Gesicht. Je nach dem, wie Sie sich entscheiden, geben wir unsere Schönheit zu erkennen oder unsere Fratzen. Wir brauchen weder Sie, noch Menschen wie Herrn Hüther. Was das denn nun wieder bedeuten soll ...?

  • 24.08.2010, 23:21 UhrAnonymer Benutzer: Klaus Ermecke

    ich fasse die Studie, die den Erstellern bestimmt viel Geld in die Kasse gespült hat, kurz und völlig kostenlos für das Handelsblatt und die Leser zusammen:

    1. Es gibt einen Geschäftszweig mit Produkten, die in einem freien Markt keiner haben will, und die deshalb durch Gesetze den Energieversorgern aufgezwungen werden, die sie gezwungenermaßen bezahlen aber die Kosten dann den bürgern weiterbelasten dürfen.

    2. Die Gemeinden dürfen dann den beteiligten Profiteuren dieser Zwangsmaßnahmen Gewerbesteuern abnehmen und meinen, sie hätten dadurch ein Geschäft gemacht.

    3. Die Studie macht offenbar keine Aussagen darüber, wie viele Unternehmen durch die grüne Zwangswirtschaft im Energiebereich bereits aus dem Lande getrieben wurden, und untersucht nicht, wie viel Gewerbesteuer den Kommunen dadurch entgeht.

    4. Die Studie untersucht ebenfalls nicht, wie viele Milliarden (!) die Kommunen mittlerweile für Klimapropaganda und vorgeblichen Klimaschutz ausgeben und damit verschwenden.

    Vor ein paar Jahren einmal bummelte ich mit einem israelischen Geschäftsmann durch München, als er sich plötzlich spontan umdrehte, mich anschaute und sagte: "ihr wißt gar nicht, wie reich ihr hier seid!"

    ich hätte ihm antworten sollen: "Nicht mehr lange!"


    Klaus Ermecke
    KE Research
    Oberhaching

  • 24.08.2010, 21:18 UhrAnonymer Benutzer: chris

    Man müsste die umweltfreundliche Technologie unterstützen.

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