Umwelt-News

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Artenschutzkonferenz: Handel mit Eisbär-Produkten bleibt erlaubt

Die Artenschutzkonferenz Cites hat sich nicht auf einen besseren Schutz für Eisbären einigen können. Ein entsprechender Vorstoß der USA scheiterte auf der Tagung in Bangkok.

Ein generelles Handelsverbot für Eisbär-Produkte konnten die USA nicht durchzusetzen. Quelle: Reuters
Ein generelles Handelsverbot für Eisbär-Produkte konnten die USA nicht durchzusetzen. Quelle: Reuters

BangkokEisbärfelle und -trophäen dürfen weiter international gehandelt werden. Ein Vorstoß der USA, bei der Cites-Artenschutzkonferenz in Bangkok ein generelles Handelsverbot für Eisbär-Produkte durchzusetzen, scheiterte am Donnerstag. Dagegen war auch die EU, obwohl Deutschland sich nach Angaben des Bundesumweltamtes für eine Unterstützung des amerikanischen Vorschlags eingesetzt hatte.

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Ihr eigener Vorschlag, wenigstens die Überwachung der Eisbärpopulationen zu verbessern, erhielt ebenfalls nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. „Die Welt hat es nicht geschafft, sich für den Schutz der Eisbärpopulationen einzusetzen“, klagte Jeff Flocken von der Tierschutzorganisation IFAW.

Artenschutzkonferenz Diese Arten sind besonders gefährdet

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Eisbären gibt es in Kanada, den USA, Russland, Norwegen und Grönland. Ihre Zahl wird auf rund 25.000 geschätzt. Jedes Jahr werden nach Schätzungen 800 Eisbären erlegt, viele davon zur Versorgung der in den Regionen ansässigen Bevölkerungen. Produkte von 400 bis 500 Eisbären landen allerdings auf dem internationalen Markt.

Artenschutz

Die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens Cites tagen noch bis zum 14. März in Bangkok. Auf dem Programm stehen zahlreiche Entscheidungen darüber, für welche Tier- und Pflanzenarten Handelsverbote verschärft oder gelockert werden sollen.

  • 13.03.2013, 02:46 UhrSANTOS

    Als wären die Tiere nicht schon genug betraft damit daß sich das Klima gegen sich wandelt.
    Als hätten die Menschen nicht schon genug in die Natur eingegriffen und so macher Tiergattung ausgerottet.
    Als hätte man etwa in Afrika nicht genug beispiele wie Wilderer sich nur aus Geldgier an Tierfelle oder Elfenbein vergriffen hätten.

    Aber daß man die letzte Eisbären schützt da will man nicht mitmachen ?

    Die Humanität muß sich mit dem Wort " HUMAN "
    und "Human sein"
    mehr beschäftigen "und nicht aus Sport heulen".


  • 09.03.2013, 09:25 UhrAlanka

    Hallo anonymer wrsqprmpf -
    Welchen Klimawandel meinen Sie? Wird es wärmer oder wird es kälter. Und in welchen Zeiträumen? Wenn das Eis der Arktis schmilzt, dann ziehen sich die Eisbären samt ihren Beutetieren an die Küsten zurück. Wenn die Eismassen zunehmen, dann verteilen sie sich eben weiter ins Meer hinaus. So einfach ist das.
    Alina Alanka

  • 07.03.2013, 11:26 Uhrwrsqprmpf

    Wenn die USA & Co so weitermachen hat sich das Thema Eisbären eh erledigt. Durch den Klimawandel haben sie nämlich bald keinen Lebensraum mehr.

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