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Ölpest im Golf von Mexiko: BP nimmt Hilfe kaum an

Im Golf von Mexiko nimmt die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ihren Lauf – doch zahlreiche Helfer warten vergebens auf ihren Einsatz im Kampf gegen die Ölpest. Der Ölkonzern BP und die US-Regierung sehen sich wachsender Kritik ausgesetzt, Hilfsangebote nicht oder nur mit Verzögerung anzunehmen.

Helfer schöpfen ölverseuchtes Wasser ab. - Kritiker halten BP vor, nicht genügend Hilfskräfte gegen die Ölpest einzusetzen. Quelle: ap
Helfer schöpfen ölverseuchtes Wasser ab. - Kritiker halten BP vor, nicht genügend Hilfskräfte gegen die Ölpest einzusetzen. Quelle: ap

NEW ORLEANS. Angesichts der gewaltigen Ölpest im Golf von Mexiko haben sich Hunderte Freiwillige für die Säuberungsarbeiten gemeldet - kommen aber nicht zum Einsatz. Der Ölkonzern BP und die US-Regierung sehen sich wachsender Kritik ausgesetzt, ausländische Hilfsangebote nicht oder nur mit Verzögerung anzunehmen und Freiwillige zu ignorieren. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies die Vorwürfe zurück.

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Die US-Küstenwacht erklärte, bisher seien 107 Hilfsangebote aus 44 Ländern eingegangen. Sie reichten von technischer Beratung bis hin zu Spezialbooten und Schwimmbarrieren. Viele der Angebote sind allerdings mehrere Wochen alt und nur wenige wurden angenommen, wie aus Unterlagen des Außenministeriums hervorgeht. Die Mehrheit wird noch geprüft.

Die niederländische Regierung bot nach Angaben eines Ausschusses des Repräsentantenhaus am 30. April vier Schiffe mit Ölaufsaugern an, die zusammen mehr als 22 Millionen Liter Wasser pro Tag verarbeiten können. Die US-Regierung brauchte sieben Wochen, um das Angebot anzunehmen.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, erklärte, 24 ausländische Boote seien im Katastrophengebiet im Einsatz. Er äußerte sich nicht zu dem niederländischen Hilfsangebot. Die Hilfe wird dringend gebraucht. Nach Schätzungen der Regierung liefen bisher 530 Millionen Liter Öl ins Meer. Die Ölpest ist damit die schlimmste aller Zeiten im Golf.

Für die Säuberungsaktion von BP haben sich mehr als 2.000 Boote registrieren lassen. Der Konzern zahlt den Kapitänen eine Pauschale, die je nach Größe des Schiffs von 1.200 bis 3.000 Dollar pro Tag reicht. Hinzu kommen 200 Dollar für jedes Besatzungsmitglied, das acht Stunden arbeitet.

Der Fischer Rocky Ditcharo aus Buras in Louisiana sagte, viele von BP angeheuerte Fischer hätten ihm gesagt, sie ankerten häufig vor der Küste, um auf Anweisungen zu warten. „Sie warten einfach, weil es keine Anweisungen gibt“, sagte Ditcharo. Offenbar habe BP viele Kapitäne nur angeheuert, um auf eine möglichst große Zahl von Helfern verweisen zu können. „Aber eigentlich tun sie nichts.“

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