
HB WASHINGTON/NEW ORLEANS. Experten der Regierung hätten die Plattform untersucht und kein austretendes Öl entdeckt, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Die Sicherheitsventile der Bohrleitungen sowie alle Pipelines seien geschlossen. Auch die Tanks und Pumpen der Bohrinsel seien gesichert.
Die Plattform rund 150 Kilometer südlich der Küste Louisianas war am Donnerstag aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Sie liegt rund 320 Kilometer westlich der im April explodierten Bohrinsel "Deepwater Horizon" des Energiekonzerns BP in nur rund 100 Meter tiefem Gewässer.
BP will Absperrventil am Samstag bergen
Der Untergang der BP-Tiefseebohrinsel hatte zur größten Ölkatastrophe in der US-Geschichte geführt. BP wird voraussichtlich am Samstag das defekte Absperrventil der Bohrinsel "Deepwater Horizon" aus dem Golf von Mexiko bergen. Das 300 Tonnen schwere und 15 Meter lange Gerät werde derzeit langsam von einem Kran nach oben gezogen, teilte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur AP am Freitag per E-Mail mit.
Da das Absperrventil aus einer Tiefe von 1,6 Kilometern geborgen wird, ist seine Ankunft an der Wasseroberfläche erst im Laufe des Samstags zu erwarten. Bei der anschließenden Untersuchung erhofft man sich Aufschluss darüber, warum es die Ölpest nicht verhindert hat. Die Bohrinsel war am 20. April explodiert. Dabei waren elf Arbeiter ums Leben gekommen und über Wochen insgesamt rund 780 Mio. Liter Öl ins Meer geflossen.