Umwelt-News

_

Klimawandel: Schmelzwasser beschleunigt arktischen Eisschwund

Schmelzwasser sorgt dafür, dass es unter dem Eis des Arktischen Ozeans immer heller wird. Die Tümpel beschleunigen einen Effekt des globalen Klimawandels, wie Forscher mit einem Tauchroboter nachweisen konnten.

Das arktische Eis ist zunehmend bedeckt mit Schmelzwasseretümpeln. Quelle: Stefan HendricksStefan Hendricks, Alfred-Wegener-Institut
Das arktische Eis ist zunehmend bedeckt mit Schmelzwasseretümpeln. Quelle: Stefan HendricksStefan Hendricks, Alfred-Wegener-Institut

BremerhavenDie arktische Meereisdecke ist im zurückliegenden Jahrzehnt nicht nur geschrumpft, sondern auch deutlich jünger und dünner geworden. Wo früher meterdickes, mehrjähriges Eis trieb, finden Forscher heute vor allem dünne, einjährige Schollen, die in den Sommermonaten großflächig mit Schmelzwassertümpel bedeckt sind.

Anzeige

Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben nun erstmals die Lichtdurchlässigkeit des arktischen Meereises großflächig vermessen und dabei diese Veränderung in Zahlen fassen können. Ihr Ergebnis: Überall dort, wo sich Schmelzwasser auf dem Eis ansammelt, dringt viel mehr Sonnenlicht und somit Energie in das Eis ein als an wasserfreien Stellen.

Polarstern-Expedition Kaum noch altes Eis am Nordpol

  • Polarstern-Expedition: Kaum noch altes Eis am Nordpol
  • Polarstern-Expedition: Kaum noch altes Eis am Nordpol
  • Polarstern-Expedition: Kaum noch altes Eis am Nordpol
  • Polarstern-Expedition: Kaum noch altes Eis am Nordpol

Als Folge davon schmilzt das Eis schneller und der Lebensraum im und unter dem Eis erhält mehr Licht. Über ihre Untersuchungen berichten die Forscher um Marcel Nicolaus aktuell im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

Polarforschung

Die AWI-Wissenschaftler hatten in den zurückliegenden Jahren bei Expeditionen in die zentrale Arktis auffallend viele Schmelzwassertümpel gesichtet. Nahezu die Hälfte des einjährigen Eises war mit Tümpeln überzogen. Eine Beobachtung, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

  • 20.01.2013, 16:24 Uhrhoddi

    Mitten im Winter über das Sommereis zu berichten, ist nicht ganz passend. Wie steht es um das Arktiseis im Winter 2012 / 2013?

  • 17.01.2013, 16:31 UhrAlanka

    "Als Folge davon schmilzt das Eis schneller und der Lebensraum im und unter dem Eis erhält mehr Licht" - berichten die Forscher....
    Endlich mal ein positiver Aspekt in der Klimawandeldiskussion. Und wann wird die Nordwest-Passage wieder frei - für mehr Lebensraum über dem Eis.
    Zum Beispiel für mehr Schifffahrts- und Handelswege?

  • 16.01.2013, 15:51 Uhrklauswagner

    @HofmannM:
    Das Wort CO2 kommt in dem ganzen Artikel kein einziges Mal vor! Es wird lediglich ein Phänomen beschrieben - deutliche Zunahme des einjährigen Eises; Schmelzwassertümpel auf dem Eis; dadurch erhöhte Lichdurchlässigkeit - und die möglichen Konsequenzen daraus.
    Was soll also der alberne eindimensionale Beitrag, der völlig das Thema verfehlt?

  • Die aktuellen Top-Themen
Ebola-Studie: 800 Franken für jeden Impfstoff-Tester

800 Franken für jeden Impfstoff-Tester

Angesichts steigender Opferzahlen wird die Suche nach einem Impfstoff gegen Ebola zum Wettlauf gegen die Zeit. In Lausanne startet jetzt eine der größten Impfstoff-Testreihen - misstrauisch beäugt von den Einheimischen.

Plastikabfall: Kläranlagen versagen bei Mikroplastik

Kläranlagen versagen bei Mikroplastik

Plastikmüll wird zu einer zunehmend größeren Belastung für unsere Umwelt. Eine aktuelle Studie zeigt: Winzige Plastikteilchen schwimmen im Abwasser und können von Kläranlagen nur zum Teil herausgefiltert werden.