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Meeresforschung: Atlantik heizt die Arktis auf

Das Wasser des Atlantiks wärmt die Arktis auf: Laut einer aktuellen Untersuchung ist die Framstraße, einer Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen, in den vergangenen 2000 Jahren noch nie so warm gewesen wie heute. Das könnte die Klimaveränderungen in der Arktis verstärken.

Auf einer Reise des Forschungsschiff "Maria S. Merian" im Jahr 2007 wurden die Proben für die aktuelle Studie gewonnen. Quelle: N. van Nieuwenhove, IFM-GEOMAR Quelle: IFM-Geomar
Auf einer Reise des Forschungsschiff "Maria S. Merian" im Jahr 2007 wurden die Proben für die aktuelle Studie gewonnen. Quelle: N. van Nieuwenhove, IFM-GEOMAR Quelle: IFM-Geomar

HB DÜSSELDORF. Nie in den vergangenen 2000 Jahren war das atlantische Wasser in der östlichen Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen so warm wie heute. Das belegen Untersuchungen von Wissenschaftlern um Robert Spielhagen vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR. Sie konnten mit Hilfe von fossilen tierischen Einzellern nachweisen, dass die Temperatur des einströmenden Atlantikwassers in den vergangenen hundert Jahren um etwa zwei Grad Celsius gestiegen ist. Über ihre Forschung berichten die Wissenschaftler aktuell in der Zeitschrift „Science“.

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Die Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen ist die wichtigste Verbindung zwischen dem Arktischen Ozean und den übrigen Weltmeeren. Auf der Ostseite der Meeresstraße fließen warme und salzreiche Wassermassen aus dem Nordatlantik in die Arktis. Dieser warme Strom, die nördlichste Fortsetzung des Golfstroms, sorgt sogar im Winter für überwiegend eisfreie Bedingungen westlich von Spitzbergen.

Die Wissenschaftler fanden Belege, dass die Wassertemperaturen des einströmenden Atlantikwassers in der östlichen Framstraße im Verlauf der vergangenen 2000 Jahre immer wieder um mehrere Zehntel Grad Celsius schwankten. Der Temperaturanstieg in den vergangenen 100 Jahren ist jedoch beispiellos im untersuchten Zeitraum. „Eine solche Erwärmung von Atlantikwasser in der Framstraße hebt sich wesentlich von den Klimaschwankungen der vergangenen 2000 Jahre ab“, so Spielhagen. Der Paläoozeanograph ist Erstautor der „Science“-Studie.

Da kontinuierliche meteorologische und ozeanographische Messdaten nur etwa 150 Jahre zurückreichen, mussten die Wissenschaftler auf indirekte Klimaarchive wie Eisbohrkerne oder Sedimentkerne zurückgreifen. Als Indikatoren für klimatische Veränderungen in der Vergangenheit dienten ihnen spezielle Arten von Foraminiferen. Diese tierischen Einzeller leben in Wassertiefen von 50 bis 200 Metern und bilden während ihres Lebenszyklus Kalkschalen aus. Sterben sie ab, sinken die Schalen auf den Meeresboden, wo sie im Laufe der Zeit von Sediment bedeckt werden. So bleiben die Schalen als Fossilien im Meeresboden über lange Zeiträume gut erhalten.

Weil bestimmte Foraminiferen-Arten ganz spezielle Wassertemperaturen bevorzugen, konnten die Wissenschaftler anhand der im Meeresboden gefundenen Arten und ihres Alters die ozeanischen und klimatischen Bedingungen der Vergangenheit sehr gut rekonstruieren. Parallel dazu untersuchten sie die chemische Zusammensetzung der fossilen Kalkschalen, die ebenfalls Rückschlüsse auf Temperaturen in der Vergangenheit zulassen. So stellten Spielhagen und sein Team anhand zweier unabhängiger Untersuchungsmethoden fest, dass es während der jüngsten 2000 Jahre der Erdgeschichte immer wieder deutliche Schwankungen zwischen wärmeren und kühleren Phasen gab.

