Umwelt-News

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Klimawandel: Geoengineering löst CO2-Problem nicht

Im Kampf gegen den Klimawandel setzen manche Experten auf technische Eingriffe in die Natur. Doch zumindest eines der vorgeschlagenen Geoengineering-Verfahren scheint die Erwartungen nicht zu erfüllen.

Eingriffe in das Ökosystem Ozean versprechen keine schnelle Hilfe gegen den Klimawandel. Quelle: Reuters
Eingriffe in das Ökosystem Ozean versprechen keine schnelle Hilfe gegen den Klimawandel. Quelle: Reuters

BremerhavenTechnische Eingriffe in die Natur statt den Treibhausgasausstoß zu reduzieren - im Kampf gegen den Klimawandel hoffen manche Experten auf das sogenannte Geoengineering. Einem der vorgeschlagenen Verfahren haben Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung nun aber eine Absage erteilt.

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Die Wissenschaftler untersuchten eine Technik, bei der große Mengen silikathaltiger Gesteinspartikel, sogenanntes Olivin, in den Weltmeeren aufgelöst werden, damit das Wasser mehr Kohlendioxid (CO2) aufnehmen kann. Die Forscher wollten herausfinden, welche Auswirkungen das auf die chemische Zusammensetzung des Wassers und die Meereslebewesen hat.

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Während der Klimagipfel in Rio im Unverbindlichen verharrt, suchen Wissenschaftler nach technischen Lösungen, um den Klimawandel beherrschbar zu machen. Doch das sogenannte Geo-Engineering birgt unkalkulierbare Risiken.

Ihr Ergebnis: Das Wasser kann dadurch zwar deutlich mehr Kohlendioxid aufnehmen, trotzdem ließe sich so nur ein kleiner Teil des weltweit freigesetzten Kohlendioxids binden. Zudem würde das Einbringen des Minerals zu einem deutlich stärkeren Wachstum von Kieselalgen führen. Ein Eingriff in die marinen Ökosysteme, der nach internationalen Abkommen zurzeit nicht zulässig wäre, heißt es in der Untersuchung, die im Fachmagazin „Environmental Research Letters“ veröffentlicht wurde.

Geowissenschaften

Das Team um AWI-Forscher Peter Köhler ging davon aus, dass jährlich drei Gigatonnen fein gemahlenes Olivin, in den Ozeanen aufgelöst werden. „Dadurch wird das Wasser alkalischer, die Aufnahmekapazität von CO2 steigt“, so Köhler. Trotzdem könnten diese Mengen nur neun Prozent des heutigen von Menschen verursachten Kohlendioxidausstoßes kompensieren.

  • 10.02.2013, 23:04 UhrH._Thieme

    Wenn man eingehender über die Vorstellungen nachdenkt, welche dem sogenannten "Treibhauseffekt" zugrunde liegen, wird man feststellen, dass die Idee des "Treibhauseffektes" und der diesen angeblich verursachenden "Treibhausgase" recht abenteuerlich ist. Jedenfalls, wenn man in den Naturwissenschaften nicht völlig unkundig ist. Das zusammengefasste Ergebnis des Nachdenkens lautet: Ohne die sogenannten "Treibhausgase" in der Atmosphäre wäre es lebensfeindlich heiß auf unserer Erde. Ausführlichere Darstellung in: http://www.real-planet.eu/treibhausgas.htm Und die Folgerung aus den Realitäten lautet deshalb: Hände weg von Eingriffen großen Stils in unsere Umwelt, solange man die Wirkungsmechanismen nicht bis ins letzte Detail verstanden hat. Man kann jedenfalls mit Dummheit viel Schaden anrichten, wenngleich man damit auch viel Geld verdienen kann, zumindest heutzutage.

  • 23.01.2013, 12:16 UhrSonnenschein

    @HofmannM

    Geben Sie es auf. Dass die ganze vorgegebene Skepsis gegenüber den 97% der Forscher und Klimatologen, die von einem anthropogenen Klimawandel ausgehen, ein einziges Lügengespinst darstellt, ist längst belegt. In Deutschland versuchen noch ein paar Rentner auf den ZUg aufzuspringen. M. Lügburg (oder Limburg) von EIKE hat versucht, sich eine Doktorarbeit zu erschleichen. Das Werk wurde von Fachleuten gewogen und als zu leicht abgelehnt, weil es sich wohl auf dem gleichen wissenschaftlichen Niveau, wie ein Horosokop von Madame Tessier befand. So muss der Elektroingenieur Limburg wohl noch nachsitzen.

    Die Lügen der Klimaskeptiker werden endlos weiter geführt werden. Selbst wenn wir am Nordpol 25° haben sollten, werden die Leugner des durch Menschen verursachten Klimawandels immer noch sagen: Am CO2 (und den daraus resultierenden Folgen) liegt es nicht.

    (die 25°C am Nordpol waren in der Erdgeschichte schon einmal der Fall war, der CO2-Gehalt der Luft war 5 Mal so hoch wie heute, http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4oz%C3%A4n/Eoz%C3%A4n-Temperaturmaximum)

  • 23.01.2013, 11:39 UhrHofmannM

    @Sonnenschein
    Du sollst kein falsches Zeugnis geben!
    Jeder hier kann sich selbst und uneingeschränkt informieren!
    Was Sie da abziehen ist einfach nur Schäbig und hab mit der Realität des Wissenserwerbs nichts mehr zu tun!

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