Klima-Orakel

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So kann die Energiewende gelingen

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Klima-Orakel: So werden Altbauten klimaneutral

Leser fragen, Klima-Experten antworten. Diesmal will Klaus Pfeifer aus Osterburg wissen: „Können Altbauten durch Sanierung klimaneutral werden?“ Bastian Wittstock vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik antwortet ihm.

Wärmebild des Bundeskanzleramtes in Berlin. Die meisten Häuser können so modernisiert werden, dass sie nahezu klimaneutral sind. Quelle: dpa
Wärmebild des Bundeskanzleramtes in Berlin. Die meisten Häuser können so modernisiert werden, dass sie nahezu klimaneutral sind. Quelle: dpa

Die meisten Häuser können so modernisiert werden, dass sie (nahezu) klimaneutral sind. Allerdings muss fair gerechnet werden: Treibhausgase entstehen nicht nur durch die Heizung – auch die Herstellung und Entsorgung der eingesetzten Baustoffe gehen in die Ökobilanz mit ein. Die Treibhausgasemissionen, die durch den Baustoff-Einsatz entstehen, müssen also mit den vermiedenen Treibhausgasemissionen während der Nutzung des Hauses verrechnet werden.

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Der erste Schritt für die energetische Modernisierung ist die Verringerung des Energiebedarfs, indem das Haus wärmegedämmt und die ungewollte Lüftung reduziert wird. Die anschließend noch benötigte Energie muss dann mit energieeffizienten Heizungssystemen erzeugt werden, wobei erneuerbare Energiequellen genutzt werden sollten.

Systeme dafür gibt es verschiedene, keine lässt sich pauschal als beste Lösung empfehlen. Ein Energiekonzept muss vielmehr das Haus im Blick behalten und für den Bedarf die optimale Lösung bieten.

Häuser sollten aber nicht einfach nur energetisch modernisiert werden. Ein optimales Gebäude berücksichtigt die verschiedenen – ökologischen, ökonomischen und sozialen – Felder der Nachhaltigkeit. Neben den Kosten über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes sind es insbesondere die bauphysikalischen Aspekte, die für ein angenehmes Raumklima und die dauerhafte Funktionsfähigkeit des Gebäudes von Bedeutung sind.

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Wird zum Beispiel ein Haus gedämmt und mit dichten Fenstern ausgestattet, darf man die notwendige Lüftung nicht vergessen, sonst kann eine gesundheitsgefährdende Schimmelpilzbildung in den Räumen die Folge sein. Zudem muss mögliches Tauwasser in der Baukonstruktion im Blick bleiben und auch das Einbringen von Schadstoffen in das Haus sollte beispielsweise bei der Baustoffauswahl berücksichtigt werden.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

  • 20.05.2013, 15:57 UhrWolfgangPress

    Ja gibt es: UMWELTBUNDESAMT!!!

  • 20.05.2013, 15:56 UhrWolfgangPress

    Ein bekannte Architekt sagte mir, das hilft der Bauwirtschaft und uns. Jetzt klatschen wir das Zeug an die Hauswände und in 10, 15 Jahren reisen wir das wieder ab weil alle merken dass das kontraproduktiv war. So sind wir wenigstens für die nächsten zig Jahre ausgelastet. Und er selber nimmt an seinem haus auch keine Wärmedämmung vor.

  • 20.05.2013, 15:50 UhrWolfgangPress

    Selten so einen totalen Blödsinn gelesen. Ich habe in einer "modernen" Neubauwohnung gewohnt. Natürlich wärmegedämmt. Das Haus hatte alles das was gut für Klima sein soll bis hin zu Sonnenkollektoren. Die Wohnung war gerade mal 90 qm groß. Die Heizkostenabrechnung hat mich dann fast vom Hocker geworfen so dass ich mich schnellsten nach einer anderen Wohnung um gesehen habe. Jetzt habe ich 125 qm zu Verfügung und die Heizkosten liegen rund 20% unter denen der ach so Energiesparenden Wohnung. Wenn man dabei noch bedenkt dass zwischenzeitlich mehr als 10 Jahre dazwischen liegen, dann ist die Ersparnis enorm. Das Haus in dem ich jetzt Wohne ist Baujahr 1960 und nicht wärmegedämmt.

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