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Ranking: Welche Dax-Konzerne nachhaltig wirtschaften

Die Ratingagentur Scoris hat die Jahressieger des Dax-30-Ratings für öko-soziale Leistungen der Unternehmen gekürt. Für die Ergebnisse solcher Ranglisten zu öko-sozialen Leistungen der Unternehmen interessieren sich auch zunehmend konventionelle Vermögensverwalter. Auf welche Werte die Finanzprofis künftig setzen könnten.

von Susanne Bergius

BERLIN. Deutsche Telekom, Henkel und BMW sind Sieger des Dax-30-Nachhaltigkeitsrankings 2007 der Frankfurter Ratingagentur Scoris. Es liegt dem Handelsblatt exklusiv vor. Für die Ergebnisse solcher Ranglisten zu öko-sozialen Leistungen der Unternehmen interessieren sich auch zunehmend konventionelle Vermögensverwalter. „Wir nehmen sie wahr, weil immer mehr Pensionskassen Nachhaltigkeit zum Anlagekriterium machen“, sagt Markus Zeist, Fondsmanager bei der LBBW Asset Management. Die Themen kämen vermehrt bei Hauptversammlungen zur Sprache, berichtet auch Stephan Zirfas von Union Investment.

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Im Scoris-Ranking rückten einige Unternehmen weit nach oben, andere sackten ab. Die Gründe für die Verschiebungen: Einzelne Unternehmen haben ihre Leistungen deutlich erhöht und die Agentur hat ihre Bewertungsmaßstäbe weiter entwickelt. Die Ergebnisse des einzigen branchenübergreifenden Rankings in Deutschland sind darum kaum mit denen von 2005 und 2003 vergleichbar.

Scoris-Geschäftsführer Axel Wilhelm erklärt: „Nachhaltigkeitsanalysen müssen neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Anforderungen von Investoren beachten.“ Den Unternehmen würden die Änderungen in den Kriterienkatalogen mitgeteilt. Hierbei geht es um das Vorhandensein von Umweltmanagementsystemen, den Umgang mit Mitarbeitern, die Kundenorientierung sowie um die Verpflichtung der Lieferanten auf dieselben Ziele.

Verschiebungen bei den Kriterien gibt es, weil immer mehr Investoren und Unternehmen fordern, die Agenturen sollten sich auf Kriterien konzentrieren, die Firmenergebnisse materiell beeinflussen. Darum erarbeitet die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) zurzeit mit Unternehmen, Analysten, Investoren, Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen zentrale Leistungsindikatoren (KPIs) aus Finanzmarktsicht.

Ratingagenturen wollen jedoch Nachhaltigkeitsstrategien, Management und Leistungen umfassend beurteilen – auch Aspekte, die wie der Schutz der Artenvielfalt Betriebsergebnisse nicht unmittelbar beeinflussen. Als Kompromiss senkte Scoris die Kriterienzahl von 200 auf 120. Zudem nahm sie auf Wunsch von Kunden wie WestLB und Bank Pictet auch branchenspezifische Kriterien auf.

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