
Die Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) hat am Montag in Berlin eine Studie zu möglichen Strategien einer Anpassung an den Klimawandel vorgestellt. Wer sie liest, bekommt den Eindruck, dass die Probleme des Klimawandels für Deutschland nicht besonders drängend sind.
Doch genau das hat im Vorfeld des Berichts für einigen Wirbel gesorgt. Vier prominente Wissenschaftler zogen sich aus der Acatech-Expertenkommission zurück, weil sie sich mit dem Abschlussbericht in keiner Weise einverstanden erklären konnten – ein in Deutschland bislang einmaliger Fall. Der Klimaforscher Wolfgang Cramer, Direktor des Institut Méditerranéen de Biodiversité et d'Ecologie marine et continentale in Aix-en-Provence, erklärt die Hintergründe zu diesem Schritt.
Herr Professor Cramer, warum haben Sie und Ihre Kollegen Hans von Storch vom Helmholtz-Zentrum für Material- und Küstenforschung, Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst und Jürgen Schmid vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik sich aus der Acatech-Kommission zurückgezogen?
Ich selbst bin – und ich glaube, dies gilt für alle Beteiligten – mit viel Engagement in diese Kommission eingezogen: Mir gefiel die Idee, mit Vertretern der Wirtschaft unter einem akademischen Dach, der Akademie der Technikwissenschaften, über Anpassung an den Klimawandel in Deutschland zu reden und dazu einen Bericht zu verfassen. Unter anderem hatte ich gehofft, dass wir mit einem entsprechenden Thesenpapier dazu die Akzeptanz für nötige Maßnahmen bei den Unternehmern steigern können.
Wir mussten bei dieser Arbeit zwei Herausforderungen überwinden: Zum einen hatten einige Wirtschaftsvertreter tatsächlich recht „alarmistische“ Vorstellungen vom bevorstehenden Klimawandel in Deutschland – etwa, dass der deutsche Wald demnächst stirbt oder dass die Landwirtschaft zu Grunde geht. Es schien die Meinung dieser Kollegen zu sein, dass solche dramatisierenden Aussagen die Förderung von Anpassungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand unterstützen könnten. Hieraus ergaben sich aber letztlich doch konstruktive Diskussionen in der Arbeitsgruppe, und die meisten Irrtümer konnten ausgeräumt werden.
Auf der anderen Seite wurde in Vorfassungen des Abschlussberichts konsequent immer wieder ein falsches Bild der wissenschaftlichen Unsicherheit vermittelt: zum Beispiel, dass die Klimaforschung bisher noch gar nicht wisse, ob es einen Klimawandel hierzulande gibt und wie dieser sich regional auswirkt. Und es wurde impliziert, dass man sich mehr auf die Anpassung und nicht auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen konzentrieren müsse, solange dies nicht genauer bekannt sei. Man kann aber doch nicht über Anpassung reden, wenn man gar nicht benennt, woran man sich überhaupt anpassen will – zumal wenn der Wissensstand zu diesen Risiken durchaus beachtlich ist.
Von welcher Seite kamen diese Einwände?
Kommuniziert wurde diese Position im Namen der Steuerungsgruppe: Kai Konrad vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, Volker Mosbrugger von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und Fritz Vahrenholt von der RWE Innogy GmbH. In den uns mehrfach vorgelegten Textfassungen wurden der gegenwärtige Kenntnisstand der Klimaforschung und die Risiken des Klimawandels für Deutschland nicht korrekt dargestellt. Wir haben dann der Steuerungsgruppe und dem Acatech-Präsidenten Reinhard Hüttl mitgeteilt, mit welchen Passagen wir in diesen Texten nicht einverstanden waren.
Wie reagierte die Acatech?
Herr Hüttl bedankte sich für die Anmerkungen und versprach, sie zu berücksichtigen – was in unseren Augen aber nur unzureichend geschehen ist. Auch in der Endfassung des Berichts sind die Risiken des Klimawandels für Deutschland weiterhin nicht korrekt dargestellt.

AxelSiegler, da haben Sie den Verlauf und die Zusammenhänge der gekauften Desinformation der Tabaklobby und des Klimawandels nicht verstanden:
Die Anti-Wissenchafts-Propaganda der Tabaklobby ging nahtlos (incl. einiger "Experten" wie Fred Singer) vom Leugnen und Desinformieren der Risiken des Rauchens zum Leugen und Desinformieren der Existenz und Risiken des Klimawandels im Auftrag der Öl-Lobby über.

Sehr guter Hinweis - vielen Dank.
An der so riesigen Hysterie, seit Jahrzehnten von ideologischen Linken geschürten Angst, vor friedlicher Atomnutzung muß noch gearbeitet werden.
Interessanterweise nimmt diese Ökoreligion keine Notiz von amerikanischen Atomwaffen, die in Deutschland (Pfalz) lagern.
Vor diesen Vernichtungswaffen hat man keine Angst.

Wer eine wunderbare Dokumation zum Thema Klima-Religion sehen will:
http://www.youtube.com/watch?v=bTJulde4B-Y
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