Umwelt-News

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Extremwetter: Wie ein Supersturm die Arktis aufmischte

Er zog als Megaorkan durch die Arktis und zerstörte riesige Eisflächen. Jetzt haben Wissenschaftler die Auswirkungen des „Großen arktischen Zyklons“ vom vergangenen Sommer genauer unter die Lupe genommen.

Satellitenbild des Supersturms in der Arktis im August 2012: Er zog innerhalb dreier Tage von Sibirien aus durch das Nordpolarmeer. Quelle: Nasa
Satellitenbild des Supersturms in der Arktis im August 2012: Er zog innerhalb dreier Tage von Sibirien aus durch das Nordpolarmeer. Quelle: Nasa

HeidelbergEr kam aus Sibirien, zog mit Orkanstärke über das gesamte Nordpolarmeer – und zerstörte dabei riesige Meereisflächen: Der „Große arktische Zyklon“, wie er bald genannt wurde, überraschte die Meteorologen im vergangenen Jahr: Der Extremsturm tobte sich im August aus, obwohl während des Spätsommers normalerweise ruhige Bedingungen vorherrschen.

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Einige Polarforscher machten ihn außerdem für die enormen Eisverluste des vergangenen Jahres mitverantwortlich; schließlich erreichte die Meereisbedeckung im September einen seit Beginn der modernen Aufzeichnungen Ende der 1970er Jahre historischen Tiefststand. Nun legen Jinlun Zhang von der University of Washington in Seattle und seine Kollegen eine neue Bewertung des Supersturms vor.

Polarforschung Arktischer Supersturm dezimiert Meereis

Im Nordpolarmeer hat sich ein ungewöhnlich großer Zyklon gebildet. Der Wirbelsturm droht die durch den Klimawandel bereits geschwächte arktische Meereisdecke weiter zu zerrupfen.

Tatsächlich war der Sturm der heftigste in einem August, seit Satelliten die Region überwachen (und der dreizehntstärkste überhaupt). Zum gesamten Eisverlust trug er jedoch wenig bei, wie die Forscher mit Hilfe von Computermodellen berechneten – er verlagerte nur den Zeitpunkt der Zerstörung nach vorne: Der Vergleich der Eisschmelze mit und ohne Supersturm zeigte, dass der neue Tiefststand dadurch zehn Tage früher eintrat als ohne den Einflussfaktor.

Polarforschung

Insgesamt zerstörte der Orkan jedoch „nur“ 150.000 Quadratkilometer mehr Eis, was die gesamte freigelegte Fläche nur um fünf Prozent vergrößerte. Verglichen mit dem bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2007 lag der Verlust jedoch um knapp 20 Prozent höher.

  • 05.02.2013, 11:03 UhrAlanka

    "Extremereignisse könnten sich häufen" - lautet eine Aussage in dem Bericht. Wie das bei Extremereignissen halt so ist, "könnten" sie aber auch weniger werden. Oder etwa nicht? In diesem Beitrag ist von einem CO2-bedingten und anthropogen verursachten Klimawandel keine Rede, sondern von den Wirkungen einer vermehrt wirksamen Sonneneinstrahlung. Na ja, dann darf die Menschheit in den nächsten 100 Jahren hoffen, dass es auf der nördlichen Halbkugel endlich wärmer wird - um neue Lebensräume zu erschließen. Eine interessante Zeit steht bevor.
    Alina Alanka

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