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Ernährung: Übergewicht ist schlecht für das Klima

Übergewicht ist nicht nur ein Risikofaktor für die Gesundheit, es begünstigt offenbar auch den Klimawandel. Nach Untersuchungen britischer Wissenschaftler ist es sogar ein Schlüsselfaktor für die von Menschen verursachten Klimaveränderungen.

Wer zuviel ist, schadet nicht nur der eigenen Gesundheit. Quelle: ap
Wer zuviel ist, schadet nicht nur der eigenen Gesundheit. Quelle: ap

HB LONDON. Dünn sein ist nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch für das Klima. Wie britische Forscher ermittelten, führt eine schlanke Bevölkerung dazu, dass weniger schädliche Treibhausgase ausgestoßen werden. Über ihre Untersuchungen berichten die Wissenschaftler aktuell im Fachmagazin „International Journal of Epidemiology“.

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Ein wichtiger Klimafaktor ist demnach die Tatsache, dass eine dünnere Bevölkerung weniger esse als eine, in der ein hoher Prozentsatz der Menschen übergewichtig sei. Das sei gut für das Klima, weil die Produktion von Nahrungsmitteln auch für den Ausstoß von vielen Treibhausgasen verantwortlich sei.

Zweitens reduzierten sich die Abgase von Transportmitteln, wenn es mehr dünne Menschen gebe, so die Forscher Phil Edwards und Ian Roberts von der Londoner School of Hygiene & Tropical Medicine. Denn um dicke Menschen zu transportieren, muss deutlich mehr Energie aufgewendet werden. Nach den Recherchen stößt eine schlanke Bevölkerung mit einer Milliarde Menschen dadurch pro Jahr eine Gigatonne weniger Kohlendioxid aus als eine dicke Bevölkerung.

„Wenn man sich in einem schweren Körper bewegt, ist es, als würde man mit einem Spritfresser durch die Gegend fahren“, erklären die Autoren. „Je schwerer wir sind, desto schwerer ist es für uns, sich zu bewegen, und wir werden von unseren Autos abhängig.“ Dünn bleiben sei also nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt. Die Forscher riefen dazu auf, dass Übergewichtigkeit als „Schlüsselfaktor“ im Kampf gegen den Klimawandel erkannt werden müsste.

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