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Klima-Orakel: Hilft Stromsparen der Umwelt oder dem Stromexport?

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal will Francis Reinier aus Berlin wissen: „In Deutschland wird mehr Strom produziert als verbraucht. Kommt die eingesparte Energie also dem Export und damit der Rendite der Konzerne zugute?“ Das Umweltbundesamt antwortet ihm.

Strommast im Umspannwerk in Tambach-Dietharz. Sparen die deutschen Strom, sinken langfristig die Erzeugerkapazitäten. Quelle: dapd
Strommast im Umspannwerk in Tambach-Dietharz. Sparen die deutschen Strom, sinken langfristig die Erzeugerkapazitäten. Quelle: dapd

BerlinEine sinkende Nachfrage im Inland bei konstanten Erzeugerkapazitäten führt zu einem sinkenden Börsenstrompreis. Die Unternehmen werden darauf reagieren, indem Sie ihre überschüssigen Erzeugerkapazitäten verstärkt im Ausland anbieten. Dies führt dazu, dass auch dort das Angebot steigt und der Großhandelspreis sinkt.

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So führt ein dauerhaftes Stromsparen deutscher Privathaushalte langfristig zu niedrigeren Erzeugungskapazitäten. Denn bei sinkenden Großhandelspreisen im In- und Ausland scheiden teure Kraftwerke langfristig aus dem Markt aus.

Klima-Orakel

Die Treibhausgasmenge bei der Stromproduktion kann der Verbraucher übrigens über zwei Handlungsmöglichkeiten beeinflussen:

·         Er nutzt Stromsparpotentiale: Sein geringerer Bedarf führt dann dazu, dass weniger Strom erzeugt wird. In der Regel müssen dann weniger fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung eingesetzt werden – das vermeidet Treibhausgasemissionen.

·         Er nutzt Strom, der aus CO2-armen Energieträgern gewonnen wird. Das ist zum Beispiel beim Strom aus erneuerbaren Energieträgern der Fall.

Neben dem Klimaschutz hat Stromsparen noch einen sehr angenehmen Nebeneffekt: Sie schonen nicht nur das Klima, sondern auch Ihre Haushaltskasse.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

  • 08.12.2011, 16:19 UhrZwecker

    Die Antwort ist ein Widerspruch in sich.

    "Eine sinkende Nachfrage im Inland bei konstanten Erzeugerkapazitäten führt zu einem sinkenden Börsenstrompreis. Die Unternehmen werden darauf reagieren, indem Sie ihre überschüssigen Erzeugerkapazitäten verstärkt im Ausland anbieten....

    ...Er nutzt Stromsparpotentiale: Sein geringerer Bedarf führt dann dazu, dass weniger Strom erzeugt wird. In der Regel müssen dann weniger fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung eingesetzt werden – das vermeidet Treibhausgasemissionen."

    Das heißt im Klartext: Wenn ich Strom spare mit dem Gedanken an die Umwelt, wird der Strom den ich einspare an andere verkauft. Somit wird wieder die Umwelt verschmutz.

    Aha...

  • 08.12.2011, 14:50 UhrAnonymer Benutzer: Lucrecius

    Manipulativer Artikel. Menschenverursachtes CO2 beeinflusst das Klima nicht!

    Climate Gate 1.0 und nun 2.0 laesst gruessen!

    Bei der naechsten Wahl werde ich ganz genau hinschauen dass mein Steuergeld nicht in derartigen Unsinn "Klima sucht Schutz" investiert wird!

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