  • 29.01.2011, 14:10 UhrAnonymer Benutzer: norbert

    Mike, Sie sind unpräzise !
    Die Wissenschaftler sagen, daß sich AN DiESER STELLE DES GOLFSTROMES die Wassertemperatur signifikant erhöht hat.
    Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Nix von Erderwärmung und Weltverschwörung!
    Sollten Sie Geowissenschaftler sein, argumentieren Sie bitte mit sachlich, sollten Sie kein Fachmann sein (was ich vermute) lassen Sie die Fachwelt diskutieren !
    Die Annahme, daß die Wissenschaft ein homogener block mit Willensbildung sei, zeugt von ihrer Unkenntnis des Wissenschaftsbetriebes.

  • 29.01.2011, 00:17 UhrAnonymer Benutzer: mike

    Nur ein weiterer unseriöser Versuch zu beweisen, daß es eine Erderwärmung gibt. Unseriös, weil wieder nur irgend ein beispiel herausgegriffen wird, bei dem es gerade mal wärmer wird. Die beispiele die das Gegenteil beweisen werden weggelassen. Natürlich hat man es hier auf die Mittelalter - Warmzeit abgesehen in der es deutlich wärmer war als jetzt. Wau !!!... also 1,5 Grad solle es jetzt wärmer sein in der Framstraße als im warmen Mittelalter o.k. kann ja sein, heißt aber einfach nichts, da nicht das große Ganze dargestellt wird. Es kann durchaus sein, daß bestimmte Meeresströmungen sich ändern und es dadurch eben an bestimmten Stellen wärmer wird, aber was passiert mit dem Rest.
    Wie auch immer die Gründe sein mögen, es schient so zu sein, daß es Klimaänderungen gibt. Aber keiner weiß woher sie kommen und was genau passieren wird. Sollte es aber der Fall sein, und das weiß definitiv keiner mit 100% Sicherheit, daß die Klimaänderung nicht Menschgemacht ist oder sich aus sonstigen Gründen nicht aufhalten läßt werden viele Menschen auf der Welt Katastrophen erleiden müssen.
    Genau hier müßte angesetzt werden, es müßte für diese Fälle vorgesort werden und Gelder bereit gestellt werden.
    in Deutschland wird aber nur die Mär vom menschgemachten Klima endlos repitiert und ein großes Geschäft drauß gemacht eine völlig unklare Klimaänderung auf zu halten.
    Es kostet uns Unsummen diese ganze Solar und Propeller-Landschaft aufzustellen und es ist nicht unwahrscheinlich, daß dies fällig nutzlos ist.
    Diese Gelder in Mahßnahmen investiert um Menschen in Katasrophen-Gegenden zu helfen wäre deutlich effektiver und würde eben dort helfen wo es gebraucht wird.
    bisher gibt es nicht den geringsten beweis dafür, daß diese doppelt installierte und nutzlose Leistung von Solar und Propellern dem Klima hilft. Aber es wird freudig weitergemacht weil es ein super Geschäft ist !!!
    Am Schluß ist kein Geld mehr da, wenn mal irgendwo wieder eine Katastrophe stattfindet wie z.b. vorletztes Jahr auf den Philipinen durch eine Mischung von Taifun und Monsun.

  • 28.01.2011, 16:12 UhrAnonymer Benutzer: Peter Panda

    Na herrlich. Endlich hat unsere promovierte bundesphysikerin Angela Merkel ein klareres Ziel das als Zwischenschritt angestrebt werden kann. Als Sie bei einer öffentlichen Rede vor einiger Zeit die Aussage getätigt hat, das Ziel muss es sein, "das Klima" (was auch immer das so ist) bis 2050 um 2 Grad im Schnitt zu senken. Nun gibt es endlich eine konkrete Situation an der man die 2 Grad mal festmachen kann. Das war also nicht aus der Luft gegriffen. Die durchschnittliche Temperatur der Framstraße gilt es als ersten Meilenstein um 2 Grad zu senken. Das wäre doch ein super Schritt im großen Klimaprojekt der Physikerin und aller anderen am Projekt beteiligten die von den Steuerzahlern finanziert werden. Auf das es wieder eisig wird in unserem Lande. Herzlichst, Dr. Peter Panda

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