Verheerender Giftcocktail verseucht Japans Küste

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Die Flutwelle riss alles auf ihrem Weg mit sich - und trug große Mengen an Giftstoffen ins Meer ein. Quelle: dpa
Die Flutwelle riss alles auf ihrem Weg mit sich - und trug große Mengen an Giftstoffen ins Meer ein. Quelle: dpa

Techniker am AKW suchten derweil immer noch nach einem Leck im Kraftwerk, aus dem radioaktive Substanzen austreten. Durch den Einsatz von Badesalz sollte Kühlwasser eingefärbt werden, um das Leck zu finden. Am Wochenende war der Versuch gescheitert, Risse im Fundament des Reaktors zwei zu stopfen.

Außerdem plant der Betreiber den Bau einer Barriere im Meer, um zu verhindern, dass radioaktiv verseuchter Schlamm in den offenen Ozean getrieben wird. Die Errichtung der Barriere werde jedoch mehrere Tage dauern, sagte der Vize-Direktor der Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama.

Laut dem VTI-Experten Michael Welling besteht trotz der alarmierenden Nachrichten aus Japan derzeit keine Gefahr für deutsche Verbraucher: „Unsere bereits am 25. März veröffentlichte Einschätzung hat sich nicht geändert: Die größten Fanggebiete für den Alaska-Seelachs in der Beringsee, eine der für uns wichtigsten Fischarten aus dem Pazifik, liegen mehr als 2500 Kilometer von Fukushima entfernt. Dort ist nach jetziger Datenlage nicht mit einer nachweisbaren Erhöhung der radioaktiven Stoffe im Meer durch die Ereignisse in Japan zu rechnen.“

Fukushima Wie es um die einzelnen Reaktoren steht

Die Atom-Ruine von Fukushima ist weiter außer Kontrolle. In vier der sechs Reaktoren hat es in den vergangenen Tagen Explosionen gegeben. Eine Übersicht über die Situation in den einzelnen Reaktoren.

Fukushima: Wie es um die einzelnen Reaktoren steht

Vorsorglich kündigte die deutsche Fischindustrie am Montag an, im Pazifik gefangene Ware frühzeitig auf Radioaktivität untersuchen lassen zu wollen. Neben den staatlichen Grenzeingangskontrollen würden die Unternehmen Kontakte zu ihren Lieferanten im Pazifik nutzen, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischhandels, Matthias Keller. Der angelandete Fisch solle schon im Hafen untersucht werden.

Was im März im Pazifik gefangen wurde, wird nach Kellers Angaben erst im Juni in Deutschland ankommen. „Zusätzlich werden Stichproben bei der Rohwarenkontrolle vor der Verarbeitung beziehungsweise dem Handel in Deutschland erfolgen, um sicherzustellen, dass nur gesundheitlich unbedenkliche Fische verwendet werden“, sagte Keller.

  • 05.04.2011, 09:32 UhrAnonymer Benutzer: Unverstaendnis

    Ich verstehe nicht, warum sich keiner darüber aufregt, wenn die einfach Millionen Liter von irgendeiner radioaktiven Brühe ins Meer leieten. Die ganze Sache ist den deutschen Medien gerade mal eine kurze Meldung am rande Wert. Es gibt keine Kritik der deutschen Regierung, der UNO, der EU oder von was weiss ich wem.
    Wenn ich meine Blase auf der Straße erleichtern würde (etwas was ich nicht tue, weil ich es für eine Schweinerei halte), dann kommt das Ordnungsamt und verpasst mir zu Recht eine Strafe. Irgendwie ist das unverhältnismäßig.
    Ich würde gerne mal den Test machen, mich vom Ordnungsamt beim Wildpieseln erwischen lassen, und dann die Bezahlung der Strafe mit Verweis auf Fukushima verweigern. Ich möchte die Begründung hören, mit der ein Richter mich zwingen wollte.

  • 05.04.2011, 08:53 UhrAnonymer Benutzer: herbert1949

    Das ist in höchstem Maß kriminell gehandelt gegen den Rest der Welt. Die Meere Ozeane sind Global verbunden. Es ist nur eine Frage der Zeit, das die Meere alle verstrahlt , Tot und leer, oder eben die Fische und sonstigen Lebewesen darin radioaktiv verseucht sind. Es lebe der Profit!

  • 04.04.2011, 17:45 UhrAnonymer Benutzer: Kopschuettler

    ..was auch immer Sie nehmen,nehmen Sie weniger davon!!
    1) Was wissen Sie über die sexuelle Orientierung bei TEPCO bzw was hat das mit der Lage dort zu tun??
    2) Tokio wird den Dreck aus v.a. aus der Luft bekommen
    3) Mit 10 H-Bomben werden Sie die Strahlenbelastung wohl kum verringern, oder?!?
    ==> Schon mal an einen anderen Namen gedacht: Wie wärs mit "Hirnblase" statt "Oelblase"??

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